MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT - Nachrichten

20.11.2009 | 22:30 Uhr

Möbbeck will Asylbewerberheim Harbke besuchen

Nach den Vorwürfen gegen das Asylbewerberheim Harbke will die Integationsbeauftragte Möbbeck in der kommenden Woche das Heim im Bördekreis besuchen. Anlass sind unter anderem Klagen des Flüchtlingsrates über schlechte Wohnbedingungen, über die MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT heute berichtet hatte. Nach diesen Informationen sind einige Flüchtlingsfamilien in verschimmelten Räumen untergebracht. Einige Kinder würden bereits unter chronischen Atemwegs-Erkrankungen leiden. Der Landkreis Börde wies die Vorwürfe zurück. Sozialamtsleiterin Lüder sagte, es gebe keine verschimmelten Wohnungen.

Grüne unterstützen Kritik an Asybewerberheim Harbke

Die Bündnisgrünen in Sachsen-Anhalt unterstützen die Kritik an den Zuständen im Flüchtlingsheim Harbke. Landeschef Erdmenger sagte, dabei gehe es nicht nur um verschimmelte Räume. Für die Flüchtlinge seien die isolierte Lage und die rechtsextremen Übergriffe schlimmer. Erdmenger forderte, alle Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen.

Größter Wettbetrug im europäischen Fußball

Die UEFA hat den neuen Wettbetrug als größten Skandal im europäischen Fußball bezeichnet. Der UEFA-Experte für die Bekämpfung von Spielmanipulationen, Limacher, sagte, er sei zutiefst betroffen von dem Ausmaß des Betruges, den eine internationale Bande angerichtet habe. Nach Auskunft von Polizei und Staatsanwaltschaft stehen mindestens 200 Spiele unter Manipulationsverdacht, darunter auch Partien in der Champions League. In Deutschland werden 32 Spiele von der Zweiten Liga an abwärts geprüft. Bisher gab es 15 Verhaftungen in Deutschland und zwei in der Schweiz. In einer ersten Reaktion zeigte sich der Trainer des 1. FC Magdeburg, Baumgart, entsetzt. Dem MDR-Fernsehen sagte er, dies sei Betrug an den Fans. Er hoffe, dass die Staffel Nord nicht betroffen sei.

Porsche und VW können fusionieren

Volkswagen und Porsche können wie geplant fusionieren. Nach dem VW-Aufsichtsrat gab auch das Kontrollgremium von Porsche grünes Licht für die Pläne. Demnach kauft VW in einem ersten Schritt 49 Prozent an der Porsche AG. Dies war bereits im Sommer grundsätzlich vereinbart worden. Porsche fließen durch den VW-Einstieg voraussichtlich noch bis Jahresende 3,9 Milliarden Euro zu, die teilweise zum Schuldenabbau genutzt werden sollen. 2011 soll Porsche mit dem größten europäischen Autobauer verschmolzen werden.

Bahn erhält Milliardenaufträge aus dem Ausland

Die Deutsche Bahn hat zwei Großaufträge aus dem Ausland erhalten. Im Golf-Emirat Katar soll die Bahn Medienberichten zufolge ein Personen- und Güterverkehrsnetz aufbauen sowie eine Strecke ins benachbarte Bahrain erstellen. Bundesverkehrsminister Ramsauer bestätigte, er werde mit Bahnchef Grube morgen nach Katar fliegen, wo das Projekt am Sonntag besiegelt werden solle. Ramsauer nannte ein Investitionsvolumen von insgesamt 17 Milliarden Euro. Einen Erfolg konnte die Bahn auch in Schweden erzielen. Sie erhielt den Zuschlag für den S-Bahn-Betrieb in der südschwedischen Region Östergötland.

Bahn verbessert mit mehr Personal Service in Zügen

Die Bahn will mit zusätzlichem Personal ihren Service in den Zügen verbessern. Nach Angaben der Gewerkschaften Transnet und GDBA wird die Bahn noch in diesem Jahr 226 neue Mitarbeiter im Bordservice und Zugbegleitdienst einstellen. Die Gewerkschaften werten dies als Reaktion auf die massiven Proteste gegen die Personalsituation in den Fernzügen. Die Bahn bestätigte die Zahl der Neueinstellungen bisher nicht.

Regierung plant mehr BaföG ab 2010

Studenten sollen im Oktober kommenden Jahres mehr BaföG erhalten. Das teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums mit. Der genaue Umfang stehe aber noch nicht fest. Dazu müsse es noch Gespräche mit den Ländern geben. Unterdessen gehen die bundesweiten Studentenproteste auch heute weiter. An der Universität Halle-Wittenberg wollen Studenten einen Hörsal auch die nächsten Tage besetzt halten. Sie fordern damit bessere Studienbedingungen.

Bewährungsstrafe für Brandstifter

Das Landgericht Stendal hat vier Brandstifter zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagten für die Brände in zwei Autohäusern in Genthin und Rathenow mitverantwortlich waren. Die Männer hatten 2005 einem Autohausbesitzer geholfen, die Feuer zu legen und dann Geld von der Versicherung zu kassieren. Bei den Bränden entstand ein Schaden von 5 Millionen Euro. Der Firmenchef war im Sommer zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Mann in Schönebeck niedergestochen

In Schönebeck ist ein 46-jähriger Mann niedergestochen worden. Nach Angaben der Polizei war es gestern abend bei einem Trinkgelage in der Wohnung einer Frau zum Streit gekommen. Dabei zog der Sohn der Frau ein Messer und stach mehrmals auf den Mann ein. Das Opfer befindet sich im Krankenhaus. Der Täter wurde festgenommen; er sitzt in Untersuchungshaft.

Staubexplosion in Firma in Berga

In einer Firma für Dämmstoffe in Berga im Landkreis Mansfeld-Südharz ist es zu einer Staubexplosion gekommen. Anschließend brach ein Brand aus. 2 Männer wurden verletzt, einer davon schwer. Der Brand ist inzwischen gelöscht. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von rund einer Million Euro. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar.

Sperre Pechsteins wird nicht gelockert

Die Sperre für Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wird nicht gelockert. Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte in Lausanne einen Eilantrag ab, mit dem die unter Dopingverdacht stehende Berlinerin ihren Start beim Weltcuprennen am Wochenende erzwingen wollte. Die Richter sahen dafür jedoch keine Handhabe. Bereits gestern hatte der CAS angekündigt, dass sein Urteil in der Hauptverhandlung nächsten Mittwoch verkündet wird. Pechstein klagt gegen ihre Dopingsperre, die nicht auf einem positiven Test, sondern auf Indizien basiert.

 

 
 
 
 
 
 

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