Ein Mann geht mit mehreren Einkaufstüten durch die Innenstadt.
Was alles in den Einkaufstüten landet, ist regional unterschiedlich und hängt nicht zuletzt vom Einkommen ab. Bildrechte: Colourbox.de

Mode in Sachsen-Anhalt So viel Geld geben wir für Kleidung aus

Textildiscounter oder Designer-Stück: Was im heimischen Kleiderschrank zu finden ist, hängt ganz wesentlich davon ab, wie viel die Menschen für Kleidung ausgeben möchten – oder können. Ein Blick in die Statistik.

von Manuel Mohr, MDR SACHSEN-ANHALT

Ein Mann geht mit mehreren Einkaufstüten durch die Innenstadt.
Was alles in den Einkaufstüten landet, ist regional unterschiedlich und hängt nicht zuletzt vom Einkommen ab. Bildrechte: Colourbox.de

Auf Laufstegen werden neue Mode und Trends präsentiert. Wie diese Mode aussieht und wie teuer sie ist, hängt unter anderem vom Standort der Modenschau ab. Wenn am Wochenende bei der "Modavision" – einer der größten Modenschauen Mitteldeutschlands – in Magdeburg die Models den Laufsteg entlangschreiten, werden sie dabei nicht nur sündhaft teure Kleider von Star-Designern tragen, sondern auch erschwinglichere Stücke von Einzelhändlern aus der Region. Denn nicht jeder ist finanziell so aufgestellt, dass die Garderobe an die immer neuen Trends der Top-Marken angepasst werden kann.

Kleidung als Minimalposten

Wie viel Geld die Menschen in Deutschland durchschnittlich für Bekleidung – aber auch für Miete, Strom und weitere Güter – ausgeben, wird vom Statistischen Bundesamt jährlich stichprobenartig erfragt und in der Statistik "Private Konsumausgaben" veröffentlicht. Die jüngsten Zahlen stammen aus dem Jahr 2015, demnach gaben deutsche Privathaushalte zuletzt durchschnittlich 105 Euro pro Monat für Bekleidungsartikel aus. Das sind etwa vier Prozent aller monatlichen Ausgaben. Im Vergleich zu anderen Posten also nur ein sehr kleiner Teil.

Die Angaben werden jeweils pro Haushalt angegeben. Ein Alleinlebender, der oftmals weniger für Bekleidung ausgibt, fällt also ebenso in diese Statistik wie eine kinderreiche Familie, die in der Regel mehr Geld für Kleidung ausgeben muss.

Ausgaben bleiben stabil

Für Sachsen-Anhalt werden Konsumausgaben im Detail nur alle fünf Jahre erfasst, zuletzt 2013. Einen aktuelleren Vergleich schaffen da die jährlich ermittelten Werte für die alten und neuen Bundesländer. Dabei fällt auf, dass die ostdeutschen Haushalte im Vergleich zum Bundesschnitt (105 Euro) monatlich etwas weniger Geld für Bekleidung und Schuhe ausgeben: 2015 lag der Wert bei 87 Euro.

87 statt 105 Euro. Dieser Unterschied ist auch darauf zurückzuführen, dass in den neuen Ländern das durchschnittliche Einkommen niedriger ist als beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg. Anteilig an allen Konsumausgaben werden aber auch hierzulande etwa vier bis fünf Prozent für Bekleidung aufgewendet – ein Wert, der in den letzten Jahren stabil geblieben ist. Immer dann also, wenn das Einkommen leicht gestiegen ist, stiegen in gleichem Maße die Ausgaben für Hosen, Jacken und Schuhe.

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Dieses Thema im Programm: MDR vor Ort | 28.10.2017 | 16:00 Uhr
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 28.10.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mm

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2017, 19:04 Uhr

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