Wahlhelferin bei der Stimmenauszählung
Bildrechte: IMAGO

Bundestagswahl 2017 CDU in Sachsen-Anhalt vorn, AfD auf Platz zwei

Zur Bundestagswahl bekommt in Sachsen-Anhalt die CDU die meisten Stimmen, muss aber herbe Verluste hinnehmen. Die knapp 2.500 Wahlbezirke sind ausgezählt. Laut vorläufigem amtlichem Endergebnis kann die AfD kräftig zulegen; sie wird zweitstärkste Kraft. Auch die FDP gewinnt deutlich. Einbußen gibt es außer bei der CDU auch bei SPD, Linken und Grünen. In allen neun Wahlkreisen haben die CDU-Direktkandidaten gewonnen.

Wahlhelferin bei der Stimmenauszählung
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Bei der Bundestagswahl bleibt in Sachsen-Anhalt die CDU stärkste Kraft, sie muss aber große Verluste hinnehmen. Das geht aus der Auszählung der Zweitstimmen in den knapp 2.500 Wahlbezirken hervor. Danach kommt die CDU auf 30,3 Prozent der Stimmen. Das sind knapp elf Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Zweitstärkste Kraft im Land wird demnach die Alternative für Deutschland. Die AfD erreicht 19,6 Prozent der Wählerstimmen; im Vergleich zur Landtagswahl 2016 verliert sie knapp fünf Prozentpunkte. Große Zugewinne verbucht die FDP. Sie kann 7,8 Prozent einfahren. Dagegen haben Linke, SPD und Grüne verloren. Die Linke kommt auf 17,8 Prozent. Die Sozialdemokraten rutschen auf 15,2 Prozent ab und die Grünen erreichen nur 3,7 Prozent.

Bundestagswahl Sachsen-Anhalt Ergebnis
Verteilung der Zweitstimmen in Sachsen-Anhalt Bildrechte: MDR

Nach Angaben der Landeswahlleiterin haben rund 68 Prozent der Sachsen-Anhalter ihre Kreuze gesetzt, das sind sechs Prozent mehr als 2013.

CDU in allen Wahlkreisen vorn

Dem neu gewählten Bundestag werden laut Landeswahlleiterin voraussichtlich 23 Politiker aus Sachsen-Anhalt angehören – vier mehr als bislang. Alle neun Direktmandate holte, wie bei der Bundestagswahl vor vier Jahren, die CDU. Das sind: In Mansfeld Torsten Schweiger, im Burgenland-und Saalekreis Dieter Stier, in Halle Christoph Bernstiel, in Anhalt Kees de Vries, in Dessau-Wittenberg Sepp Müller, in Magdeburg Tino Sorge, im Harz Heike Brehmer und in der Börde-Jerichower Land Manfred Behrens und in der Altmark Eckhard Gnodtke. Schon bei der Bundestagswahl 2013 hatten in allen Wahlkreisen die CDU-Kandidaten gewonnen.

Dazu kommen die Kandidaten der Landeslisten. AfD und Linke schicken künftig jeweils vier Abgeordnete nach Berlin, die SPD drei. Aus Sachsen-Anhalts FDP sitzen künftig zwei Politiker im Bundestag. Die Grünen sind mit einer Politikerin vertreten.

