Magdeburg : Angetrunkene Pyro-Bombenbastler aufgeflogen
Durch Zufall sind in Magdeburg zwei Pyro-Bombenbastler aufgeflogen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren die Beamten wegen eines Familienstreits in das Haus eines 57-Jährigen gerufen worden. Dort fiel ihnen ein Glasdöschen mit Schwarzpulver auf. Als sie den Keller des Mannes durchsuchten, stießen sie auf einen 43-Jährigen, der gerade den Pulvervorrat auffüllte, indem er Platzpatronen auseinandernahm und den Explosivstoff herauskratzte.
Patronen, Waffen, Pyrosätze
Eilig herbeigerufene Sprengstoff-Spezialisten des LKA durchsuchten daraufhin Wohnräume und Keller des 57-Jährigen. Dabei fanden sie jede Menge Patronen, eine Luftdruck- und mehrere Schreckschusswaffen. Anschließend krempelten LKA-Fahnder auch die Wohnung des 43-Jährigen um. Hier fanden sie nicht zugelassene Pyrotechnik, mehrere selbst gebaute Pyrosätze sowie Manövermunition der Bundeswehr.
Die Männer, die beide angetrunken waren, gaben an, die Platzpatronen von einem 23-Jährigen Bundeswehrangehörigen erhalten zu haben. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Soldaten wurden allerdings keine weiteren Waffen oder Sprengstoffe gefunden.
Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz
Sämtliche Beweismittel wurden beschlagnahmt. Sie werden derzeit im LKA genauer untersucht. Gegen die drei Männer wird wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie wegen Diebstahl ermittelt. Die Bundeswehr nahm zudem Ermittlungen gegen den Soldaten auf.
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