Region Magdeburg

Bombenentschärfung : Fliegerbombe in Magdeburg entschärft

Entwarnung in Magdeburg - die Fünf-Zentner-Fliegerbombe am Magdeburger Damaschkeplatz ist erfolgreich entschärft worden. Zuvor musste das Stadtzentrum rund um den Hauptbahnhof in einem Umkreis von 800 Metern evakuiert werden. Rund 17.000 Magdeburger warteten außerhalb des Sperrgebietes auf die Entschärfung.

Entschärfte Fliegerbombe

Die Fünf-Zentner-Fliegerbombe am Magdeburger Damaschkeplatz ist erfolgreich entschärft worden. Die Polizei teilte am Donnerstagabend mit, dass es Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in einer knappen Stunde gelang, beide Zünder zu entfernen und den Sprengsatz damit unschädlich zu machen. Alle Sicherheitsmaßnahmen seien ab sofort aufgehoben, sagte ein Polizeisprecher. Die Anwohner könnten wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Sprengexperten Torsten Kresse und Olaf Machnik
Die Spreng-Experten Torsten Kresse und Olaf Machnik

Vor der Entschärfung hatte es eine der größten Evakuierungsaktionen der Stadtgeschichte gegeben. Auf Anweisung der Behörden wurde das Gebiet rund um den Hauptbahnhof komplett geräumt. Rund 17.000 Menschen mussten ihre Wohnungen im Stadtzentrum verlassen.

Der Einsatzleiter der Polizei, Holger Herrmann, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es habe trotz der Herausforderung keine größeren Probleme gegeben. Er sprach von einer ruhigen und koordinierten Evakuierung. Die Menschen in Magdeburg hätten sich hervorragend darauf eingestellt. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte, die Stadt sei auf solche Situationen mittlerweile gut vorbereitet. Es habe mit Polizei und Ordnungsamt alles gut geklappt.

Auch auf eventuell auftretende Probleme hatte sich die Landeshauptstadt vorbereitet. Hätte die Fünf-Zentner-Bombe am Fundort nicht entschärft werden können, wäre sie gesprengt worden, da sie nicht transportfähig war. Dazu wäre sie mit Material umhüllt worden, das den etwaigen Druck abschwächen kann. Der große Sicherheitsradius von 800 Metern um die Fundstelle war vom Kampfmittelbeseitigungsdienst angeordnet worden, weil Bombensplitter so weit fliegen können.

Komplette Evakuierung

Ein Polizist klingelt an der Tür eines Hauses in Magdeburg.
Ein Polizist klingelt an der Tür eines Hauses in Magdeburg.

Bereits am Vormittag waren Patienten der Universitäts-Frauenklinik und Bewohner dreier Altenheime in Sicherheit gebracht worden. Am Nachmittag fuhren Beamte mit Lautsprecherwagen durch die Straßen und riefen zum Verlassen des Evakuierungsgebietes auf.

Hunderte Polizisten kontrollierten, ob sich tatsächlich alle betroffenen Menschen an die Anordnung hielten. Sie klingelten und klopften an den Häusern und sprachen Passanten an. Die Geschäfte innerhalb der Gefahrenzone schlossen, auch ein großes Einkaufszentrum und ein Kino machten dicht.

Bombenentschärfung: Not-Unterkunft für Senioren in der Albert-Vater-Straße.
Ausweichquartier für Anwohner im gesperrten Umkreis

Für den Zeitraum der Evakuierung stand den betroffenen Anwohnern die Hermann-Gieseler-Halle im Stadtteil Stadtfeld Ost als Ausweichquartier zur Verfügung.

Die Maßnahme hatte auch erhebliche Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe änderten den Fahrplan. Der Zentrale Omnibus-Bahnhof wurde gesperrt. Auch die Deutsche Bahn riegelte den Magdeburger Hauptbahnhof ab.

Bombe bei Bauarbeiten für Citytunnel gefunden

Die amerikanische Fliegerbombe war am Mittwoch bei Bauarbeiten für den Magdeburger Citytunnel gefunden worden. Die Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg lag in rund zwei Metern Tiefe. Der Fundort liegt auf der Grünfläche zwischen dem Damaschkeplatz, dem Zentralen Omnibus-Bahnhof und dem Magdeburger Ring. Es ist nicht der erste Fund dieser Art. Magdeburg war im Zweiten Weltkrieg mehrfach schwer bombardiert worden. Neben dem Zentrum war vor allem der Industriestadtteil Rothensee zerstört worden. Erst vor rund drei Jahren wurde dort eine Fünf-Zentner-Bombe unschädlich gemacht.

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2013, 00:59 Uhr

23. Steuerzahler:
Die Kosten der Entschärfung direkt in das Magdeburger Rathaus schicken. Denn dort wurde die prima Steuerverschwendung Tunnelbau beschlossen.Aber mit den fremdem Geldern der deutschen Untertanen lassen sich hervorragend sinnlose Projekte finanzieren. Die kann man dann ja sicher bei Schulen, Kindergärten und Kultur wieder einsparen. Ein toller Dank deswegen nur an die tollen Helfer an der Basis.
25.10.2013
14:23 Uhr
22. mattotaupa:
@ #11: warum? was kann das 5.000-seelen-nest am chiemsee dafür? ;o)
25.10.2013
09:46 Uhr
21. Olympic:
Die Magdeburger waren und sind schon immer vorbildlich und beispielhaft diszipliniert für unser Land aufgestellt. Ich bin nach nunmehr 19 Jahren aus den alten Bundesländern als gebürtiger Magdeburger wieder in der Heimat zurück. Das heute organisatorische Meisterwerk ist auf den hohen Stand der Bildung, Erfahrung und Anpassung aus der Vergangenheit zu Zeiten der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik zurückzuführen. Diese Stadt war seinerzeit unter Werner Eberlein schon ein Garant für unsere gemeinsamen Tugenden.
25.10.2013
00:31 Uhr
20. Margrit Stockhaus:
Ein großes Kompliment dem 44 jährigen Torsten Kresse für seine bombastische Leistung. Ihm gehört eine besondere Ehrung! Margrit Stockhaus
24.10.2013
22:46 Uhr
19. Jason:
@Sebastian Mit solchen total unqualifizierten Aussagen vorsichtig sein. Vielleicht nochmal in die Geschichtsbücher Schauen wie der Krieg verlaufen ist und welche Rolle Deutschland dort spielt.
24.10.2013
21:38 Uhr
18. R.S.:
ob der NSE???? das auch abhört die sollten alle kosten über nehmen
24.10.2013
20:28 Uhr
17. steuerzahler :
RECHNUNG GEHT AN AMERIKA
24.10.2013
19:53 Uhr
16. Marcus:
Meine Frau ist als ehrenamtliche Helferin seit heute Mittag im Einsatz. Ich bin stolz auf sie und hoffe, dass alles gut verläuft. Schatz, ich liebe Dich.
24.10.2013
19:37 Uhr
15. Michelle :
Wie hoch ist die warscheinlichkeit das die Bombe explodiert ?? Und wie lange dauert die evakuirung noch ???
24.10.2013
19:28 Uhr
14. kopfschütteln:
Die Polizei Magdeburg ist wieder mal mit so einer Aktion völlig überfordert! Da stehen auf einer Stelle 5 Beamte sich die Beine in den Bauch oder halten Schwätzchen aber sind nicht in der Lage, die Ampeln so zu regeln, damit es kein Stau gibt.
24.10.2013
18:03 Uhr

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