Mit mehrjähriger Verspätung : Korvette "Magdeburg" zu Auslandseinsatz ausgelaufen
Mit mehrjähriger Verspätung ist die erste Korvette der Deutschen Marine zu einem Auslandseinsatz ausgelaufen. Am Montag verließ die "Magdeburg" ihren Heimathafen Rostock-Hohe Düne in Richtung Mittelmeer, wo sie im Rahmen der Unifil-Mission vor der libanesischen Küste patrouillieren wird. In etwa zwei Wochen wird die "Magdeburg" mit ihren 58 Besatzungsmitgliedern ihr Einsatzgebiet im östlichen Mittelmeer erreichen.
Erste Korvette im Auslandseinsatz
Es ist das erste Mal, dass ein Schiff der sogenannten Korvettenklasse K 130 in einen realen Einsatz fährt. Die fünf Korvetten, für die früheren Angaben zufolge rund 1,2 Milliarden Euro investiert wurden, waren bislang vor allem durch Negativschlagzeilen aufgefallen. Getriebeprobleme, die Elektronik oder die Klimatechnik hatten die Schiffe jahrelang lahmgelegt. Erst jüngst gab es Meldungen, dass im Maschinenraum giftige Dämpfe ausgetreten sein sollen. Das 1. Korvettengeschwader war bereits im Juni 2006 formell in Dienst gestellt worden. Marineinspekteur Axel Schimpf war jüngst davon ausgegangen, dass im kommenden Jahr alle fünf Korvetten, die nach dem ersten in Dienst gestellten Schiff auch als "Braunschweig"-Klasse geführt werden, einsatzbereit sein sollen.
Unifil-Mission vorm Libanon
Die Unifil-Mission vor der libanesischen Küste läuft bereits seit 2006. Soldaten aus mehreren Ländern sollen verhindern, dass die pro-iranische Hisbollah-Miliz über den Seeweg Waffen ins Land schmuggeln kann. Zusätzlich wird die libanesische Marine ausgebildet. Derzeit sind zwei deutsche Schnellboote im westlichen Mittelmeer, insgesamt sind 152 Soldaten beteiligt. Neben Deutschland sind aktuell Soldaten aus Brasilien, Bangladesch, Indonesien, Griechenland und der Türkei im Einsatz. Das derzeitige Mandat läuft bis Ende Juni 2013. Nach Worten eines Sprechers des Verteidigungsministeriums ist der Einsatz der "Magdeburg" ein zusätzlicher freiwilliger Beitrag Deutschlands.



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