Sachsen-Anhalt

Sperrung der A 2 bei Wollin wegen Hitzeschäden

Die anhaltende Sommerhitze hat neue Straßenschäden verursacht. Betroffen ist zurzeit die A 2 zwischen Wollin und Ziesar in Richtung Magdeburg. Die Autobahn ist seit 20 Uhr komplett gesperrt. Die Reparaturarbeiten ziehen sich wohl noch bis zum Vormittag hin. Die Autobahnmeisterei rechnet damit, dass zwei Fahrspuren zwischen 10 und 11 Uhr wieder freigegeben werden können. An einigen Stellen seien die Betonplatten um 15 Zentimeter aufgewölbt. Zurzeit wird ab Wollin umgeleitet.

Tödlicher Bahnunfall in Hohenturm: ICE erfasst Frau

Auch im Bahnverkehr hat es heute größere Behinderungen gegeben - die ICE-Strecke zwischen Halle und Berlin war für fast vier Stunden gesperrt. Grund dafür war ein Unfall am Bahnhof Hohenthurm. Laut Polizei wurde hier eine Frau am Wartehäuschen von einem Zug erfasst und etliche Meter mitgeschleift. Ein Sprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Unglücksursache sei noch völlig unklar. Bei dem Opfer soll es sich um eine 60-Jährige aus Hohenthurm handeln. Die Reisenden im ICE wurden nicht verletzt.

Ermittlungen: Havarie im Sodawerk Staßfurt

Bei einer Havarie im Sodawerk Staßfurt ist heute Vormittag Ammoniak-Lauge ausgetreten. Laut Polizei lief die Flüssigkeit bis zu einem Straßengulli. Kurze Zeit später fuhr ein Auto über die Stelle, die beiden Insassen klagten dann über Atembeschwerden und wurden ins Klinikum Aschersleben gebracht. Ein Polizeisprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Schaden sei inzwischen behoben. Weil es in der Nähe ein Fischsterben gegeben habe, würden aber noch mögliche Umweltschäden untersucht.

Kabinett mit neuem Außenwirtschaftskonzept

In Sachsen-Anhalt sind die Außenhändler auf Wachstumskurs. Die Exporte heimischer Unternehmen erreichten im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 15 Milliarden Euro. Die Landesregierung will die positive Entwicklung nun weiter ausbauen. Das geht aus ihrem neuen Außenwirtschaftskonzept hervor. Wenn sich Unternehmen zum Beispiel auf internationalen Messen präsentieren wollen, bekommen sie künftig mehr Fördergeld - jeweils bis zu 12.000 Euro statt bisher 4.000 Euro.

Neue Aufgabe für Magdeburger Bischof Feige

Der Magdeburger Bischof Feige bekommt eine neue Aufgabe bei der katholischen Kirche in Rom. Er wurde von Papst Franziskus in den Einheitsrat berufen. Die Vatikan-Behörde bemüht sich um die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen. Feige sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Berufung sei eine Bestätigung für das Engagement im Bistum Magdeburg. Die Zusammenarbeit spiele hier eine große Rolle, gerade weil katholische und evangelische Christen in Ostdeutschland eine Minderheit seien.

Prokonpleite: Grünes Licht für Sanierungskurs

Für den zahlungsunfähigen Windkraftbetreiber Prokon gibt es neue Hoffnung. Eine Gläubigerversammlung in Hamburg hat heute Grünes Licht für den Sanierungskurs gegeben. Der bisherige Insolvenzverwalter wurde in seinem Amt bestätigt und erhielt den Auftrag, seine Pläne auszuarbeiten. Ziel ist es, durch den Verkauf von Firmenteilen rund 300 von ursprünglich 450 Arbeitsplätzen zu erhalten. Die Gläubiger, darunter auch zahlreiche Sachsen-Anhalter, dürften allerdings einen Großteil ihres Kapitals verlieren.

Nahostkrise: Mehr als 600 Tote im Gazastreifen

Trotz aller Appelle ist im Nahen Osten kein Ende der Gewalt in Sicht. Die israelische Militäroffensive hat inzwischen über 600 Todesopfer im Gazastreifen gefordert - darunter ist auch eine siebenköpfige deutsch-palästinensische Familie. Auch Israel wird weiter mit Raketen angegriffen. Mehrere Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen nach Tel Aviv bis auf Weiteres eingestellt, darunter auch Air Berlin und die Lufthansa-Gruppe mit Germanwings, Austrian Airlines und Swiss.

Flugzeugabsturz: Niederländer leiten Untersuchung

Fünf Tage nach dem Flugzeugabsturz in der Ostukraine sind die meisten Todesopfer aus dem Konfliktgebiet gebracht worden. Morgen sollen die ersten Leichen ins niederländische Eindhoven ausgeflogen werden, um sie zu identifizieren. Die Regierung in Den Haag hat diesen Mittwoch zu einem nationalen Tag der Trauer erklärt und leitet nun auch die internationalen Untersuchungen zur Absturzursache. Bei dem Unglück waren 298 Menschen ums Leben gekommen, darunter 193 Niederländer.

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2014, 22:35 Uhr

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