Sachsen-Anhalt

Eine Million mehr im Stadtsäckel : Weniger Einwohner, mehr Knöllchen

Die Einwohner wandern ab, und trotzdem steigen in Sachsen-Anhalt die Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, haben die Städte, Landkreise und Gemeinden mit insgesamt 12,5 Millionen Euro im Jahr 2011 eine Million mehr eingenommen als noch 2010.

Die meisten Knöllchen hat dem Bericht zufolge die Stadt Halle verteilt. Die größte Stadt des Landes habe nach Angaben des Innenministeriums gut 2,4 Millionen Euro aus Buß- und Verwarngeldern eingenommen. Magdeburg liegt mit 1,5 Millionen Euro auf Platz zwei.

Halles Innendezernent Bernd Wiegand begründet die hohen Einnahmen vor allem damit, dass der fließende Verkehr kontrolliert wird. Halle hat insgesamt sechs so genannte Starenkästen und eine mobile Radarfalle. Außerdem beschäftigt die Stadt 36 Kontrolleure. Zum Vergleich: Magdeburg besetzt 16,5 Personalstellen mit Kontrolleuren.

Die Stadt Dessau-Roßlau hat 2011 zwar weit weniger Bußgelder eingenommen als Halle, kann aber einen sprunghaften Anstieg verzeichnen. 2010 hat die Stadt rund 683.500 Euro eingenommen, 2011 waren es 985.800 Euro. Das ist ein sattes Plus von 44 Prozent, wie die Zeitung weiter schreibt. Grund für diesen Anstieg sei ein neuer Starenkasten an der Bundesstraße 184.

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2012, 11:49 Uhr

2. Christian:
Fragt sich für welche Kinder. Erstmal sollten Arbeitsplätze her, und zwar gut bezahlte. Dann stoppt das auch die Abwanderung.
04.08.2012
18:09 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Mit 12,5 Millionen kann man doch schön Kitaplätze einrichten - oder?
04.08.2012
12:28 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK