Jubiläum : Magdeburg startet ins Otto-Jahr
Er gilt als europäischer Vordenker, wurde vor 1050 Jahren in Rom zum Kaiser gekrönt und erkor Magdeburg zu seiner Lieblingsresidenz: Otto I. Das dankt ihm die Landeshauptstadt in den nächsten Monaten mit zahlreichen Festen, Vortragsreihen und einer neuen Landesausstellung.
Magdeburg ist am Donnerstag offiziell in das Kaiser-Otto-Jahr gestartet. Anlass ist der 1100. Geburtstag und der 1050. Jahrestag der Kaiserkrönung von Otto I. Auf dem Programm stehen bis Jahresende Feste, Ausstellungen und Vortragsreihen, in die auch andere Orte in Sachsen-Anhalt wie etwa Quedlinburg und Memleben einbezogen sind.
Zur Eröffnung Festjahres würdigte Staats- und Europaminister Rainer Robra die Krönung Ottos am 2. Februar 962 in Rom als einen "historischen Kristallisationspunkt für die deutsche und europäische Geschichte". Otto habe mit seinem neuen Reich ein Europa der Regionen sowie stets etwas anderes und mehr gewollt als einen Nationalstaat. Insofern habe das Reich die heutige Europäische Union vorweggenommen, sagte Robra am Donnerstag im Magdeburger Kulturhistorischen Museum.
Dort wird im August die Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike bis zum Mittelalter", eröffnet. Sie ist der Höhepunkt des Otto-Jahres und soll bis Dezember mehrere Zehntausend Besucher anlocken. Mehr als 250 Exponate aus internationalen Museen, Schatzkammern, Bibliotheken und Archiven werden in der Schau gezeigt.
Otto I. als europäischer Vordenker
Otto I. gilt als europäischer Vordenker. Den Ausgangspunkt für seine Idee eines gemeinsamen Kulturkreises bildete vor gut 1.000 Jahren Magdeburg als Machtzentrum und seine Lieblingsresidenz. Der Magdeburger Dom ist die letzte Ruhestädte von Otto und seiner ersten Ehefrau Editha.

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