Aus für Produktion von Dünnschicht-Modulen : Schüco schließt Standorte in Mitteldeutschland
Der Fensterhersteller Schüco will in seiner Solarsparte noch in diesem Jahr seine Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt aufgeben. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll die Produktion, Forschung und Entwicklung von Dünnschicht-Modulen vollständig und dauerhaft gestoppt werden.
Bis Ende August soll die Produktionsstätte im sächsischen Großröhrsdorf mit 143 Mitarbeitern geschlossen werden. Ende September folgt Osterweddingen bei Magdeburg mit 105 Beschäftigten, danach die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Bielefeld mit 27 Mitarbeitern. Man sei sich der Tragweite dieser Entscheidung für die betroffenen Mitarbeiter sehr wohl bewusst, hieß es. Aufgrund der Marktsituation gebe es aber leider keine Alternative. Laut Schüco hatte die Sparte Neue Energien schon im vergangenen Jahr mit extrem sinkenden Preisen und fehlender Nachfrage zu kämpfen. Auch im ersten Halbjahr 2012 habe man einen zweistelligen Umsatzrückgang hinnehmen müssen.
Mitarbeiter erhalten Abfindungen
Nach Angaben von Schüco erhalten die betroffenen Mitarbeiter eine Abfindung, die sich an der Betriebszugehörigkeit und am Monatseinkommen orientiert. Außerdem wolle man versuchen, Beschäftigte im Kunststoffwerk Weißenfels unterzubringen.
Die Produktion an den beiden Standorten in Großröhrsdorf und Osterweddingen ist bereits heruntergefahren worden. Schüco stellt neben wärmegedämmten Fenstern oder Türen auch Solarzellen her. Diese entstehen aber nicht wie meist üblich aus Siliziumkristallen, das Unternehmen dampft vielmehr Silizium als dünne Schicht auf Glasscheiben auf.
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