Die Hängeseilbrücke im Harz voller Leute.
Viele Touristen aus ganz Deutschland sind durch die Hängeseilbrücke auf den Harz als Reiseziel aufmerksam geworden. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla

Attraktion Hängeseilbrücke Der Tourismus im Harz profitiert

Viele Tausend Besucher hat die Brücke an der Rappbode-Talsperre seit ihrer Eröffnung angezogen. Das hat auch für andere Tourismus-Angebote im Harz positive Folgen, etwa auf die Rübeländer Tropfsteinhöhlen.

Die Hängeseilbrücke im Harz voller Leute.
Viele Touristen aus ganz Deutschland sind durch die Hängeseilbrücke auf den Harz als Reiseziel aufmerksam geworden. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla

Noch immer sind die Parkplätze an der Talsperre so voll, dass es einige Nerven kostet, das eigene Auto abzustellen – so groß ist der Andrang an der Hängeseilbrücke. Im Mai wurde sie eröffnet.

Die Betreiberfirma Harzdrenalin zieht nach einem Vierteljahr eine erste Bilanz: "Wir sind positiv überrascht und haben mit den Besucherzahlen so nicht gerechnet", sagt Geschäftsführer Mike Berke. Genaue Zahlen will er nicht nennen, ist aber zufrieden darüber, dass offenbar bereits Tausende über die neue Brücke an der Rappbode-Talsperre gegangen sind. Die Firma arbeite etwa mit Tourismusbetrieben aus dem Westharz zusammen, die ebenfalls vom Erfolg der Brücke profitierten.

Auswirkungen auf den gesamten Harz

Doch auch andere Tourismusangebote in der Region spüren die starke Anziehung der Brücke auf die Besucher. Es ist nicht so, dass etwa die Rübeläner Tropfsteinhöhlen nun weniger Besucher verzeichnen, weil diese eher zur Brücke fahren.

Touristen besuchen in Rübeland (Gemeinde Elbingerode / Sachsen-Anhalt) die Baumanns-Höhle, Teil der Rübeländer Tropfsteinhöhlen
Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen und die Seilbrücke konkurrieren nicht direkt: Beide Angebote ergänzten einander, teilt der Tourismusbetrieb Oberharz mit. Bildrechte: dpa

Stattdessen besuchten ebenso viele  Urlauber die Höhlen wie im Vorjahr, erklärt Thomas Schult vom Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken. "Wir wünschen uns, dass das Angebot von Harzdrenalin auf andere Einrichtungen, unter anderem die Rübeländer Tropfsteinhöhlen ausstrahlt", meint er – und verweist außerdem darauf, dass alle Brückenbesucher auch Essen und Trinken wollen. Somit profitierten auch die Gastronomie und andere Erlebniseinrichtungen von der Seilbrücke.

Auch in Wernigerode werden nun mehr Anfragen von interessierten Urlaubern gestellt. Tourismuschefin Erdmute Clemens glaubt, die Brücke locke jüngere und aktivere Besucher in den Harz. Sie möchte erreichen, dass die Besucher ihre Urlaube verlängern und so den Tourismus in der Region stärken. Die Hängebrücke sei dazu ein wichtiger Baustein.

Die Hängebrücke sorgt dafür, dass sich noch mehr Leute für den Harz interessieren.

Erdmute Clemens, Tourismuschefin Wernigerode

Tatsächlich sind einige Besucher, die MDR SACHSEN-ANHALT an der Brücke getroffen hat, von weit her gekommen: München, Dresden, Berlin. Zum Teil sind die Touristen erst durch Medienberichte über die Brücke auf den Harz als Reiseziel aufmerksam geworden.

Verbesserungen an der Brücke geplant

Derweil haben die Betreiber der Brücke ein paar Schwachstellen in ihrem Konzept erkannt. Geschäftsführer Mike Berke spricht von einigen Kleinigkeiten, die ausgebessert werden müssten. Dies beträfe etwa Informationssysteme, die die aktuelle Wartezeit vor der Brücke oder die Wetterentwicklung anzeigen sollen. An der Schaffung weiterer Parkplätze werde bereits gearbeitet. Die wichtigste geplante Neuerung: "Ein Ticketautomat auf der Gegenseite – damit man sich auch ein Ticket holen kann, wenn man als Wanderer von der Südseite kommt."

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Seilbahn
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12.08.2017 | 12:00 Uhr

Quelle: MDR/rj

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2017, 12:53 Uhr

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4 Kommentare

14.08.2017 03:06 Holger Fraustein 4

Ein Beitrag, der leider nicht die gesamte Situation realistisch und wahrheitsgemäß darstellt. Der ideen und planlose "Tourismuschef" der gesamten Tourismusregion Oberharz am Brocken, Herr Thomas Schult hat es bis heute nicht verstanden beispielsweise für die Rübeländer Tropfsteinhöhlen oder auch andere sehenswerte Einrichtungen der Stadt an diesem echten touristischen Highlight -der Titan-RT -, wo täglich tausende Besucher kommen, zu werben oder wenigstens auf andere Attraktionen der gesamten Tourismusregion Oberharz am Brocken zumindest einmal hinzuweisen. Nicht einmal ein paar Flyer beispielsweise für die Hermannshöhle oder Baumannshöhle liegen dort aus. Einfach nur traurig, traurig, wenn man(n) sich dann über gleichbleibende Gästezahlen in den weltbekannten Rübeländer Tropfsteinhöhlen auch noch freut ....
:-(

13.08.2017 11:22 Dtw 3

Leider, optinator, haben Schierke und die Stadt Oberharz am Brocken nix miteinander zu tun. Auch und vor allem finanziell.
Erstere stinkreich, zweite hoch verschuldet...

12.08.2017 15:38 Fragender Rentner 2

Ist diese Hängeseilbrücke überhaupt für so viele Menschen auf einmal ausgelegt?

Bei anderen Brücken gibt es schon Schäden, wo die Ankerseile befestiigt sind.

12.08.2017 15:12 optinator 1

Auch din Stadt Oberharz am Brocken profitiert davon durch die vielen Knöchel der Falschparker.
Herr Gaffert freut es, die Arena in Schierke wird somit weiter finanziert.
Gruß allen Wählern am 24.09.
Es kann nur EINE geben.