Fahndung : Noch keine heiße Spur zu flüchtigem Straftäter
Die Polizei fahndet weiter nach dem Häftling aus der JVA Burg. Auch zwei Tage nach seiner Flucht fehlt noch immer jede Spur. Die Polizei geht aber davon aus, dass sich der 36-Jährige weiter in der Nähe seiner Heimatstadt Aschersleben aufhält.
Spürhunde und Hubschrauber im Einsatz
Auf diesen Raum konzentriere sich weiterhin die Schwerpunktfahndung. Derzeit seien rund 20 Fahnder unterwegs, die von Spezialisten des Landeskriminalamtes unterstützt werden. Auch Spürhunde und Hubschrauber seien im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag MDR SACHSEN-ANHALT. Gesucht werde aber auch im restlichen Bundesgebiet. Es gebe einige Hinweise, die weiter abgearbeitet würden.
Das Justizministerium Sachsen-Anhalts hat unterdessen den Umgang mit dem geflohenen Schwerverbrecher verteidigt. Staatssekretär Thomas Wünsch sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Strafvollzug müsse in jeglicher Hinsicht auf eine Entlassung vorbereiten. Nach seinen Worten hat keiner der Bewacher die Wohnung verlassen. Die Beamten hätten die Anweisung gehabt, den Häftling unmittelbar zu begleiten.
Häftling nutzt Familienbesuch zur Flucht
Der Schwerverbrecher hatte am Dienstag im Zuge seiner Therapie seinen Sohn in Aschersleben besuchen dürfen. In der Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin gelang ihm die Flucht. Der Mann ist wegen Körperverletzung, räuberischer Erpressung und Vergewaltigung verurteilt. Er sitzt seit Ende 2006 in der JVA Burg. Die Reststrafe läuft bis 2024. Anschließend soll er in Sicherungsverwahrung.
Polizei setzt auf Bevölkerung
Bei der Fahndung setzt die Polizei weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Gleichzeitig warnte sie vor der Gefährlichkeit des Mannes. Der Gesuchte heißt Silvio Titsch, ist 1,75 bis 1,80 Meter groß, fast 100 Kilogramm schwer, von kräftiger Statur und am gesamten Köper tätowiert. Hinweise nehmen alle Polizeidienststellen an.
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