Wasser- und Schifffahrtsdirektion : Protest gegen Stellenabbau in Magdeburg
In Magdeburg haben Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion gegen den drohenden Stellenabbau protestiert. Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di und des Magdeburger SPD-Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka. Der Protest richtete sich gegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland neu zu organisieren.
Neue Zentrale in Bonn geplant
Ramsauer will die Wasserschifffahrtsdirektionen abschaffen und stattdessen in Bonn eine neue zentrale Direktion errichten lassen. Der Standort Magdeburg mit derzeit etwa 150 Mitarbeitern soll nach den Plänen von Ramsauer zu einer Außenstelle der Bonner Zentrale werden. Damit verbunden wäre auch ein Abbau von Arbeitsplätzen in Magdeburg.
Die Gewerkschaft ver.di und Lischka bezeichneten die Pläne in einem gemeinsamen Aufruf als schweren Schlag gegen den Behördenstandort Magdeburg, der nicht akzeptiert werden könne. Der Stellenabbau und die Umstrukturierungen würden die Arbeitsfähigkeit des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg beseitigen. Zudem sei es nicht nachvollziehbar, dass eine Behörde in Bonn für die Wasserstraßen in Sachsen-Anhalt zuständig sein sollte.
Grüne für Ramsauers Pläne
Der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Dietmar Weihrich, sieht dagegen die Zeit einer Reform längst gekommen. "Ein Umbau der Bundeswasserstraßenverwaltung ist unverzichtbar", sagte Weihrich. Auch für Naturschützer seien Ramsauers Pläne unumgänglich. Für den Bund für Umwelt Naturschutz sei das die Chance, die Direktion von einer Wasserstraßen- zu einer Flussbehörde zu entwickeln.



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