Von Sachsen-Anhalt nach Berlin Diese Abgeordneten ziehen in den Bundestag ein

Sepp Müller
CDU-Politiker Sepp Müller zieht erstmals in den Bundestag ein. Er holte im Wahlkreis Dessau-Wittenberg das Direktmandat. Bildrechte: Sepp Müller
Sepp Müller
CDU-Politiker Sepp Müller zieht erstmals in den Bundestag ein. Er holte im Wahlkreis Dessau-Wittenberg das Direktmandat. Bildrechte: Sepp Müller
Eckhard Gnodtke
Direktkandidat Eckhard Gnodtke (CDU) hat im Wahlkreis Altmark die Mehrheit der Stimmen erhalten. Er zieht als Wahlkreisabgeordneter in den Bundestag ein. Bildrechte: Eckhard Gnodtke
Manfred Behrens
Direktkandidat Manfred Behrens (CDU) hat im Wahlkreis Börde-Jerichower Land die Mehrheit der Stimmen erhalten. Er zieht, wie schon 2013, als Wahlkreisabgeordneter in den Bundestag ein. Bildrechte: Kandidatenservice CDU
Eine Frau steht vor einer Hecke. Heike Brehmer.
Im Wahlkreis Harz hat CDU-Politikerin Heike Brehmer die Mehrheit der Stimmen erhalten. Über das Direktmandat zieht sie, wie schon 2009 und 2013, als Wahlkreisabgeordnete in den Bundestag ein. Bildrechte: MDR/Anja Schlender
Tino Sorge
Tino Sorge (CDU) zieht erneut in den Bundestag ein. Er holte das Direktmandat im Wahlkreis Magdeburg. Bildrechte: Tino Sorge
CDU-Kandidat Kees de Vries für den Wahlkreis Anhalt
Im Wahlkreis Anhalt holte Direktkandidat CDU-Politiker Kees de Vries die Mehrheit der Stimmen. Wie schon 2013 zieht er erneut als Wahlkreisabgeordneter in den Bundestag ein. Bildrechte: CDU-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld
Christoph Bernstiel
Christoph Bernstiel holt im Wahlkreis Halle das Direkmandat. Der CDU-Politiker zieht zum ersten Mal in den Bundestag ein. Bildrechte: Christoph Bernstiel
Dieter Stier, CDU, im Deutschen Bundestag
Das Direktmandat im Wahlkreis Burgenland – Saalekreis holt Dieter Stier. Der CDU-Politiker ist erneut als Wahlkreisabgeordneter im Bundestag dabei. Bildrechte: Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde
Torsten Schweiger
CDU-Politiker Torsten Schweiger holt die Mehrheit der Stimmen im Wahlkreis Mansfeld. Als Direktkandidat zieht er als Wahlkreisabgeordneter erneut in den Bundestag ein. Bildrechte: Torsten Schweiger
Katrin Budde
Katrin Budde von der SPD ist über den Landeslistenplatz 2 in den Bundestag gewählt worden. Sie war Direktkandidatin für den Wahlkreis Mansfeld. Bildrechte: IMAGO
Matthias Büttner
Matthias Büttner (AfD) schaffte es über den Listenplatz 3 in den Bundestag. Für seine Partei war er der Direktkandidat in Stendal. Bildrechte: Matthias Büttner
Landeschefin Birke Bull-Bischoff
Birke Bull-Bischoff (Die Linke) zieht ebenfalls in den Bundestag ein. Der Kandidatin für den Burgenland – Saalekreis gelang der Einzug über den Platz 3 der Landesliste ihrer Partei. Bildrechte: MDR/Roland Jäger
Karamba Diaby
Karamba Diaby (SPD) vom Wahlkreis Halle wurde über den Landeslistenplatz 3 in den Bundestag gewählt. Bildrechte: Karamba Diaby
Marcus Faber
Neu in den Bundestag zieht Marcus Faber (FDP) ein. Er belegte den zweiten Platz der liberalen Landesliste. Faber war als Direktkandidat im Wahlkreis Altmark angetreten, dort aber nur auf 6,7 Prozent der Stimmen gekommen. Bildrechte: Marcus Faber
Bundesgeschaeftsfuehrer Matthias Höhn Die Linke 5
Ebenfalls über die Landesliste zieht Matthias Höhn (Die Linke) in den nächsten Deutschen Bundestag ein. Höhn hatte auf Platz 4 der Landesliste gestanden und in seinem Wahlkreis Altmark 19,2 Prozent der Erststimmen geholt. Bildrechte: IMAGO
Jan Korte, DIE LINKE, im Deutschen Bundestag
Jan Korte (Die Linke) ist die Arbeit im Deutschen Bundestag schon bekannt. Seit 2005 arbeitet Korte in Berlin. Jetzt zog er über den zweiten Platz der Landesliste wieder ein. Im Wahlkreis Anhalt bekam Korte als Direktkandidat 21,2 Prozent. Bildrechte: Deutscher Bundestag / Achim Melde
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Gemischte Reaktionen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) reagierte verhalten auf das Abschneiden der Union. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die CDU habe als stärkste Partei das Rennen gemacht. Allerdings habe man sich das Ergebnis deutlich besser vorgestellt. Es sei gut, dass niemand gegen die Union eine Regierung bilden könne.

