Beitritt zum Sächsischen Hansebund : Naumburg ist Hansestadt
Seit Dienstag ist Naumburg Mitglied im Sächsischen Hansebund. Die Stadt im Burgenlandkreis ist damit die siebte, die dem Bund beigetreten ist. Sie erhofft sich davon Impulse für Tourismus, Kultur und Wirtschaft.
Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küper besiegelte die Mitgliedschaft, indem er auf einer imposanten Gründungsurkunde aus handgeschöpftem Papier unterschrieb. Bis Ende Juni sollen darauf insgesamt zwölf Städte verzeichnet sein. Anschließend soll der neue Sächsische Hansebund auf dem 32. Internationalen Hansetag in Lüneburg feierlich gegründet werden.
Künftig bilden die Städte Hildesheim, Halle/Saale, Bockenem, Duderstadt, Gronau, Helmstedt, Kyritz, Lüneburg, Naumburg, Nordhausen, Uelzen und Pritzwalk den Sächsischen Hansebund. Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados war die erste, die die Gründungsurkunde unterzeichnet hat.
Was ist der Sächsische Hansebund?
Der Sächsische Hansebund war früher ein wirtschaftlicher Verbund aus 40 Städten im heutigen Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. 19 Hansestädte zählen zum heutigen Sachsen-Anhalt. Vorbild für die Wiederbelebung des Sächsischen Bundes sind z.B. die erfolgreichen Neugründungen des früheren Rheinischen, Wendischen oder Altmärkischen Hansebundes. Der inzwischen größte regionale Hansebund ist der Westfälische, den es historisch allerdings nicht gegeben hat.
Vorteile des Beitritts
Mit einem Beitritt soll das internationale Hansenetzwerk und die gemeinsame Präsentation auf regionalen und internationalen Hansetagen gestärkt werden. Außerdem wird ein enger Austausch im Städtenetzwerk in den Bereichen Tourismus, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Belebung von Hansetraditionen und Hansefesten der beteiligten Städte angestrebt.



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