Sachsen-Anhalt

Magdeburg : Angetrunkene Pyro-Bombenbastler aufgeflogen

Durch Zufall sind in Magdeburg zwei Pyro-Bombenbastler aufgeflogen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren die Beamten wegen eines Familienstreits in das Haus eines 57-Jährigen gerufen worden. Dort fiel ihnen ein Glasdöschen mit Schwarzpulver auf. Als sie den Keller des Mannes durchsuchten, stießen sie auf einen 43-Jährigen, der gerade den Pulvervorrat auffüllte, indem er Platzpatronen auseinandernahm und den Explosivstoff herauskratzte.

Patronen, Waffen, Pyrosätze

Blaulicht
Die Magdeburger Polizei hat zwei Pyro-Bombenbastler erwischt.

Eilig herbeigerufene Sprengstoff-Spezialisten des LKA durchsuchten daraufhin Wohnräume und Keller des 57-Jährigen. Dabei fanden sie jede Menge Patronen, eine Luftdruck- und mehrere Schreckschusswaffen. Anschließend krempelten LKA-Fahnder auch die Wohnung des 43-Jährigen um. Hier fanden sie nicht zugelassene Pyrotechnik, mehrere selbst gebaute Pyrosätze sowie Manövermunition der Bundeswehr.

Die Männer, die beide angetrunken waren, gaben an, die Platzpatronen von einem 23-Jährigen Bundeswehrangehörigen erhalten zu haben. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Soldaten wurden allerdings keine weiteren Waffen oder Sprengstoffe gefunden.

Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz

Sämtliche Beweismittel wurden beschlagnahmt. Sie werden derzeit im LKA genauer untersucht. Gegen die drei Männer wird wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie wegen Diebstahl ermittelt. Die Bundeswehr nahm zudem Ermittlungen gegen den Soldaten auf.

Zuletzt aktualisiert: 31. Dezember 2012, 10:06 Uhr

3. danie:
Wie hoch ist die Strafe von den zwei Männer ??? Denn der 57 Jahre war schon vorbestraft wegen Waffen Besitz....
01.01.2013
19:00 Uhr
2. Bärbel:
Mal sehen wann der erste Schlaumeier hier wieder etwas am Einsatz auszusetzen hat.
31.12.2012
09:50 Uhr
1. Agnes:
Aufgeflogen ist immer noch besser als in die Luft geflogen. Die Jungs sollten den aufmerksamen Ordnungshütern dankbar sein. Bin mal gespannt, wieviele Arbeitsplätze dieses Mal wieder durch - hoffentlich nur selbstverschuldete - Pyrotechnik-Unfälle freiwerden.
30.12.2012
22:48 Uhr

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