Drogenpakete liegen in einem Auto.
Drogenfund im April 2017: Zwei Kilogramm Kokain wurden in eine Pkw versteckt. Bildrechte: Landeskriminalamt Niedersachsen

Organisierte Kriminalität Internationaler Drogenring zerschlagen

Bei Razzien im Harz hat die Polizei die mutmaßlichen Anführer eines Drogenrings festgenommen. Die Fahnder durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume in Wernigerode, Goslar, Osterode und Clausthal-Zellerfeld. Der Aktion waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Dabei waren insgesamt Drogen im Wert von rund einer Million Euro beschlagnahmt worden.

Drogenpakete liegen in einem Auto.
Drogenfund im April 2017: Zwei Kilogramm Kokain wurden in eine Pkw versteckt. Bildrechte: Landeskriminalamt Niedersachsen

Drogenfahnder haben im Harz mehrere Razzien durchgeführt und dabei Kokain und Marihuana beschlagnahmt. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zwei Brüder albanischer Herkunft seien verdächtig, den Handel mit großen Mengen Kokain und Marihuana organisiert zu haben.

Einer von beiden sei von Fahndern im italienischen Rimini gefasst worden. Nach Angaben der Polizei wird der 39-Jährige nach Deutschland ausgeliefert. Sein zwei Jahre älterer Bruder sei zusammen mit einem 63-jährigen Italiener im niedersächsischen Goslar festgenommen worden.

Ein 47-jähriger albanischer Staatsbürger, der in Hannover wohnt, sei noch flüchtig, so die Polizei.

Marihuana, Kokain, Bargeld, Waagen

Die Ermittler hatten am Dienstag zusammen mit Spezialeinheiten insgesamt 17 Wohn- und Geschäftsräume in Wernigerode, Goslar, Osterode, Clausthal-Zellerfeld und Hannover durchsucht. Fast 100 Beamten waren im Einsatz.

Dabei wurden fast drei Kilogramm Marihuana, etwa 500 Gramm Kokain, Bargeld in Höhe von 4.000 Euro, Feinwaagen zum Portionieren und Vakuumier-Maschinen zum Verpacken beschlagnahmt.

Monatelange Ermittlungen

Der Polizeiaktion waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Den Hinweis auf die Brüder im Harz erhielten die Ermittler Ende 2016 durch die Festnahme einer deutschen Drogenkurierin im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

Im April 2017 konnte dann die Polizei in Amsterdam einen weiteren Kurier mit zwei Kilogramm Kokain auf dem Weg nach Deutschland festnehmen. Die Drogen waren in einem Fahrzeug aus dem Harz versteckt worden. Die Lieferanten des Kokains, ebenfalls albanische Staatsangehörige, konnten damals in den Niederlanden festgenommen werden. Außerdem wurden weitere 27 Kilogramm Kokain gefunden. Der Marktwert der bei den Ermittlungen insgesamt beschlagnahmten Drogen beläuft sich auf mehr als eine Million Euro.

[Korrektur: In einer ersten Version des Artikel hieß es falsch, bei der Razzia im Harz seien Kokain und Marihuana im Wert einer Million Euro beschlagnahmt worden. Richtig ist: Im Zuge der gesamten monatelangen Ermittlungen waren Drogen in Höhe dieses Wertes gefunden worden.]

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Quelle: mdr/mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 08. November 2017 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2017, 19:18 Uhr

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3 Kommentare

09.11.2017 08:56 jackblack 3

Ein Staat ohne Grenzen fördert grenzenlose Kriminalität.

08.11.2017 19:41 @1 Hannchen 2

Diese Typen lachen nicht über den Deutschen, sie verachten ihn zutiefst. Inklusive seiner liberalen Gesetze, seiner harmlosen Justiz und seiner zahnlosen Exekutive. Verwundern muss das niemanden.

08.11.2017 18:20 Hannchen 1

Ich staune immer wieder über die Facharbeiter. Sowas haben sie sehr schnell gelernt und lachen sich eins, wie mühsam ein Arbeiter in Deutschland sein Geld verdienen muss.