Frostschäden : Kommunalverband fordert Lkw-Maut gegen Schlaglöcher
Es ist eine jährlich wiederkehrende Situation. Der Frost hat seine Arbeit erledigt und hinterlässt auf den Straßen sogenannte Ausbrüche, besser bekannt als Schlaglöcher. Manchmal werden sie von den Kommunen notdürftig geflickt. Eine Grundsanierung der Fahrbahndecke kann sich kaum eine Gemeinde leisten.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat dazu jetzt eine flächendeckende Lkw-Maut vorgeschlagen, von der auch die Kommunen profitierten. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Passauer Neuen Presse", ein Lastwagen belaste die Straßen pro Jahr so stark wie etwa 10.000 Autos. Deshalb sei eine flächendeckende Lkw-Maut erforderlich.
Zudem müssten die Bundesländer den Kommunen wieder mehr Mittel zur Sanierung der Fahrbahnen zur Verfügung stellen, da sich das kommunale Straßennetz mit rund 460.000 Kilometern Länge in vielen Städten und Gemeinden in einem schlechten Zustand befinde. Vor einigen Jahren hatte der Städte-und Gemeindebund eine Art Konjunkturprogramm für die Sanierung kommunaler Straßen gefordert. Gefruchtet hatten dies Forderungen bislang nicht.
Not macht erfinderisch
Es gibt aber Beispiele, wie sich Kommunen selbst halfen. Unter dem Motto "Teer muss her" versilberte die Thüringer Gemeinde Niederzimmern 2010 ihre Schlaglöcher für 50 Euro pro Stück. Als Belohnung bot der Ort zwischen Weimar und Erfurt eine Plakette mit Namen im Belag. Die Idee fand Freunde und das kleine Dorf bekam letztlich mehrere Tausend Euro für sein Asphalt-Krater.
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