AfD-Mitglieder jubeln bei der Prognose auf der Wahlparty in Magdeburg.
Freude bei der AfD in Magdeburg Bildrechte: MDR/Hagen Tober

AfD-Landeschef André Poggenburg zeigte sich dagegen erfreut. Die AfD werde an diesem Tag der Wahlsieger schlechthin sein. Es sei egal, ob die AfD 13, 14 oder 15 Prozent habe. Die AfD werde Themen in den Bundestag einbringen, die es sonst nicht dahin schaffen würden. Streit werde die AfD dabei "sehr, sehr gern" eingehen.

Freude auch bei FDP-Landeschef Frank Sitta. Er bezeichnete das Ergebnis als "Lohn für die harte Arbeit". Sitta sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Wir können wieder eine Rolle spielen im Bundestag und damit in der deutschen Politik. Das ist ein ganz, ganz schöner Tag für uns."

SPD-Landeschef und Direktkandidat Burkhard Lischka sprach von einem "ganz bitteren Wahlabend." Er könne seiner Partei "nur den Rat geben, jetzt nicht kopflos zu werden". In den nächsten vier Jahren müsse es nun darum gehen, deutlich zu machen, dass die SPD die Alternative zu CDU und CSU sei und nicht deren Variante. Für die Spitzenkandidatin der Landes-Grünen, Steffi Lemke, ist es ein "gutes Ergebnis und Rückenwind für die Auseinandersetzung mit der AfD".

Die 1,85 Millionen Wähler sind in neun Wahlkreisen aufgeteilt. In jedem Kreis sollen annähernd gleich viele Menschen leben. Deswegen gibt es in Sachsen-Anhalt mit elf Landkreisen und drei kreisfreien Städten neun Wahlkreise:

Ergebnisse der einzelnen Wahlkreise

Bildergalerie Sachsen-Anhalter am Tag der Bundestagswahl

1,85 Millionen Sachsen-Anhalter waren am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme zur Bundestagswahl abzugeben. MDR SACHSEN-ANHALT hat die Bürger befragt, warum sie wählen – oder eben auch nicht.

Eine Frau steht in einer Fußgängerzone und blickt in die Kamera.
Kerstin aus dem Harz "Ich gehe immer wählen. Ich habe selbst ein kleines Geschäft, wo ich verkaufe. Nach dem Mittag geht's dann los: wählen.“ Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Eine Frau steht in einer Fußgängerzone und blickt in die Kamera.
Kerstin aus dem Harz "Ich gehe immer wählen. Ich habe selbst ein kleines Geschäft, wo ich verkaufe. Nach dem Mittag geht's dann los: wählen.“ Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Eine junge Frau und ein junger Mann stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.
Haram und Ruben aus dem Harz Haram: "Was mich erschreckt hat: dass die Aggressionen in der Gesellschaft gestiegen sind, je näher der Wahltag kam. Derbste Beschimpfungen und Beleidigungen, vor allem gegenüber Frau Merkel, das ist mir diesmal am stärksten aufgefallen.“
Ruben: "Für mich ist die Bundestagswahl die wichtigste Wahl, bei der wir die Möglichkeit haben, Deutschland ein Stück mitzugestalten.“
Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Eine Frau
Celina aus Dessau-Roßlau "Ich war das erste Mal wählen und finde es schön, dass mit so einer Wahl jeder Einzelne über seine politischen und sozialen Interessen abstimmen kann." Bildrechte: MDR/Grit Lichtblau
Wähler in Halle
"Unbedingt wählen, das ist sehr wichtig. Früh hatten wir noch zu tun und haben auf besseres Wetter gehofft. Wir wollten das mit einem Spaziergang verbinden. Doch mit Sonne wird es wohl nichts mehr, deshalb gehen wir jetzt." Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Ein Mann
Lutz aus Dessau-Roßlau "Ich war wählen, um den Wohlstand in Deutschland weiter zu erhalten." Bildrechte: MDR/Grit Lichtblau
Wähler aus Stendal
Sophia aus Miltern "Ich war nicht wählen, weil ich mich mit der Politik nicht auseinander gesetzt habe. Und ich würde nur jemanden wählen, wo ich zu 100 Prozent dahinter stehe. Und dafür müsste ich mich erst mit den einzelnen Parteien auseinandersetzen. Ich habe ehrlich gesagt andere Dinge im Kopf: Ich mache eine Ausbildung, ich habe ein Kind, ich habe Familie. Und da will ich mich nicht abends noch hinsetzen und mich mit Politik auseinander setzen."
 
