Landgericht Magdeburg : Prozess wegen sexuellen Missbrauchs an Urenkelin
Weil er seine Urenkelin sexuell missbraucht haben soll, muss sich seit Mittwoch ein 63-jähriger Mann vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat den gelernten Maurer in drei Fällen angeklagt.
Mädchen bleibt Gerichtssaal fern
Zum Prozessauftakt bestritt der Mann jedoch die Taten, die sich zwischen 2009 und 2011 im Garten des 63-Jährigen ereignet haben sollen. Er wüsste nicht, wie das heute sieben Jahre alte Mädchen darauf gekommen sei. Nach Ansicht des Mannes war er für das Kind "Ein und Alles". Für den ersten Prozesstag war auch das kleine Mädchen als Zeugin geladen. Sie wollte nach einem Vorgespräch mit dem Vorsitzenden Richter aber nichts sagen und auch nicht in den Verhandlungssaal kommen.
Die Siebenjährige war häufiger bei den Urgroßeltern in Staßfurt zu Besuch. Der Urgroßvater soll das kleine Mädchen häufiger mit in den Garten genommen und dort auch einige Male mit ihr übernachtet haben. Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs war aufgekommen, nachdem das Mädchen bei einem Gespräch über Liebe im Kindergarten entsprechende Bemerkungen gemacht hatte. Der Vorsitzende Richter betonte, dass nicht klar sei, ob die Beschreibungen des Kindes wahr sind. Es könne sich auch um eine Verwechslung handeln oder um eine bewusst falsche Aussage.
Vier Verhandlungstage geplant
Der Angeklagte ist den Angaben zufolge bislang noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage anberaumt. Insgesamt sollen 13 Zeugen gehört werden, zudem sind eine Psychologin und ein Arzt als Sachverständige geladen.



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