Feuerwehrleute beseitigen Bäume, die bei einem Sturm umgestürzt sind.
An einigen Orten stürzten Bäume um, etwa in Bebertal im Landkreis Börde. Bildrechte: MDR/ Matthias Strauss

Herbstwetter Sturmtief schwächt sich ab

Entwurzelte Bäume, feststeckende Touristen auf dem Brocken – das sind Folgen des Sturmtiefs "Sebastian" in Sachsen-Anhalt. Das Tief bestimmt auch weiterhin das Wetter, hat sich aber abgeschwächt. Nach dem starken Wind am Mittwoch kommt nun vor allem Regen.

Feuerwehrleute beseitigen Bäume, die bei einem Sturm umgestürzt sind.
An einigen Orten stürzten Bäume um, etwa in Bebertal im Landkreis Börde. Bildrechte: MDR/ Matthias Strauss

Es ist herbstlich geworden in Sachsen-Anhalt. Sturmtief "Sebastian" bestimmt auch weiterhin das Wetter. Das Tief hat sich nach Informationen des MDR-Wetterstudios aber abgeschwächt. Nach dem starken Wind am Mittwoch wird es am Donnerstag demnach vor allem nass. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung vor Orkanböen aufgehoben.

Dramatisch ist die Lage in Sachsen-Anhalt nach Einschätzung des MDR-Wetterstudios am Donnerstag nicht. In der Mitte und im Süden des Landes werde aber einiges an Regen herunter kommen. In der Altmark könne sich dagegen sogar die Sonne zeigen. Für Freitag erwarten die Meteorologen, dass sich die Lage weiter beruhigt.

Wind machte Touristen zu schaffen

Auch auf dem Brocken ist der Wind nicht mehr so stark wie am Mittwoch. Am Donnerstagmorgen fegte der Wind mit gut 100 km/h über den Harzgipfel. Am Vortag waren noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern gemessen worden. Einige Touristen waren von dem Herbststurm erwischt worden und hatten Probleme beim Abstieg. Besucher des Brockenhotels konnten ihre Heimreise vorerst nicht antreten. Sie wurden nach Informationen eines MDR-Reporters schließlich mit Fahrzeugen ins Tal gebracht.

Aus Harz, Börde, Altmark und Burgenlandkreis wurden umgestürzte Bäume und Strommasten gemeldet, etwa bei Treseburg, in Bebertal, Gardelegen, Waddekath und Werben. In Bernburg im Salzlandkreis wehte der Sturm einen LKW-Anhänger um. Größere Schäden sind der Polizei bislang nicht bekannt.

Tote in anderen Teilen Deutschlands

Im Nordwesten Deutschlands hat der erste große Herbststurm "Sebastian" allerdings deutlich schwerere Schäden angerichtet. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. In Hamburg wurde ein Fußgänger von einem Baugerüst erschlagen. Dort hat der Sturm der Feuerwehr bis Donnerstagfrüh gut 380 Einsätze beschert. In Schleswig-Holstein rückten Polizei und Feuerwehr rund 800 Mal aus.

In Nordrhein-Westfalen starb ein Mann durch einen umstürzenden Baum. Viele Züge verspäteten sich oder fielen aus, weil Bäume auf den Schienen lagen oder Oberleitungen beschädigten.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14.09.2017 | 05:00 Uhr

Quelle: MDR/kb

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2017, 07:39 Uhr

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