Sachsen-Anhalt

Korrespondenzausstellung zur neuen Landesschau : "Wenn der Kaiser stirbt" im Kloster Memleben

Im Kloster Memleben ist am Sonnabend eine Sonderausstellung eröffnet worden, die sich den Todes- und Jenseitsvorstellungen vom achten bis elften Jahrhundert widmet. Sie ist die Korrespondenzausstellung zur Kaiser-Otto-Landesschau in Magdeburg.

Der Mensch und der Tod

Eine Frau steht im Kloster Memleben in Memleben in der Ausstellung "Wenn der Kaiser stirbt - Der Herrschertod im Mittelalter" vor einem Sandsteinblock aus der Zeit um das Jahr 1100, auf dem Höllenszenen dargestellt sind
Ein beeindruckendes Objekt: Höllenszene auf einem Sandstein aus dem Jahr 1100.

Nach Angaben der Veranstalter wird bis zum 9. Dezember in Memleben mit einprägsamen Bildern den Fragen der Menschen zum eigenen Tod, ihren Ängsten und Hoffnungen nachgegangen. Unter dem Titel "Wenn der Kaiser stirbt – Der Herrschertod im Mittelalter" soll unter anderem von Eingeweidegräbern, Friedhöfen, Heiligen, Hölle und Almosen berichtet werden. Museumsleiterin Andrea Knopik sagte, die Schau sei ein Vorhaben von acht Museen, Kirchgebäuden und Schlössern Sachsen-Anhalts, die in diesem Jahr mit eigenen Projekten an den 1.100. Geburtstag des Herrschers sowie seine Krönung zum römischen Kaiser vor 1.050 Jahren erinnern. Eines der wertvollsten Stücke sei die Stiftungsurkunde Ottos II. für das Kloster von 976.

Sterbeort Ottos des Großen

Memleben ist historischen Quellen zufolge der Sterbeort von König Heinrich I. (um 876-936) und Kaiser Otto I., des Großen (912-973). Im Gedenken an seinen Vater stiftete sein Sohn Otto II. hier ein Benediktinerkloster, das sich zu einer bedeutenden Reichsabtei entwickelte. Von diesem Kloster sind die Ruinen einer Kirche mit Krypta aus spätromanischer Zeit und anderer Gebäude erhalten.

Sachsen-Anhalts neue Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich" wird am 27. August im Kulturhistorischen Museum Magdeburg eröffnet. Bis zum 9. Dezember werden der Herrscher und die Grundlagen des europäischen Kaisertums beleuchtet. Mehr als 250 Exponate aus internationalen Museen, Schatzkammern, Bibliotheken und Archiven werden in der Schau zu sehen sein.

Zuletzt aktualisiert: 09. August 2012, 19:41 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK