Magdeburg Unmut bei Kleingärtnern über Kleingartenkonzept

In Magdeburg haben rund 80 Kleingärtner vor dem Verbandsgebäude der Gartenfreunde in Magdeburg demonstriert. Während bei der letzten Demo im August noch rund 400 Kleingärtner kamen, waren es Dienstagabend nur rund 80. Ein Knackpunkt ist weiterhin das Kleingartenkonzept der Stadt. Darin stehen Vorschläge, wie und wo bis zu 4.000 Kleingärten wegfallen könnten.

Gärtner wollen Parzellen behalten

Kleingärtner in Magdeburg bei einer Demo.
Die Gartenfreunde prangern ihren Verband an. Bildrechte: MDR/Natalie Helka

Die Kleingärtner wollen ihre Gärten behalten und fordern vor allem, dass voll belegte Anlagen nicht zu Bauland werden und dass sich der Verband dafür einsetzt. Eine zugesagte, schriftliche Stellungnahme des Verbandes dazu fehlt den Angaben zufolge bis heute. Vom Verband hieß es zuletzt, er warte immer noch auf Unterlagen einiger Vereine zur Leerstandssituation.

Neben dem Kleingartenkonzept ging es beim Protestzug aber auch um die finanzielle Situation des Verbandes. Viele Kleingärtner haben das Gefühl, dass hier nicht mit offenen Karten gespielt wird. Außerdem fordern die Kleingärtner, dass der abberufene Schatzmeister Hans-Otto Schlehf, der die angebliche finanzielle Schieflage öffentlich gemacht hat, wieder ins Amt kommt. Gegen seine Abberufung hatte er Widerspruch eingelegt. Dieser wurde aber zurückgewiesen. Zu den Vorwürfen wollte sich der Verbandsvorstand zunächst nicht äußern.

Kleingärtner in Magdeburg bei einer Demo.
Die Demonstranten wollten sich auch dafür einsetzen, dass der abberufene Schatzmeister wieder ins Amt kommt. Bildrechte: MDR/Natalie Helka

Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2016, 16:48 Uhr

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3 Kommentare

03.02.2016 21:57 DvD 3

Die Stadt muß wachsen, um jeden Preis. Wer weiß welche Herrschaften sich dort ein Residenz bauen wollen. Da muß der Kleine Mann weichen, oder er wird Zwangs Enteignet. Das ist gelebte Demokratie.

03.02.2016 12:43 Aber, was nun? 2

Habt ihr nicht die GRÜNEN gewählt? Die wussten doch was kommt. Wer hat euch hinters Licht geführt?

03.02.2016 08:07 bischoff katrin 1

Wir haben unseren Garten vor 6jahren aufgeben müssen durch Bauland.den Garten haben wir abgekauft vom gartenvorbesi tzer.zwei Wochen bevor wir die Kündigung erhielten haben wir Zaun u neue Gehwege noch gepflastert u der Garten vorstand ist an unseren Garten vorbei gelaufen mit den Worten:solche sauberen Gärten und Gartenbesitzer.macht ihr aber fein.am Ende sollten wir fluchtartig die Anlage verlassen.wir hatten keine Unterstützung.Garten wurde getaxt.keine Entschädigung nichts.und man hat gewusst das das eines Tages so kommt.die Gärten hätten nicht weiter verpachtet werden dürfen.man hat so getan als Stimme das nicht was der Buschfunk sagt.die Leute haben keine Chance.Das ist alles im voraus in Sack u Tüten.wir waren neun Kleingärtner.man hat uns behandelt wie gartennormaden.viele Erinnerungen hingen daran.mein verstorbener vati saß gern auf Terrasse.das Bild muss man alles zurücklassen.