Landesfunkhaus

MDR SACHSEN-ANHALT | Geschichtsprojekt : CDs: "Neue Heimat Sachsen-Anhalt"

Geschichten vom Neubeginn nach Flucht und Vertreibung 1945

MDR SACHSEN-ANHALT und die Landeszentrale für politische Bildung haben ein neues, gemeinsames Produkt herausgegeben. Aus einer Radio-Serie entstand eine aufwändig produzierte Doppel-CD mit dem Titel "Neue Heimat Sachsen-Anhalt" - ein berührendes und informatives Zeitdokument. Das CD-Paket wurde am 19.11.2012 MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN-ANHALT vorgestellt.

"Neue Heimat Sachsen-Anhalt": CD-Präsentation im MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN-ANHALT

Blick von oben ins Publikum während der CD Präsentation Blick ins Publikum während der CD Präsentation Blick ins Publikum während der CD Präsentation

MDR SACHSEN-ANHALT und die Landeszentrale für politische Bildung haben ein gemeinsames Produkt herausgegeben. Aus einer Radioserie entstand eine aufwändig produzierte Doppel-CD mit dem Titel "Neue Heimat Sachsen-Anhalt". [Bilder]


Doppel-CD - eine Audio-CD und eine CD-Rom

Es enthält ein Hörbuch (Audio-CD) und eine Computeranimation (CD-Rom) mit Audios, Videos, Karten, Fotos, Texten und Kochrezepten. Erzählt werden zwölf Einzelschicksale aus allen Regionen Sachsen-Anhalts. Aber auch historische Fakten werden vermittelt, denn Sachsen-Anhalt wäre nicht zu dem Land geworden, das es heute ist - ohne die eine Million Menschen, die durch Flucht und Vertreibung in unsere Region gekommen sind. Die damaligen "Ostdeutschen" machten Ende der 40er-Jahre immerhin ein Viertel der Bevölkerung aus. Auf der Flucht "vor den Russen" oder per Ausreisebefehl verließen sie ab Januar 1945 ihr Zuhause in Pommern, Ostpreußen, Schlesien, dem Sudetenland, in Ungarn und im Baltikum. Die Umstände waren oft dramatisch, in manchen Fällen aber auch recht geordnet, wie zum Beispiel bei den Glasschmuckmachern im Harz.

"Wir haben eine große Potenz dargestellt und haben große Leistungen vollbracht, der Aufbau der Glasindustrie, das war allein unser Verdienst."

Glasschmuckmacher Rudolf Ludwig aus der Gegend um Gablonz - später Betriebsleiter im VEB Harzer Glas und Schmuck Ballenstedt

Die sogenannten Umsiedler hatten sich schnell zu integrieren in der DDR. Sie erfuhren zwar Unterstützung von den Behörden, aber im persönlichen Umgang auch Ablehnung und Ausgrenzung. Von der alten Heimat zu erzählen, galt in der DDR als revanchistisch und war verpönt. Trotzdem verloren viele nie den Kontakt dorthin, manche knüpften sogar Freundschaften mit den neuen Bewohnern ihrer Heimatorte. In einem gemeinsamen Europa ist die Heimat wieder näher gerückt.

Kroemer: "Es war manchmal schwer, die eigenen Tränen zu verbergen"

Das Interview mit Uta Kroemer, der verantwortlichen Hörfunk-Redakteurin der Serie "Neue Heimat Sachsen-Anhalt" bei MDR SACHSEN-ANHALT, können Sie hier nachlesen. [mehr]


Mit der Doppel-CD wird diesen Menschen eine Stimme und ein Gesicht gegeben. Sie erzählen, wie sie mit dem Verlust umgegangen sind und wie sie es geschafft haben, in Sachsen-Anhalt eine neue Heimat zu finden.

Der bekannte Autor Hellmuth Karasek, geboren in Schlesien, machte auf seiner Flucht Station in Sachsen-Anhalt. Er sagte gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT: "Bernburg, das waren meine wichtigsten Jahre."

Beiträge zur CD "Neue Heimat Sachsen-Anhalt"

Zuletzt aktualisiert: 22. November 2012, 11:20 Uhr

Die Doppel-CD ist kostenlos:

Landeszentrale für politische Bildung
Sachsen-Anhalt
Referat III
Schleinufer 12
39104 Magdeburg
Telefon: 0391 - 567 6463
Telefax: 0391 - 567 6464

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