Bildrechte: MDR/Reinhard Stremmler
Ein Mann steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Tobias aus Magdeburg "Ich habe gewählt, weil es unser Recht ist." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Eine Fra steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Viola aus Burg "Es ist selbstverständlich. Man möchte, dass die Region vorankommt." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Eine Frau steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Vera aus Schönebeck "Ich bin schon immer wählen gegangen. Es ist richtig und wichtig, wählen zu gehen. Ich hänge an meiner alten Partei." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Ein Mann steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Stephan aus Magdeburg "Ich bin immer wählen gegangen. Es ist für mich der demokratische Grundgedanke." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Eine Frau steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Sabine aus Magdeburg "Wenn man sich nicht beteiligt, dann passiert nichts." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Eine Frau steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Pia aus Magdeburg "Es ist schon ein bisschen Druck gewesen, zu wählen. Aber wenn man nicht wählt, ist das ziemlich uncool. Selbst wenn jetzt noch nichts passiert, bewegt es vielleicht in ein paar Jahren was." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Ein Paar steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Norbert und Brigitte aus Wolmirstedt "Uns motiviert, dass unsere Stimme zählt. Wir wollen mitentscheiden." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Eine Frau steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Karola aus Gommern "Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich möchte gerne mitbestimmen in diesem Land." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Ein Mann steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Jens Hünerbein, Bürgermeister von Gommern "Ich wähle, um den demokratischen Prozess mitzubestimmen." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
Eine Frau steht vor einem Wahllokal und guckt in die Kamera.
Heide aus Burg "Ich habe gewählt, damit die Richtigen gewinnen. Je mehr Leute wählen, desto besser." Bildrechte: MDR/Patrick Eicke
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Hintergrund zur Wahl

Wahlkreis 66: Altmark (Landkreis Stendal, Altmarkkreis Salzwedel)
Wahlkreis 67: Börde – Jerichower Land (Landkreis Börde, Landkreis Jerichower Land)
Wahlkreis 68: Harz (Landkreis Harz, Aschersleben, Seeland)
Wahlkreis 69: Magdeburg (Kreisfreie Stadt Magdeburg, Barby, Bördeland, Calbe/Saale, Schönebeck/Elbe)
Wahlkreis 70: Dessau – Wittenberg (Kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau, Landkreis Wittenberg)
Wahlkreis 71: Anhalt (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Bernburg/Saale, Hecklingen, Könnern, Nienburg/Saale, Staßfurt, Verbandsgemeinde Egelner Mulde, Verbandsgemeinde Saale-Wipper)
Wahlkreis 72: Halle (Kreisfreie Stadt Halle/Saale, Kabelsketal, Landsberg, Petersberg)
Wahlkreis 73: Burgenland – Saalekreis (Burgenlandkreis, Bad Dürrenberg, Braunsbedra, Leuna, Schkopau)
Wahlkreis 74: Mansfeld (Landkreis Mansfeld-Südharz, Bad Lauchstädt, Merseburg, Mücheln/Geiseltal, Querfurt, Salzatal, Teutschentahl, Wettin-Löbejün, Verbandsgemeinde Weida-Land)

Die Erststimme ist für die Direktkandidaten entscheidend – pro Wahlkreis gibt es ein Direktmandat. Um diese Plätze bewerben sich insgesamt 78 Politiker. Bei der vergangenen Bundestagswahl gingen in Sachsen-Anhalt alle Direktmandate an die CDU.

