Handball | Prozess : Bewährungsstrafe für Hildebrandt
Plötzlich ging alles ganz schnell: Der Ex-Manager des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg, Bernd- Uwe Hildebrandt, ist am Montag wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden.
Geständnis abgelegt
Hildebrandt legte am Amtsgericht Magdeburg ein Geständnis ab - und verkürzte so einen langwierigen Prozess wegen Steuerhinterziehung. Er gab zu, Zuschauerzahlen manipuliert zu haben, in dem er weniger Ticketzahlen angab, als tatsächlich verkauft worden. Zudem wurden Spieler mit Bargeldzahlungen beglückt, von denen das Finanzamt nichts wusste. Die Profis des SCM hatten Zahlungen an der Steuer vorbei erhalten und auch geldwerte Vorteile bekommen. Der 54-Jährige betonte, er habe das für den SCM getan und nicht für sich selbst. Ihm sei es darum gegangen, gute Spieler zu gewinnen und in Magdeburg zu halten, sagte Hildebrandt. Von dem Steuerschaden ist inzwischen nichts mehr übrig, ein Teil wurde nachbezahlt, ein anderer erlassen.
Urteil vorher "verabredet"
Beide Seiten hatten sich bei einem Geständnis auf das Strafmaß von 18 Monaten Bewährungsstrafe verständigt. Hildebrandt war in zwei früheren Verfahren in den Jahren 2008 und 2010 bereits wegen Bestechlichkeit und Untreue zu Geldstrafen verurteilt worden.
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