Tote Schwäne in Seeburg Vogelgrippe-Virus am Süßen See nachgewiesen

Am Süßen See im Kreis Mansfeld-Südharz ist das Vogelgrippe-Virus H5N8 an drei toten Schwänen nachgewiesen worden. In einem Sperrgebiet von einem Kilometer rund um Seeburg und in dem Beobachtungsgebiet muss Geflügel nun in den Ställen bleiben. 71 Geflügelhalter sind von der Anordnung betroffen. Besitzer von Hunden und Katzen müssen sicherstellen, dass ihre Tiere nicht frei umherlaufen.

In Sachsen-Anhalt ist die Vogelgrippe zurück. An allen drei toten Schwänen am Süßen See ist das hoch ansteckende Virus H5N8 nachgewiesen worden. Das teilte das Umweltministerium am frühen Freitagnachmittag mit. Geflügekhalter müssen ihre Tiere in Ställen halten. Die Stallpflicht betrifft neun Geflügelhalter mit 120 Tieren und im Beobachtungsgebiet 62 Geflügelhalter mit 1.239 Tieren.

Der Kreis Mansfeld-Südharz hatte am Freitagvormittag mitgeteilt, dass an den drei toten Schwänen ein H5-Virus nachgewiesen wurde. Die toten Tiere wurden zur Bestimmung des Virus-Subtyps in das Friedrich-Loeffler-Institut auf die Insel Riems geschickt.

Eine Sprecherin des Instituts sagte MDR SACHSEN-ANHALT, da der Zeitpunkt so früh im Jahr sehr ungewöhnlich sei, müsse untersucht werden, ob das Virus neu nach Deutschland gekommen sei. Es könne auch sein, das es das gleiche Virus sei, das Ende 2016 bis Mai 2017 in Deutschland aufgetreten war. Mit einem ersten Ergebnis könne man voraussichtlich am Montag rechnen, so die Sprecherin.

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet

Aufgrund der Funde hat das Amt für Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Mansfeld-Südharz eine Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung erlassen und einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Fundort in Seeburg festgelegt. Außerdem wurde ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern rund um den Fundort angeordnet.

Auch für Höhnstedt, einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Salzatal wurde das Beobachtungsgebiet Landkreis Saalekreis festgelegt.

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet um Seeburg

Geflügelpest-Sperrbezirk mit dem Radius von einem Kilometer am Süßen See in Seeburg
Betroffene Gebiete des Geflügelpest-Sperrbezirks mit dem Radius von einem Kilometer am Süßen See in Seeburg. Bildrechte: Landkreis Mansfeld-Südharz
Geflügelpest-Sperrbezirk mit dem Radius von einem Kilometer am Süßen See in Seeburg
Betroffene Gebiete des Geflügelpest-Sperrbezirks mit dem Radius von einem Kilometer am Süßen See in Seeburg. Bildrechte: Landkreis Mansfeld-Südharz
Geflügelpest-Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern am Süßen See in Seeburg.
Betroffene Gebiete des Geflügelpest-Beobachtungsgebiets mit dem Radius von einem Kilometer am Süßen See in Seeburg. Bildrechte: Landkreis Mansfeld-Südharz
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In dem Sperrgebiet gehaltene Vögel dürfen bis auf weiteres nicht aus dem Stall gelassen werden, vor den Ein- und Ausgängen der Ställe müssen desinfizierte Matten liegen. Federwild darf nur mit Genehmigung des Veterinäramtes gejagt werden. Besitzer von Hunden und Katzen im Sperrbezirk müssen sicherstellen, dass ihre Tiere nicht frei umherlaufen. Außerdem dürfen keine frischen Geflügelprodukte wie Fleisch und Eier, die von gehaltenen Vögeln oder Federwild aus dem Sperrbezirk stammen, verwendet oder verkauft werden. Tote Wildvögel sind dem Veterinäramt unverzüglich zu melden.

Auch im Beobachtungsgebiet gilt die Stallpflicht für Geflügel. Die Maßnahmen gelten bis auf Widerruf des Amts für Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelüberwachung.

Amtliche Bekanntmachung

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25.08.2017 | 05:30 Uhr

Quelle: MDR/mp

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2017, 14:48 Uhr

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3 Kommentare

26.08.2017 22:31 Micha 3

Ich sperre meine Tiere wegen der Vogelgrippe nicht mehr ein.Man wird deswegen, belogen, belogen und nochmals belogen.Das geht von der Insel Riems bis zu Christian Schmidt!!!

26.08.2017 12:35 guantche 2

Wenn nichts mehr hilft, hilft die Vogelgrippe pünktlich
jedes Jahr.

26.08.2017 09:07 Florian 1

Na dann kann es ja wieder los gehen. Demnächst ziehen wieder zehntausende Kraniche, verschiedene Arten Schwäne und Gänse und unzählige Singvögel, von denen einige möglicherweise einen Virus in sich tragen, über unseren Ort und ich muss meine 9 Hühner einsperren weil ich sonst die Vogelgrippe verbreiten könnte. Vielleicht nimmt ja dieses Jahr mal wer im Ministerium oder in der zuständigen Fachbehörde des Landes seinen Mut zusammen und sagt dass eine Stallpflicht die jeden kleinen privaten Hühberhalter und seine Tiere trifft, in Anbetracht der Ausbreitungswege der Krankheit, vollkommener blödsin ist. Bei großen Betrieben mag ich den Sinn des Verbraucherschutzes einsehen. Aber so nicht... in dem Sinne allen ein schönes Wochenende.