Verkauf gestaltet sich schwierig : Sovello muss weiter schrumpfen
Das insolvente Solarunternehmen Sovello aus Bitterfeld-Wolfen muss sich von weiteren Mitarbeitern trennen. Wie der Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag ankündigte, werden von den zuletzt 170 Mitarbeitern nur rund 50 weiter beschäftigt, um die Produktionsanlagen betriebsbereit zu halten. Die restlichen Arbeitnehmer würden zum 1. November entlassen.
Rettung gestaltet sich schwierig
Für das mit einst 1.200 Beschäftigten ausgestattete Unternehmen war Anfang August das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Trotz intensiver Suche gelang es dem Verwalter bislang nicht, einen Investor zu finden. "Bis heute liegt kein ausreichendes Angebot vor", sagte Flöther. Dennoch gebe es Interessenten, mit denen weiter auf Hochdruck verhandelt werde. Sollte mittelfristig jedoch kein Investor gefunden werden, müsse der Betrieb eingestellt werden.
200 ehemalige Sovello-Mitarbeiter haben unterdessen eine neue Arbeit gefunden. Bei einem sogenannten Job-Speed-Dating Mitte September hatten sie sich mehreren Arbeitgebern aus der Region vorstellen können. Wegen des großen Erfolges wurde die Aktion am vergangenen Dienstag wiederholt.
Das benachbarte Solar-Unternehmen Q-Cells konnte aus der Insolvenz heraus vom südkoreanischen Konzern Hanwha übernommen werden. Der neue Eigentümer kündigte an, den Standort zu einem Solar-Forschungszentrum auszubauen.
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