Siebenjähriger stirbt im Bördekreis : Staatsanwaltschaft prüft mögliche Pflichtverletzungen
Nach dem Tod eines Jungen an einem Teich im Oscherslebener Stadtteil Andersleben hat sich jetzt die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen eingeschaltet. Ein Siebenjähriger war am Sonntag in einem Tümpel auf dem Gelände einer ehemaligen Bauschuttdeponie ums Leben gekommen.
Noch kein Ermittlungsverfahren
Laut Staatsanwaltschaft wird der ganze Sachverhalt jetzt genau überprüft und wer in diesem Fall welche Pflichten möglicherweise verletzt haben könnte. Dies geschehe vor allem mit Blick auf die Aufsichtspflicht von Erwachsenen und die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Areal. Ein Ermittlungsverfahren hat die Behörde nach eigenen Angaben aber noch nicht eingeleitet.
Am Montag hatte die Polizei in Haldensleben mitgeteilt, dass das verwilderte Areal, auf dem das Unglück passierte, einem Privateigentümer aus Magdeburg gehört. Der rund 1,50 Meter tiefe und nicht umzäunte Tümpel ist am Rand mit einer Folie versehen. Der Siebenjährige war nach Polizeiangaben auf der Folie ausgerutscht, als er einen fünf Jahre alten Spielkameraden aus dem gefrorenen Tümpel ziehen wollte. Während der Jüngere das Unglück überlebte, geriet der Siebenjährige unter das Eis und starb.
Die Kinder waren mit ihren Vätern bei einem Spaziergang und diesen vorausgeeilt. Bewohner des Ortes hatten nach Medienberichten seit Jahren beobachtet, dass Wildtiere in dem Teich starben, weil sie wegen der glatten Folie nicht wieder ans Ufer gelangen konnten.



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