Sachsen-Anhalt

Solarkrise : Haseloff reist zur Investorensuche nach Südkorea

Nach der Pleitewelle im "Solar Valley" wollen Ministerpräsident Reiner Haseloff und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff in der kommenden Woche nach Südkorea fliegen, um Investoren zu suchen. Das kündigte am Mittwoch das Wirtschaftsministerium an. Weitere Details wurden nicht genannt, da die Gespräche nicht öffentlich geführt werden sollen.

Wirtschaftsministerin Wolff dämpfte aber Hoffnungen der angeschlagenen Solarbranche. Bei den Gesprächen in Südkorea gehe es nicht um Photovoltaik im engen Sinne, sondern um Erneuerbare Energien insgesamt, sagte sie am Mittwoch in Magdeburg. Ein Thema sei die mögliche Ansiedlung eines Batterie-Werkes in Halle.

Zuletzt hatte der koreanische Konzern Hanwha Interesse am insolventen Solar-Unternehmen Q-Cells mit 1.800 Mitarbeitern bekundet. Den Angaben zufolge will Hanwha sowohl den Standort Bitterfeld-Wolfen als auch das Werk in Malaysia übernehmen. Auch für die Solarfirma Sovello soll es Interessenten aus dem asiatischen Raum geben.

Wolff: Am Ausbau der erneuerbaren Energien festhalten

Trotz der Krise in der Solarbranche will Sachsen-Anhalt am Ausbau der erneuerbaren Energien festhalten. Das sagte Wolff am Mittwoch bei der Präsentation der Energiestudie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums. In Sachsen-Anhalt sei 2011 mit einem Anteil von 44 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als in den meisten anderen Bundesländern produziert worden. Die Ministerin betonte jedoch, dass auch Braunkohle vorerst unverzichtbar bleibe. Ihr Anteil an der Stromerzeugung soll bis 2030 konstant bei einem Viertel bleiben.

FDP-Chef: Zu lange im Nest der Subventionen wohlgefühlt

Sachsen-Anhalts FDP-Chef Veit Wolpert räumte Sovello jedoch wenige Zukunftschancen ein. Mit der bestehenden Technologie sei es schwer, einen Investor zu finden, sagte er am Mittwoch MDR INFO. Wolpert warf dem Unternehmensmanagement vor, sich zu lange im Nest der Subventionen wohlgefühlt zu haben. Es sei aber absehbar gewesen, dass die asiatische Konkurrenz immer mehr aufhole. Das Unternehmen hätte deshalb mehr Geld in die Forschung investieren müssen, um neue Produkte zu entwickeln.

Q-Cells und Sovello waren einst Vorzeigeunternehmen der Branche. Nun sind beide Firmen aus Bitterfeld-Wolfen unter anderem wegen Billig-Konkurrenz aus China insolvent und stehen ohne Investor vor dem Aus. Sovello hatte am Dienstag angekündigt, Ende des Monats die Produktion vorläufig einzustellen und rund 1.000 Mitarbeiter zu entlassen – eine Hiobsbotschaft für die von Arbeitslosigkeit gebeutelte Region Bitterfeld-Wolfen.

Rückblick: Nachrichten zur Sovello-Pleite

Das schwer angeschlagene Solarunternehmen Sovello in Bitterfeld-Wolfen kämpfte monatelang ums Überleben. Mehr als 1.000 Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Hier finden Sie Meldungen über die Pleite im Überblick. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 22. August 2012, 18:49 Uhr

7. Ein Wolfner:
@Heiko ? Warum nicht auf dieser Seite, wir haben "Freie Demokratie", da sieht man mal wieder wer zuerst kneift. Was willste in Magdeburg, die Leute die es betrifft sind hier ansässig. Gegen was willste Demonstrieren ? Aber ich glaub eher ein "Heiko" hat Probleme mit anderer Leute Meinung. Für die Zukunft "Ein Wolfner", wenn schon denn schon.
24.08.2012
16:31 Uhr
6. Heiko:
Herr Wolfner ! Wir können in Magdeburg vor dem Lantag protestieren,gegen Herr Haseloff , aber nicht weiter auf dieser Seite.Sie sehen es gibt noch welche die ein Arsch in der Hose haben.
24.08.2012
13:36 Uhr
5. Ein Wolfner:
Wenn er schon mal da unten ist, soll er gleich nach einem Hauptinvestor fragen. Auch die beiden anderen haben keine Chance. Die nächste Firma ist QCell. Ich provezeie hier und heute; In einem bis zwei Jahren gibts kein Sollar Valley mehr in BTF-Wolfen. QCell wird untergehen und aus Solibro wird das Knowhow rausgezogen und ab nach China. Die Arbeitskräfte sind viel zu teuer. Es muß schon was gravierendes Kommen, um ein Überleben der Branche zu erhalten. Es muß sich jetzt keiner auslassen, wir sprechen uns wieder.
23.08.2012
17:41 Uhr
4. Kommen Tar Los:
Ich finde das völlig in Ordnung mit der Südkorea-Reise, weil wenn der Herr Stahlknecht sinnlos nach London fliegt, hat sich der Herr Haseloff als sein Chef auch einen kleinen Weltreisetrip verdient, vielleicht bringt er uns von dort jedem aus LSA ein kostenloses Akkupack mit, toll wa, frei nach dem Motto "Sachsen-Anhalter halten länger" viel besser als die doofe Frühaufsteherkampagne
23.08.2012
09:49 Uhr
3. Stefan D.:
Hier sieht man wieder mal ein Opfer der Foerderpokitik. Firmen rechnen inzwischen mit Ihnen und ohne geht es überhaupt nicht mehr. Schade um die eh schon gebeutelte Region.
22.08.2012
22:17 Uhr
2. Ein Wolfner:
Ich kanns nicht glauben. Erst gegen China wettern ( Strafzölle usw.) und jetzt betteln. Er (Haseloff) hat für mich und bestimmt auch beim Volk versagt. Besser wenn er gleich dort bleibt, Versager in meinen Augen. Hier muß mal einer Klartext sprechen, aber da hat keiner den Arsch in der Hose.
22.08.2012
16:05 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Na ja - ausser Spesen nix gewesen....wetten?
22.08.2012
11:11 Uhr

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