Sachsen-Anhalt

CDU Sachsen-Anhalt : Haseloff zieht sich aus Parteispitze zurück

Ministerpräsident Reiner Haseloff zieht sich überraschend aus der Führung der CDU in Sachsen-Anhalt zurück. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT will Haseloff auf dem Landesparteitag im November in Leuna nicht wieder als stellvertretender Landesvorsitzender kandidieren. Haseloff ist seit 2004 Vizechef der CDU.

Haseloff will sich auf Amt als Ministerpräsident konzentrieren

Haseloff sagte am Sonntag, er wolle sich, wie sein Vorgänger, ganz auf die Arbeit als Regierungschef konzentrieren können. Seit Wolfgang Böhmer werde in Sachsen-Anhalt "klar und erfolgreich auf eine Aufgabenteilung zwischen Landesvorsitz und Ministerpräsidentenamt" gesetzt. Den Kontakt des Kabinetts zur Partei gewährleiste Verkehrsminister Thomas Webel bestens, sagte Haseloff weiter. Webel ist der Landesparteichef, er stellt sich auf dem Parteitag zur Wiederwahl. Mit Blick auf das Bundestagswahljahr 2013 wolle Haseloff dafür sorgen, dass trotz aller Wahlkampfthemen die Zusammenarbeit in der Koalition mit der SPD in Sachsen-Anhalt nicht beeinträchtigt werde.

Innenminister und Chef der CDU-Fraktion kandidieren

Neben Haseloff wird sich auch Partei-Vize Thomas Leimbach nicht mehr zur Wahl stellen. Damit müssen zwei der drei Vize-Posten neu besetzt werden. Für einen der freien Stellvertreterposten wird Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht kandidieren. Er sagte dem MDR, dass er von vielen Parteikollegen gefragt worden sei. Er hätte das Gefühl, dass es gewünscht ist, wenn er den Parteivorsitzenden und den Vorstand unterstützen würde.

Auch der Chef der CDU-Fraktion im Landtag, André Schröder, wird kandidieren. Damit würde der Fraktionschef in den Führungskreis der CDU aufsteigen. Für den dritten Stellvertreterposten stellt sich Bundestagsmitglied Heike Brehmer zur Wiederwahl.

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2012, 18:17 Uhr

4. Agnes:
Na also, "Parteikollegen" klingt schon besser.
14.10.2012
19:22 Uhr
3. Agnes:
Ist der Begriff "Parteigenosse" (dritter Absatz) nicht eher der NSDAP vorbehalten? Wäre "Parteifreunde" nicht besser? Oder hat Stahlknecht selbst ausdrücklich von "Parteigenossen" gesprochen?
14.10.2012
17:20 Uhr
2. Ein Wolfner:
Am besten gleich komplett alles ablegen, gebracht hat er für uns Sachsenanhalter nichts.
14.10.2012
12:49 Uhr
1. Heiko:
Herr M.P. bitte kümmern Sie sich um die Langzeitarbeitslosigkeit im Land. Sie haben es vor den Wahlen versprochen und bis zum heutigen Tag ist nichts passiert. Ich denke dabei an Bürgerarbeit die im Land nach und nach eingeführt werden sollte,auf freiwilliger Basis.
14.10.2012
10:46 Uhr

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