Neue Spielzeit der Bühnen in Halle : 14 Premieren weniger als 2011/2012
Die Theaterbühnen Halle haben am Dienstag das Programm ihrer neuen Spielzeit vorgestellt. Höhepunkt der kommenden Spielzeit ist zweifelsfrei die Inszenierung von Richard Wagners der "Ring der Nibelungen" an der Oper. Das Thalia-Theater spielt erstmals nicht im eigenen Haus, sondern auf den Bühnen der Kulturinsel. Das Ensemble soll weiter erhalten werden.
Die Hallenser Bühnen bringen in der kommenden Spielzeit 14 Premieren weniger auf die Bühne. Das teilte die Theater, Oper und Orchester GmbH Halle am Dienstag mit. Geschäftsführer Rolf Stiska sagte bei der Vorstellung des Programms, dabei gehe es weniger ums Geld, sondern um ein vernünftiges Einteilen der Kräfte. Auf das Publikum warten damit in der neuen Saison 34 Premieren.
"Der Ring der Nibelungen" in einer Woche
Allein die Oper bietet zehn Neuinszenierungen. Darunter die Humperdinck-Oper "Hänsel und Gretel", eine Telemann-Oper und Guiseppe Verdis "Nabucco". Spielzeit-Höhepunkt der Oper Halle wird die Aufführung von Richard Wagners Opernzyklus "Der Ring der Nibelungen" sein. Im März wird das Werk an vier mehrstündigen Opernabenden in nur einer Woche über die Bühne gehen.
Als Koproduktion von Oper und neuem theater wird "Der Glöckner von Notre Dame" von Victor Hugo in einer Bühnenfassung von Matthias Brenner und Reiner Müller aufgeführt. Als deutsche Erstaufführung zeigt das Schauspiel Anja Hillings Stück "Der Garten" in der Regie von Michael Schweighöfer. Damit solle vor allem ein junges Publikum angesprochen werden.
Ragna Schirmer spielt live am Puppentheater
Als weiteren Höhepunkt bezeichnete Stiska die Zusammenarbeit mit "Nico and the Navigators" bei "Shakespeares Sonette" im Puppentheater. Außerdem wird Händelpreisträgerin Ragna Schirmer auch in diesem Jahr die Abende über das tragische Leben des französischen Komponisten Maurice Ravel am Puppentheater live begleiten.
Die erste Premiere der Saison gibt es am 11. Oktober mit "Das Katzenhaus", aufgeführt vom Ensemble des Thalia-Theaters. Insgesamt bietet das Kinder- und Jugendtheater acht Neuinszenierungen - auf den bisher fremden Bühnen der Kulturinsel.
Keine Preiserhöhungen
Stiska zufolge sind in der kommenden Spielzeit keine Preiserhöhungen oder weitere Sparmaßnahmen zu erwarten. Die vergangene Spielzeit hatte mit 240.000 Besuchern eine ausgeglichene Geschäftsbilanz. Stiska rechnet in der neuen Saison bei gleichem Geschäftsergebnis mit mindestens 250.000 Besuchern. Den Gesamtetat für die neue Spielzeit bezifferte er mit 32,6 Millionen Euro. Zudem würden in der nächsten Spielzeit mit der Schließung der Spielstätte des Kinder- und Jugendtheaters Thalia 465.000 Euro eingespart. Das Ensemble des Thalia Theaters bleibe erhalten und spiele künftig am neuen theater auf der Kulturinsel weiter. Die langjährige Thalia-Intendantin Annegret Hahn wurde bis zum Ende ihres Vertrags freigestellt.
Die Theater, Oper und Orchester GmbH Halle wurde 2009 gegründet. Zu dem städtischen Unternehmen gehören das neue theater, das Opernhaus, das Ensemble des Thalia Theaters, die Staatskapelle und das Puppentheater. Auftakt für die neue Spielzeit ist am 22. September.
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