Mehr Parteien als 2013

Bei der Zweitstimme gibt es in Sachsen-Anhalt 14 Parteien zur Auswahl. Das sind zwei mehr, als im Jahr 2013 zugelassen wurden. Auf dem Wahlzettel stehen:

  • Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
  • Die Linke
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Alternative für Deutschland (AfD)
  • Bündnis 90/Die Grünen
  • Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
  • Freie Wähler
  • Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
  • Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz)
  • Bündnis Grundeinkommen – Die Grundeinkommenspartei (BGE)
  • Demokratie in Bewegung (DiB)
  • Magdeburger Gartenpartei (MG)
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei)

Die Parteien haben Landeslisten aufgestellt. Darauf stehen Politiker in einer Rangfolge. Je mehr Zweitstimmen eine Partei bekommt, desto mehr Listenpolitiker ziehen in den Bundestag ein.

Insgesamt waren 2013 19 Politiker aus Sachsen-Anhalt in den Bundestag eingezogen – acht Frauen und elf Männer.

Viele Briefwähler, viele Nichtwähler

Tausende Menschen in Sachsen-Anhalt hatten vorab bereits per Briefwahl gewählt. Mitte der vergangenen Woche lagen beispielsweise in Magdeburg schon mehr als 30.000 Anträge vor. Wie die Stadt mitteilte, war das Interesse bei keiner anderen Wahl zu einem vergleichbaren Zeitpunkt ähnlich hoch gewesen. Auch in Dessau-Roßlau ist das Interesse gestiegen.

Aber: Bei der Wahlbeteiligung sah es in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren nicht gut aus. Seit 1994 ist Sachsen-Anhalt durchgehend das deutschlandweite Schlusslicht. Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung bei gut 62 Prozent. Die niedrigste Wahlbeteiligung im ganzen Bundesgebiet gab es im Wahlkreis Harz. Sie lag 2013 bei rund 59 Prozent.

Mehr zum Thema

Bundestags-Wahlkreis Überblick
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24.09.2017 | 07:00 Uhr
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 24.09.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/düs,ff,mp,ru

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2017, 08:44 Uhr

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34 Kommentare

29.09.2017 07:31 Earth Spirit 34

@ Mediator: Ich lese Ihre Beiträge gerne, aber den ewig gestrigen, ängstlichen Pessimisten, die überzeugt die AfD wählen mit Realismus zu kommen ist leider vergebene Lebensmüh. Die AfD hat es geschafft, den Menschen, die sich lieber RTL anschauen und ihr Weltbild durch die BILD Zeitung zusammensetzen in einer Zahl zusammenzufassen. Sie holt diesen Wahnsinn ans Tageslicht und macht ihn sichtbar. Dafür sollten wir dankbar sein und damit lässt sich arbeiten.... dass sich ca. 15% der Bevölkerung auf diese Weise manipulieren lassen, war mir vor der Wahl bereits klar. Diese Angst vor dem Fremden muß man hierzulande erst Mal entwickeln können - Hut ab !

27.09.2017 13:58 Mediator an Theophanu (30) 33

Seit wann wird das, worüber die Medien berichten von einem Wahlergebnis bestimmt?
Bei 40% NPD Wählern dürfte man dann nicht mehr über rechtsextremistische Straftaten berichten?

Ansonsten redet niemand Sexualstraftaten schön. Was jedoch geschieht ist, dass Sexualstraftaten instrumentalisiert werden um rassistische und rechtsradikale Aussagen zu begründen.

Wie unsauber hier diskutiert wird, das zeigen die Veröffentlichungen in Bayern. Angeblich sei dort die Zahl der Vergewaltigungen um 50% zum Vorjahr gestiegen.
Das Ende vom Lied war, dass man Vergewaltigung und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (an den Arsch grapschen) gleichgesetzt hat. Gleichzeitig hat man Äpfel mit Birnen verglichen, weil in dieser Deliktsgruppe seit einer Gesetzesverschärfung neue Delikte erstmalig auftauchten.

Übrig blieben 3 Vergewaltigungen mehr im Halbjahr oder magere 4,4% aufs Jahr gesehen. Das nenne ich bei 13 Mio Menschen eine statistische Schwankung aber keine massive Veränderung

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels.

27.09.2017 10:22 jochen 32

Du glaubst wohl, mit dem üblen Unwort "Rassismus" Recht zu bekommen ? Sonst keine besseren Argumente ?
Das ist ein bekanntes übles Totschlagwort, um andersdenkende zum Schweigen zu bringen.
Von mir bekommst Du damit kein Recht.

