Kulturhistorisches Museum Magdeburg : Otto-Schau begrüßt 75.000. Besucher
Sachsen-Anhalts Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich" ist wie erwartet ein Besuchermagnet. Am Donnerstag wurde der 75.000. Gast begrüßt. Dennoch wird die Schau am Ende wohl hinter den Erwartungen zurückbleiben. Zwar hoffen die Macher, die ursprüngliche Zielmarke von 100.000 Gästen noch zu erreichen. Sicher ist das jedoch bisher nicht.
Dreieinhalb Wochen vor dem Ende der Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich" ist am Donnerstag der 75.000. Besucher empfangen worden. Als Jubiläumsgast erhielt Rolf Karbowiak aus dem niedersächsischen Helmstedt für sich und seine Ehefrau kostenlose Tickets, einen Ausstellungskatalog und Blumen.
"100.000 plus X" nicht sicher
Der kommissarische Leiter des Kulturhistorischen Museums, Uwe Korb, sagte bei der Gelegenheit, er hoffe die Zielmarke von 100.000 Besuchern bis zum Ende der Otto-Schau am 9. Dezember noch zu erreichen. Vor allem der ansteigende Trend bei den Gästezahlen stimme ihn optimistisch. Die Kuratorin der Ausstellung, Gabriele Köster, hatte sich im Vorfeld skeptisch gezeigt: "Man kann das nicht so genau sagen, aber wir werden voraussichtlich zwischen 90.000 und 100.000 Besuchern landen." Die Macher der Exposition hatten zum Start Ende August "100.000 plus X" als Zielmarke ausgegeben. Warum "Otto der Große und das Römische Reich" hinter diesen Erwartungen zurückbleibt, soll Köster zufolge später analysiert werden. Es deute sich aber das Phänomen an, dass diejenigen, die es besonders bequem hätten, nicht in die Ausstellung kommen - nämlich die Magdeburger selbst, sagte Köster.
Kuratorin: Potenzial war vorhanden
Nach Angaben der Kuratorin hatte die mittlerweile dritte Magdeburger Otto-Ausstellung zumindest alle Voraussetzungen, ein noch größerer Renner als die beiden vorangegangenen zu werden. "Wir haben gedacht, das Jubiläum Otto der Große und die Bedeutung der Exponate würden das Potenzial bieten." Die aktuelle Ausstellung ist die Krönung einer Trilogie von Ausstellungen zu Kaiser Otto I. Die erste Schau "Otto der Große, Magdeburg und Europa" hatte 2001 für einen Ansturm von mehr als 300.000 Besuchern gesorgt. Die 2006 folgende Doppelausstellung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" in Magdeburg und Berlin zog knapp 250.000 Besucher an.
Köster warnte dennoch davor, den Erfolg der aktuellen Schau allein an den Besucherzahlen festzumachen. Sehr viele nachhaltige Effekte würden sich nicht in Gästezahlen ausdrücken. Als Beispiele nannte die Kuratorin die aufwendige wissenschaftliche Aufarbeitung der Ausstellung und den Katalog.
Entwicklung des europäischen Kaisertums
"Otto der Große und das Römische Reich" zeichnet die Entwicklung des europäischen Kaisertums von den Anfängen unter Augustus (63 v.Chr.-14. n.Chr.), über Konstantin den Großen (ca. 280-337), Byzanz, Karl den Großen (747-814) bis hin zu Otto dem Großen (912-973) nach. Die drei Millionen Euro teure Schau präsentiert rund 350 hochkarätige Exponate aus Museen und Bibliotheken aus 17 Ländern. Zu sehen sind kostbare Goldschmiede- und Steimetzarbeiten, Elfenbeine, Textilien und Schriftstücke, die auf einzigartige Weise Macht, Selbstverständnis und Repräsentation kaiserlicher Herrschaft dokumentieren.
Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2012
Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 68-73
39104 Magdeburg
Telefon: 03 91-5 35 48-0
Öffnungszeiten:
27.08.-09.12.2012
täglich 10:00 - 18:00 Uhr
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