Fruchtsafthersteller produziert wieder : Mehrere Investoren an Libehna interessiert
Für das insolvente Fruchtsaftunternehmen Libehna gibt es Kaufinteressenten. Das bestätigte Lothar Schwarz, der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Nikolaus Schmidt. Er sagte: "Es gibt mehrere vertrauliche Gespräche." Das Familienunternehmen aus Raguhn im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatte Ende Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Ende August soll voraussichtlich das Insolvenzverfahren eröffnet werden.
Produktion läuft wieder
Wegen stark gestiegener Rohstoffkosten konnte Libehna nach eigenen Angaben vor der Insolvenz nicht mehr kostendeckend arbeiten. Dem Zeitungsbericht zufolge ist die Produktion bei dem Traditionsunternehmen jetzt nach kurzer Unterbrechung wieder angelaufen. Schmidt sagte: "Uns ist es gelungen, fast alle ehemaligen Kunden zurückzugewinnen, darunter auch Handelsketten." Damit seien die 45 Arbeitsplätze im Unternehmen gesichert.
Die Libehna Fruchtsaft GmbH ist eine traditionsreiche Marke und vor allem in Ostdeutschland bekannt. Die Firma ist nach eigenen Angaben seit 1876 in Raguhn ansässig. Zum Sortiment gehören neben Fruchtsäften und Fruchtnektaren auch Spirituosen und Essenzen. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz auf 7,1 Millionen Euro, so Lothar Schwarz. Im Bereich der Fruchtsirupe besitze Libehna einen Marktanteil von 50 Prozent.
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