27.09.2017 10:17 jochen 31

Ja - Das Wahlverhalten ändert sich.

So etwas passiert , wenn die Regierungspartei gegen Recht und Gesetz verstößt.
Den Willen des Souveräns einfach ignoriert.
Aber Frau Merkel meint nach der Wahl immer noch "sie habe alles richtig gemacht" !

26.09.2017 19:12 Theophanu 30

Die Wahlergebnisse zeigen 57,7% Stimmen für Parteien Mitte bis rechts (AfD,CDU,FDP), nur 36,7% für die Parteien links von der Mitte (SPD,Gtrüne, Linke). Das sollte sich auch in den Medienberichten niederschlagen.
Die Versuche hier im Forum, die Zahlen von Sexualstraftaten von Migranten zu schönen, machen mich wütend. Die Beschöniger möchte ich fragen, lasst ihr derzeit eure Frau/Tochter abends allein zum Bahnhof gehen oder nicht?

26.09.2017 17:42 Schilling 29

An Janine

Es gibt immer Menschen die sagen,,Der andere ist Schuld" es macht keinen Sinn sich darüber Aufzuregen.
Ja leider sind Frauenhäuser notwendig,leider.

26.09.2017 10:24 Janine 28

@M(24):
Du verbreitest hier in meinen Augen Rassismus in Reinform! Die AfD wird also gewählt, weil wir Frauen panische Angst vor Vergewaltigung durch Flüchtlinge haben? Das ist rassistischer Bullshit!
Schau dir mal die Zahlen an, wer hier in unserem Land vergewaltigt und wer aus welchem Grund in Frauenhäuser geflohen ist. Diese Institutionen gibt es schon ein wenig länger wegen gewalttätiger und übergriffiger deutscher Männer. Man kann sich seinen Rechtsradikalismus und Rassismus auch schönreden. Wenn sie die AfD gewählt haben, weil die so schön gegen Ausländer hetzten, dann stehen sie wenigstens auch dazu.

26.09.2017 09:22 Mediator an M.(24) 27

Wenn das Thema nicht so traurig wäre, dann würde ich herzlich über sie und ihre Frauen lachen, die sich angeblich nicht mehr aus dem Haus trauen weil sie panische Angst vor Vergewaltigung haben! Gegen Dummheit ist halt leider kein Kraut gewachsen und statistisch gesehen wird man wohl eher vom Vater, Chef, Freund, Sporttrainer, Kollegen oder Kumpel der besten Freundin vergewaltigt, als von einem Flüchtling. Der schwarze Mann, der bei Dunkelheit im Busch lauert wird zwar gerne bemüht, kommt aber kaum vor in der Realität.

Der MDR benennt die Zahlen der Kriminalstatistik für 2015 und 2016:
Im gesamten Jahr 2015 gab es in ST 1439 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Im Jahr 2016 waren dies 1480 Fälle. Was für ein HORRORANSTIEG! Von den 1439 Straftaten in 2015 wurden übrigens nur 42 durch Flüchtlinge begangen.

PS: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind nicht mit Vergewaltigungen gleichzusetzen. Also wie wäre es mit etwas mehr Realismus?

25.09.2017 17:21 Schilling 26

Werte polit Amateure der AfD,ja vor 4 Jahren hab ich euch auch gewählt.Da wart ihr noch eine bürgerliche Alternative zur CDU,jetzt nicht mehr.
Leider trat die sogenannte Professoren Partei,die Partei der ehemaligen CDU,FDP Mitglieder nicht an.In Ihren Reihen war auch Peter Drewes,Träger des Bundesverdienstkreuzes.Ist leider vor kurzem,in der Schweiz mit dem Flugzeug verunglückt.
Und noch etwas:Nur wer Regiert kann auch verändern".

25.09.2017 14:05 hallunke0815 25

Hallo MDR,

was soll das?????

ANMERKUNG MDR SACHSEN-ANHALT:

Bitte konkretisieren Sie ihren Vorwurf. Wir können mit "was soll das" nicht so viel anfangen. Vielen Dank!