Der Eingang vom Bürgerbüro Mitte in Magdeburg.
Für einen Termin in einem Bürgerbüro müssen Magdeburger derzeit viel Geduld mitbringen (Archivbild). Bildrechte: Landeshauptstadt Magdeburg

Personalmangel Lange Wartezeiten in Magdeburgs Bürgerbüros

Wer aktuell einen Termin in einem Bürgerbüro in Magdeburg braucht, der muss vor allem eines mitbringen: Geduld. Denn viele Arbeitsplätze in den Bürgerbüros sind derzeit leer.

Der Eingang vom Bürgerbüro Mitte in Magdeburg.
Für einen Termin in einem Bürgerbüro müssen Magdeburger derzeit viel Geduld mitbringen (Archivbild). Bildrechte: Landeshauptstadt Magdeburg

Drei Wochen müssen Magdeburger im Schnitt derzeit auf einen Termin im Bürgerbüro warten. Die Büros sind permanent unterbesetzt. Und das sei nicht nur im Bürgerbüro Mitte so, sagte Frank Ehlenberger vom Bürgerservice im Rathaus MDR SACHSEN-ANHALT. "Das setzt sich abhängig von der Größe der einzelnen Standorte adäquat dort genauso fort."

Vor allem ein hoher Krankenstand sorgt dafür, dass die Bürger in Magdeburgs Bürgerbüros viel Geduld brauchen. Rund 20 Prozent der Mitarbeiter seien längerfristig erkrankt. Zudem gebe es Fluktuationen. "In der Mischung führt das letztendlich dazu, dass wir permanent unterbesetzt sind", erklärt Ehlenberger die dünne Personaldecke.

Kurzfristige Hilfe in dringenden Fällen

In dringenden Fällen versuche die Verwaltung den Bürgern aber auch kurzfristig zu helfen. Als typische Beispiele fürt Ehlenberger die Themen Personaldokumente, Reisen und auch Kfz-Zulassungen ein.

Bis Ende März kommenden Jahres will die Stadt neue Kollegen einstellen. Acht Stellen sind derzeit ausgeschrieben. Damit soll das Problem behoben und die Warterei auf optimalere Zeiten verkürzt werden. Ehlenberger sagt: "Wir hatten durchaus die Zeiten, die wir auch haben wollen und die wir auch wieder anstreben. Dann werden die Bürger Vorlaufzeiten zwischen drei, vier Tagen bis maximal einer Woche benötigen.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. November 2017 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2017, 08:08 Uhr

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7 Kommentare

09.11.2017 10:38 Roi 7

Die Stadt kann auch nicht andauernd neue Leute einstellen. Erstens ist das eine Frage des Stellenplans, dann eine Frage der Personalkosten und selbst wenn die Leute eingestellt werden würden, glaube ich kaum, das der/diejenige dort sofort voll arbeiten könnte, denn wer schon einmal neu irgendwo angefangen hat, der weiß, das selbst wenn man vorher schon mal etwas Ähnliches gearbeitet hat, man sich immer wieder neu einarbeiten und auch komplett Neues dazu lernen muss. Wenn ich mir das Leistungsangebot von den Bürgerbüros so ankucke, ist das auch nicht gerade wenig.

Dazu kommt auch... wer lernt denn die neuen Mitarbeiter an? Das dürfen dann ja auch noch die Mitarbeiter machen, die dort bereits arbeiten und nicht gerade krank sind. Ich glaube nicht, dass das die Arbeit in den Bürgerbüros beschleunigen würde... - Zumindestens kurzfristig betrachtet und bezogen auf die Einstellung neuer Mitarbeiter wegen Krankheit der bereits vorhandenen Mitarbeiter im Bürgerbüro.

09.11.2017 10:25 Roi 6

Also ich denke, das mit den Bürgerbüros ist schon eine gute Idee. Man kann dort ja schließlich mehr machen, als sich umzumelden oder einen neuen Ausweis zu beantragen. Sowas wieder aufzuteilen oder an andere Behörden auszugliedern wäre doch Quatsch. Das bedeutet doch auch nur wieder mehr Rennerei.

Problem ist und bleibt doch die Besetzung. Wenn man mal in allen Bürgerbüros gewesen ist und alle Plätze/Schalter durchgezählt hat, da kommt man da auf etwa 35 Plätze (+Informationsschalter) und wie oft ist da nur die Hälfte oder weniger besetzt (und das nicht nur in der kalten Jahreszeit)?!? Die Mitarbeiter/-innen die da sind, müssen trotzdem die Arbeit für alle mitmachen, dann kann man sich doch denken, warum da dann immer so viele fehlen.

08.11.2017 18:14 Logisch 5

@Gerhard.... Genau dieser Bereich Ausweise und Paßwesen waren bis 1990 bei der Polizei etabliert. Neu wäre dieses "Fahrrad" nicht erfunden.

08.11.2017 15:38 Gerhardt 4

Am besten das übernimmt die Polizei, denn sonst wird doch auch alles auf sie abgewälzt.

08.11.2017 13:04 Zweierlei Maß? 3

Presse v.11/2026
Das Bürgerbüro musste weichen und hat sein neues Domizil in der Leiterstraße gefunden. Bis vor wenigen Wochen residierte die Ausländerbehörde mit unterm Dach der Einwohner-meldezentrale im Breiten Weg 222. „Was sich hier auf den Fluren abspielte, war an der Grenze der Zumutbarkeit“, attestierte gestern ein sichtlich erleichterter Ordnungs-beigeordneter . Er habe im Vorjahr für ein paar Stunden in der Ausländerbehörde hospitiert und schlimme Zustände für beide Seiten – Mitarbeiter und Publikum – erlebt.„Wir wollen den neuen Herausforderungen qualitativ angemessen gewachsen sein und Ausländer hier ordentlich willkommen heißen. Das ist das Signal, das wir aussenden wollen“, sagt der Verant-wortliche/ Und personell wurde auch aufgestockt .Die "alteingessenen" Magdeburger verdienen doch sicher auch, einen "qualitativ ordentlichen " Service?So, wie es jetzt läuft, bedient man genau die Stimmung, dass in einem Feld "alles möglich" ist, aber in anderen nicht.

08.11.2017 12:30 Michael 2

Ich habe mir mal kurz die Zeit genommen, nach den besagten Stellen zu suchen. Offiziell sind keine zu finden. Ich vermute mal, dass die Stellen intern ausgeschrieben sind. Die hat zur Folge hat, dass sich Bedienstete anderer Behörden dort bewerben und sie dann dort wieder fehlen. Getreu dem Mooto "von der linken in die rechte Tasche".

08.11.2017 10:32 Mölle 1

Ja Ja, der Herbst und die Beginnende Winterjahreszeit mit Grippe und Erkältung fordern wieder einmal ihren Tribut. Okey, das ist völlig Normal, das Menschen Krank werden, aber warum werden nicht gleich wieder neue Stellen ausgeschrieben, wenn andere Mitarbeiter weggehen oder Gekündigt werden? Ich denke hier hat die Stadt gedacht, sparen wir mal etwas Personalkosten ein, das wird schon gut gehen. Ja es geht auch gut, bis dann die noch vorhandenen Mitarbeiter Krank werden. Das hier vorhandene Problem zieht sich auch durch andere Städtische Unternehmen wie zbs die MVB.

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