Magdeburg : Römischer Kaiser stimmt auf neue Landesschau ein
Sachsen-Anhalts neue Landesausstellung gibt bereits vor Ausstellungseröffnung ein bedeutendes Exponat preis: Am Dienstag wurde im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg bereits eine restaurierte Kaiserstatue aus dem Berliner Pergamonmuseum enthüllt.
Die monumentale Sitzstatue ist eines der Hauptexponate der in vier Wochen beginnenden Ausstellung "Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter". Museumsdirektor Matthias Puhle sprach bei ihrer Enthüllung von einem "ersten Höhepunkt vor der Schau" und einer Sensation, dass sie in Magdeburg gezeigt werden könne. Die Statue sei für die Ausstellung umfassend restauriert worden. Wie der Direktor der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, Andreas Scholl, mitteilte, haben drei Restauratoren fast fünf Monate lang daran gearbeitet. Die Kosten beliefen sich auf rund 50.000 Euro.
Die zwei Meter hohe, 2,5 Tonnen schwere und rund 2.000 Jahre alte Marmorstatue zeigt vermutlich den römischen Kaiser Claudius, dem später der Kopf des Kaisers Trajan aufgesetzt wurde. König Friedrich Wilhelm II. von Preußen hatte sie 1790 in Rom erworben.
Mehr als 250 Exponate in neuer Otto-Ausstellung
Die neue Landesschau wird aus Anlass des 1.100. Geburtstages von Otto I. ab dem 27. August in Magdeburg gezeigt. Bis Dezember sollen Verbindungen zwischen der Kaiserzeit in Rom und dem Mittelalter in Europa präsentiert werden. Mehr als 250 Exponate aus internationalen Museen, Schatzkammern, Bibliotheken und Archiven werden zu sehen sein. Ergänzt wird die Schau durch weitere Jubiläumsausstellungen in den Korrespondenzorten Gernrode, Halberstadt, Memleben, Merseburg, Quedlinburg, Tilleda und Wallhausen.
