Bundeswettbewerb "Jugend forscht" : Preis des Bundespräsidenten geht nach Sachsen-Anhalt
Der Preis des Bundespräsidenten für außergewöhnliche Arbeit, ein zweiter Preis im Bereich Chemie und zwei Sonderpreise – die Sachsen-Anhalter Schüler beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht" waren in diesem Jahr sehr erfolgreich. An dem Wettbewerb nahmen insgesamt 11.000 Schüler teil.
Wie trennt man nützliche von schädlichen Mikroorganismen - diese Frage haben der 19-jährige Sebastian Jäger und die 18-jährige Bonni Stanek von der Landesschule Pforta in Naumburg beantwortet und dafür den Preis des Bundespräsidenten eingeheimst. Die Jury lobte bei der Siegerehrung am Sonntag in Erfurt das große Anwendungspotential des Forschungsergebnisses. Die Methode der jungen Forscher könne bei der gezielten Suche nach Krankheitserregern oder auch bei Bodenanalysen eingesetzt werden. Die beiden Schüler haben erkannt, dass man die Mikroorganismen mittels eines hochfrequenten, elektrischen Wechselfeldes nach Größe, Form und Art, voneinander trennen kann. Für dieses Ergebnis bekommen sie ein Preisgeld von 2.000 Euro.
Kohlendioxid trennt ätherische Öle
1.000 Euro und eine Einladung zur Nobelpreisverleihung nach Stockholm hat Michael Laue vom Walther-Rathenau-Gymnasium Bitterfeld gewonnen. Im Bereich Chemie untersuchte er Möglichkeiten, ätherische Öle zweier Kamillearten voneinander zu trennen. Der 16-Jährige stellte fest, dass das am besten mit Kohlendioxid geht.
Hochgeschwindigkeitsdynamik von Golfschlägern
Außerdem gab es zwei Sonderpreise im Bereich Physik. Die 16-jährigen Brüder Jonathan und Benjamin Schmidt aus Halle untersuchten die Hochgeschwindigkeitsdynamik von Golfschlägern, und drei Schüler des Schüler-Instituts SITI in Havelberg erarbeiteten ein Konzept mit regenerativen Energien für die Fähre in Sandau.
So strömt der Mühlengraben
Einen fünften Preis im Bereich Mathematik gewann Sebastian Heerwald aus Gräfenhainichen mit einem System, das geometrische Körper und Koordinaten so auf eine Leinwand wirft, dass man sie im Raum schweben sieht. In den Geo- und Raumwissenschaften belegten drei Schüler aus Quedlinburg mit einer Strömungsanalyse des örtlichen Mühlengrabens ebenfalls einen fünften Platz.
Rekordbeteiligung: 11.000 Schüler nahmen teil
Drei Tage lang hatten 187 Finalisten des Wettbewerbs ihre Ideen in Erfurt vorgestellt. Unter den 103 Ideen, die es bis in den Bundesausscheid schafften, waren viele Problemlösungen zu Klima- und Umweltfragen. Der größte deutsche wissenschaftliche Schülerwettbewerb "Jugend forscht" wurde 1965 ins Leben gerufen. Bei seiner 47. Auflage verzeichnete er mit knapp 11 000 Teilnehmern einen Rekord.
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