Sachsen-Anhalt

Fruchtsafthersteller produziert wieder : Mehrere Investoren an Libehna interessiert

Für das insolvente Fruchtsaftunternehmen Libehna gibt es Kaufinteressenten. Das bestätigte Lothar Schwarz, der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Nikolaus Schmidt. Er sagte: "Es gibt mehrere vertrauliche Gespräche." Das Familienunternehmen aus Raguhn im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatte Ende Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Ende August soll voraussichtlich das Insolvenzverfahren eröffnet werden.

Produktion läuft wieder

Eine junge Frau trinkt ein Glas Kirschsaft.
Der Handel führt wieder Libehna-Fruchtsäfte.

Wegen stark gestiegener Rohstoffkosten konnte Libehna nach eigenen Angaben vor der Insolvenz nicht mehr kostendeckend arbeiten. Dem Zeitungsbericht zufolge ist die Produktion bei dem Traditionsunternehmen jetzt nach kurzer Unterbrechung wieder angelaufen. Schmidt sagte: "Uns ist es gelungen, fast alle ehemaligen Kunden zurückzugewinnen, darunter auch Handelsketten." Damit seien die 45 Arbeitsplätze im Unternehmen gesichert.

Die Libehna Fruchtsaft GmbH ist eine traditionsreiche Marke und vor allem in Ostdeutschland bekannt. Die Firma ist nach eigenen Angaben seit 1876 in Raguhn ansässig. Zum Sortiment gehören neben Fruchtsäften und Fruchtnektaren auch Spirituosen und Essenzen. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz auf 7,1 Millionen Euro, so Lothar Schwarz. Im Bereich der Fruchtsirupe besitze Libehna einen Marktanteil von 50 Prozent.

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2012, 11:28 Uhr

5. Ein Wolfner:
Gruß zurück F.Rödiger Was soll denn deiner Meinung nach die Belegschaft (Normaler Arbeiter) machen, wenn er erfährt, das es "Abwärts" geht. Abwärts soll heissen, es ist angeblich kein Geld mehr da. Am Produkt selber kann es eigentlich nicht liegen, die Säfte sind Spitze, da stimmen mir bestimmt alle zu, die diese verwerten. Auf Lohn verzichten, kann glaub ich, sich keiner leisten, denn bei Libehna wird nicht besonders gut bezahlt, somit haben die wenigsten einen Puffer, um da zu helfen. Aber;!!! Die Betriebsführung hätte schon eher reagieren müssen, nicht erst jetzt wo es zu spät sein kann. Ich hoff für die Libehnaer, dass es weiter geht und nicht bloß einer kommt, aufkauft und zumacht.
15.08.2012
17:55 Uhr
4. F.Rödiger:
@Wolfner: Mitnichten, dann hätte ich doch die Insolvenz begrüsst ! ! ! Mir geht es dabei genauso um die Erhaltung der Arbeitsplätze. Wenn es nicht so rüber gekommen sein sollte, dann tut es mir leid. Vielleich macht es ja keine Mühe, den Usern dann zu erklären, warum die Belegschaft nichts unternommen hat, um diese Misere zu verhindern oder habe ich da schon wieder etwas überlesen? ? ?
15.08.2012
13:10 Uhr
3. Ein Wolfner:
@ F.Rödiger; Sag mal wo kommst du den her? Bestimmt aus dem Westen, mir platzt gleich die Galle. Wenn du nicht "Bescheid" weist, warum Libehna in Insolvenz gegangen ist, sei ruhig. Warum soll auf Lohn verzichtet werden ? Jeder Arbeiter hat genauso seine Kosten Monat für Monat zu decken. Und runter gehen vom Preis ist auch nicht so einfach, schließlich müssen Grundkosten gedeckt werden Der Fall "Schlecker" ist Hausgemacht. Genauso wie die gesamte Solarbranche. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich hoff für alle Libehnaer das es weiter geht, die haben sehr gute Produkte.
14.08.2012
18:12 Uhr
2. leipzscher:
@ F.Rödiger 50% ANteil gibt es nur beim Sirup! Da hilft es sicher nicht, den Preis zu senken und dadurch "mehr" zu verkaufen... Wirklich wichtig ist der Saft-Markt - der ist hart umkämpft. Was mich aber wundert: dort sind die Preise oft höher (weil die Leute lieber Hohes D oder Velansina oder Dr. Uetker kaufen - und die Mehrkosten für die "Marke" mitzahlen...) Ich hoffe, dass Libehna seine Fruchtsäfte weiter verkaufen kann - für einen guten lokalen Apfelsaft bezahle ich gerne eine fairen Preis. Bio z.B. ca. 1,5 Euro pro Liter. Sollen sie sich halt auf das Hauptgeschäft konzentrieren: lokal erhältliche Obstsorten versaften.
14.08.2012
17:11 Uhr
1. F.Rödiger:
Anstatt mit den Verkaufspreisen runter zu gehen, bei einem Marktanteil von 50 Prozent wohl gemerkt, zieht die Geschäftsleitung eine Insolvenz vor. Eine weitere Maßnahme wär vielleicht auch der Abbbau eines oder meherer Arbeitsplätze bzw. zeitweiser Verzicht auf den vollen Anteil des Lohnes. Manchmal wird es den Unternehmen zu leicht gemacht einfach mal schnell in die Insolvenz zu gehen, bestes Beispiel dafür dürfte die Firma "Schlecker" sein.
14.08.2012
11:05 Uhr

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