Ein Bundesfreiwilliger unterstützt eine Willkommensklasse beim Deutschunterricht
Auch Sprachkurse für Flüchtlinge werden über HelpTo angeboten. Bildrechte: dpa

Online-Portal Hilfe für Bedürftige und Flüchtlinge besser koordinieren

Ein Bundesfreiwilliger unterstützt eine Willkommensklasse beim Deutschunterricht
Auch Sprachkurse für Flüchtlinge werden über HelpTo angeboten. Bildrechte: dpa

Sachsen Anhalt beteiligt sich bei einem deutschlandweiten Online-Projekt HelpTo, das landesweit Hilfe für Bedürftige und Flüchtlinge koordinieren soll. Das teilten der Wohlfahrtsverband AWO und das Hilfeportal am Donnerstag in Magdeburg mit.

Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband ist mit im Boot. "Wir unterstützen das Portal, weil es hilfsbedürftige Menschen und Helfende zusammenbringt – für Flüchtlinge genauso nutzbringend, wie für alle anderen Menschen in unserem Land, die auf Unterstützung angewiesen sind", sagte Dr. Gabriele Girke vom Paritätischen bei der Vorstellung.

Logo: Flüchtlingshilfe-Portal HelpTo
Bildrechte: Neues Potsdamer Toleranzedikt e.V.

Über das Online-Portal sollen Organisationen, Initiativen sowie engagierte Bürger nach Angeboten für gegenseitige Unterstützung schauen und sich besser untereinander abstimmen können. Der Wermutstropfen: Bisher sind erst wenige Kommunen, wie z.B. Magdeburg und die Landkreise Mansfeld-Südharz sowie Stendal, vertreten. Aber das soll sich schnell ändern.

Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, sagte: "HelpTo bringt Leute zusammen und entlastet die engagierten Anlaufstellen. Jeder Kontakt, der über die Plattform vermittelt wird, stärkt das Zusammenleben und den Zusammenhalt". Weitere Landkreise und Städte haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Hinter dem Portal "HelpTo", das als Dach für die landesweiten Netzwerke – nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern auch für andere Bundesländer – fungiert, steht der gemeinnützige Verein Potsdamer Toleranzedikt als Träger und Organisator. Die Nutzung ist kostenfrei. Lediglich eine Online-Registrierung ist erforderlich.

Angeboten in zehn Kategorien

Auf dem Portal können Nutzer in mehreren Kategorien Angebote und Gesuche einstellen. So können z.B. Sachspenden, Begleitung und Beratung, Fahrdienste oder Freizeitaktivitäten angeboten werden. Außerdem können sich auf dem Portal die örtlichen Unterstützerinitiativen vorstellen. Ein internes Nachrichtens-System ermöglicht eine geschützte Kommunikation zwischen Hilfensuchendem und Anbieter.

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2016, 20:15 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

25.02.2016 17:44 Leipzig 1.le 2

Und wieso beginnt die Überschrift für Flüchtlinge und Bedürftige? Sollte man nicht die Bedürftigen an 1 Stelle erwähnen? Oder sind wir doch schon Menü 2.Klasse?

25.02.2016 16:46 Frank Melzer 1

Tolle Sache, in Magdeburg gibt es das schon eine Weile. Und es funktioniert gut. Habe darüber zwei Fahrräder an eine Flüchtlinge abgegeben. Der Kontakt war sehr nett und hält bis heute.

LINK ins WWW