Drei Männer stehen im Gülleschlamm einer explodierten Biogasanlage.
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Umweltexperten prüfen Folgen Biogastank in Bösdorf geplatzt

Drei Männer stehen im Gülleschlamm einer explodierten Biogasanlage.
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Nach der Havarie eines Biogastanks in Bösdorf im Landkreis Börde prüfen Mitarbeiter des Umweltamtes der Stadt Oebisfelde-Weferlingen die Situation auf mögliche Umweltschäden. Dabei werde auch untersucht, ob Schadstoffe ins Grundwasser gelangt seien, sagte ein Sprecher der Polizei in Haldensleben.

Nach Angaben von Stiev Reppin von der örtlichen Feuerwehr platzte der Tank der Anlage mit einem Fassungsvermögen von etwa 1.500 Kubikmetern (1,5 Millionen Liter) am Neujahrsmorgen. Gegen 11 Uhr sei die die Feuerwehr gerufen worden.

"Als ob eine Lawine abgerutscht ist"

Teile des Geländes eines Milchviehbtriebes, eine Straße und eine angrenzende Wiese wurden von der stinkenden Mischung aus Kuhmist und Pflanzenresten überflutet. Zäune und weitere technische Anlagen wurden zerstört. Auch die angrenzenden Milchviehställe wurden von der Schlammlawine getroffen. Die Tiere blieben aber unverletzt.

Augenzeugen berichteten, es habe sich angehört, als ob eine Lawine abgerutscht sei. Wenn jemand in der Nähe gewesen sei, wäre er von der Welle erfasst und weggespült worden, sagte Reppin. Glücklicherweise sei bei dem Unfall aber niemand verletzt worden.

Weshalb der Behälter platzte, ist noch unklar. Die Untersuchungsergebnisse der Umweltexperten müssen noch abgewartet werden. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf über 200.000 Euro.

In der Biogasanlage werden Kuhmist und Pflanzenreste vermischt. Das bei der Gärung entstehende Biogas wird für die Energieerzeugung genutzt.

Zuletzt aktualisiert: 02. Januar 2016, 13:04 Uhr

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11 Kommentare

06.01.2016 14:32 Kleppi 11

1.Der Behälter ist zerbrochen (eventuell ein Problem mit der Statik) und nicht detoniert (offenes Endlager) 2. Des Produkt nennt sich Substrat und nicht Fülle 3. Ihr zerstört mit solchen Berichten den Ruf von Biogasanlagen, obwohl dieser Behälter nicht mehr viel mit einem Gärbegälter gemeinsam hat!

03.01.2016 18:08 Knape 10

Ich möchte es mal richtig stellen, dieses Unglück hat nichts mit der biogasanlage am Hut. Die Anlage läuft nach wie vor. Ich finde es nur schade das solche Aussagen gemacht werden. Wenn man nicht weiß was passiert ist , sollte man die klappe halten. Danke

03.01.2016 16:05 magdeburg 1965 9

Mir tun hier nur wieder die Betroffenen leid, die mit der Sache nichts zu tun haben und nun auf der ganzen "Scheiße" sitzen bleiben. Versicherungen die nicht zahlen, Gerichtsverhandlungen die sich über Jahr hinziehen, jede menge Gutachter die sich eine goldene Nase verdienen aber zu keinem Ergebniss kommen. Wichtigtuer die alles besser wissen aber keine Ahnung haben. Viel Glück den Betroffenen.

03.01.2016 12:59 ein Bösdorfer 8

Zitat Adam Bürger: „Als langjähriger Sachverständiger für Biogas muss ich feststellen, dass hier wieder persönliche Nachlässigkeit des Betreibers und höchst schlammige Ausführung der Behälterbaufirma als Schadensursache zu nennen sind.“ Es ist eine Frechheit von Ihnen, den Betreiber Nachlässigkeit zu unterstellen, die Behälterbaufirma als schlampig hinzustellen obwohl Sie nicht vor Ort waren um Ihre Aussagen zu beweisen. Ein Kollege von Ihnen hat den Behälter fristgerecht und nachweislich geprüft und nun die Frage, wer hat hier schlampig gearbeitet...

03.01.2016 11:13 Stephan Roland 7

@Janos Lik Die überstudierten Vollpfosten im Umweltamt sind unter anderem auch dafür verantwortlich,dass keine Giftstoffe in Ihrem Trinkwasser landen,ob diese nun natürlichen oder synthetischen Ursprungs sind.

03.01.2016 08:59 Janos Lik 6

Viele Leute sind heut zu Tage schon so verblödet ,dass sie Mist und Pflanzenreste für "gefährliche Giftstoffe" und Pferdekake am Straßenrand für ein Umweltskandal halten ! Leider besteht bei dem Umweltämtern fast das gesamte Personal von überstudierten Vollpfosten . Die bemerkung mit den Monokulturen ist leider war , hat aber weniger mit Unvernunft der Bauern , sondern mit dem falschen Subwentionirungs Politik der EU zu tun !!

02.01.2016 23:45 nilux 5

@waldgeist007 Adam Bürger hatte wenigstens keine "schlammige", sondern eine fachliche Erklärung. Und eine öffentliche Adresse. Im Gegensatz zu Ihnen. @ Otto Kar: Welche Energieerzeugung wurde/wird in Deutschland denn nicht subventioniert?

02.01.2016 20:11 Otto Kar 4

An die Adresse von Herrn Adam Bürger: Das hat wohl weniger mit "Biogas-Kritikern" zu tun, sondern ganz allgemein mit der Dummheit, die damit betrieben wird. Eine Energieerzeugung auf diese Weise ist einfach nur dumm, weil sie ohne Subventionierung nicht funktioniert. Darüber hinaus werden wertvolle Ackerflächen über Jahre mit Monokulturen (Mais) bewirtschaftet, was der Erosion enormen Vorschub leistet. Also - weg mit allen diesen Dingern bzw. keinerlei Subventionen und die Betreiber machen von selbst Schluß mit diesem Blödsinn.

02.01.2016 19:19 Agrarier 3

Es ist nur ganz normale Gülle. Also nur organische Masse, kein Erdöl oder Atombrennstäbe. Also Bitte noch übertreiben.

02.01.2016 18:40 waldgeist007 2

@1: ...höchst SCHLAMMIGE ausführung... soosoo :-) soviel zum thema werbung in eigener sache *lach* manchmal ist weniger eben meeeeeer! ;-)