Sachsen-Anhalt

Frostschäden : Kommunalverband fordert Lkw-Maut gegen Schlaglöcher

Es ist eine jährlich wiederkehrende Situation. Der Frost hat seine Arbeit erledigt und hinterlässt auf den Straßen sogenannte Ausbrüche, besser bekannt als Schlaglöcher. Manchmal werden sie von den Kommunen notdürftig geflickt. Eine Grundsanierung der Fahrbahndecke kann sich kaum eine Gemeinde leisten.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat dazu jetzt eine flächendeckende Lkw-Maut vorgeschlagen, von der auch die Kommunen profitierten. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Passauer Neuen Presse", ein Lastwagen belaste die Straßen pro Jahr so stark wie etwa 10.000 Autos. Deshalb sei eine flächendeckende Lkw-Maut erforderlich.

Alter Asphalt übersät mit Schlaglöchern.
Nach jeder Frostperiode ein typisches Bild.

Zudem müssten die Bundesländer den Kommunen wieder mehr Mittel zur Sanierung der Fahrbahnen zur Verfügung stellen, da sich das kommunale Straßennetz mit rund 460.000 Kilometern Länge in vielen Städten und Gemeinden in einem schlechten Zustand befinde. Vor einigen Jahren hatte der Städte-und Gemeindebund eine Art Konjunkturprogramm für die Sanierung kommunaler Straßen gefordert. Gefruchtet hatten dies Forderungen bislang nicht.

Not macht erfinderisch

Es gibt aber Beispiele, wie sich Kommunen selbst halfen. Unter dem Motto "Teer muss her" versilberte die Thüringer Gemeinde Niederzimmern 2010 ihre Schlaglöcher für 50 Euro pro Stück. Als Belohnung bot der Ort zwischen Weimar und Erfurt eine Plakette mit Namen im Belag. Die Idee fand Freunde und das kleine Dorf bekam letztlich mehrere Tausend Euro für sein Asphalt-Krater.

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2013, 10:22 Uhr

5. Chris:
Es sind nicht Lkw die den Schaden verursachen...sondern vielmehr der schlechte Strassenbau in unserem Lande. Würde man von Anfang an vernünftig bauen und planen und die Strassen auch für Schwerlastverkehr konzipieren wäre diese üble Beitrag auch nicht zustande gekommen eine zusätsliche Maut würde auch nichts an einer schlechten Planung und Umsetzung ändern.
10.02.2013
20:58 Uhr
4. Enrico Pelocke:
Eine flächendeckende Maut würde den Ausweichverkehr beenden. Mit unterschiedlichen Preisen der Straßen läßt sich der Verkehr lenken. Wann kommt nun endlich die flächendeckende Maut?
10.02.2013
15:30 Uhr
3. Heinz Venhaus:
Die Maut auf den Autobahnen ist ausreichend. Der Mautausweichverkehr, der die Maut-Kosten einspart, muß von den Bundes- und Landstraßen fern gehalten werden. Die Verantwortlichen der unteren Straßenverkehrsbehörden sind gefordert,die Bevölkerung vor dem Lärm und den Gefahren zu schützen. Der § 45 Abs. 9,Satz 9 der STVO gibt der Behörde das rechtliche Mittel in die Hand, die Anwohner und die lokalen Straßen zu schützen. Heinz Venhaus Anwohner einer Nachts zur Autobahn für 40- tonner gewordenen kleinen Landstaße.
10.02.2013
11:10 Uhr
2. Heiko:
Diese LKW- Maut sollte nicht eingeführt werden,die müssen schon genug zahlen. Wer denkt daran dass alles noch teurer wird Lebensmittel, Getränke , u.s.w..
10.02.2013
10:15 Uhr
1. steamtrain:
Es sind eigentlich nicht die LKWs die Verantwortlich für die Schäden sind sondern vielmehr deren Auftraggeber! In der heutigen Zeit werden Waren nicht mehr in der Firma gelagert, sondern per Just in Time geordert. LKWs stellen somit rollende Lagerhäuser dar. Also müßte eigentlich die Firmen, die die Speditionen beauftragen um dadurch Lagerkosten zu sparen, zur Kasse für die Straßenschäden gebeten werden. Gäbe es noch Lagerraum mit entsprechender Lagerhaltung, könnte man sich die Waren auch per Bahn anliefern lassen.
10.02.2013
00:23 Uhr

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