Magdeburg Jubel nach Spielende
Die FCM-Kicker durften den Jubel mit den Fans nach Spielende genießen. Bildrechte: IMAGO

FCM bezwingt Augsburg Selbstverständlich sensationell

Der Überraschungssieg des 1. FC Magdeburg im DFB-Pokal war Ausdruck großen Glaubens an die eigene Stärke – und Lohn für die harte Konditionsarbeit in der Vorbereitung. Wie der Drittligist den Bundesligaprofis aus Augsburg sein Spiel aufzwang und so zum Erfolg kam.

von Daniel George, MDR SACHSEN-ANHALT

Magdeburg Jubel nach Spielende
Die FCM-Kicker durften den Jubel mit den Fans nach Spielende genießen. Bildrechte: IMAGO

Es waren Bilder aus einer verkehrten Welt, die sich nach dem DFB-Pokalspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem FC Augsburg am Sonntagabend abspielten. Da klopfte Mario Kallnik, der Manager des Drittligisten wohlgemerkt, seinem Kollegen aus Liga eins, dem hoch dekorierten Ex-Profi Stefan Reuter in den Katakomben aufmunternd auf die Schulter. Da stampfte Manuel Baum, der Trainer des Bundesligisten, geladen vom Rasen, während selbst der sonst so nüchterne FCM-Trainer Jens Härtel das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekam. Da frohlockten die Drittligaprofis bei ihren Interviews, während die hochbezahlten Kollegen vom FCA bei ihren Ausführungen nach unten blickten.

Der 1. FC Magdeburg hat sich am Sonntagabend mit 2:0 gegen den FC Augsburg durchgesetzt und ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Verdient. Ohne Frage. Alles andere wäre Betrug am Leistungsprinzip gewesen. Die 21.641 Zuschauer sahen einen blau-weißen Auftritt voller Selbstverständlichkeit. Als wäre der Zweiklassenunterschied gar nicht vorhanden. Wer Pokal sagt, meint den FCM – als wäre das völlig klar.

Sowislo: "Wir haben es halt drauf"

"Nach den zwei bitteren Niederlagen gegen Frankfurt und Leverkusen waren wir jetzt auch mal wieder dran", meinte Trainer Härtel und erinnerte sich damit an vergangene Auftritte im bundesweiten Pokalwettbewerb: In der vergangenen Saison war der FCM in Runde eins gegen Eintracht Frankfurt ausgeschieden – 4:5 nach Elfmeterschießen. 2014 hieß es in Runde zwei: Auf Wiedersehen! Wieder nach Elfmeterschießen – 6:7 gegen die Werkself aus Leverkusen. Zuvor hatte Magdeburg in Runde eins schon einmal Augsburg bezwungen. Härtels Worte vom Sonntagabend fielen kurz nach dem Abpfiff, vollgepumpt mit Endorphinen. Doch waren sie auch Ausdruck der Selbstverständlichkeit – bei aller Demut und Bescheidenheit – mit der Magdeburg solch große Aufgaben mittlerweile angeht.

Auf dem Papier erschien das 2:0 – Christian Beck (87.) und Tobias Schwede (91.) erzielten die Treffer – als bislang einzige große Überraschung der ersten Runde. Gut: Drittligakonkurrent Osnabrück zog ebenfalls gegen einen Bundesligisten in Runde zwei ein. Allerdings gegen den Hamburger SV. Zählt also nur halb. Wenn überhaupt. Aber im Ernst: "Wir haben als Mannschaft eine überragende Partie gemacht und sind verdient weitergekommen", sagte Marius Sowislo.

Der Kapitän des FCM war eine der prägenden Figuren. Neben Kickern wie Christian Beck, der seine Mini-Torflaute beendete und nach 2014 erneut gegen den FCA zum Sieg traf. Oder Mario Seidel, dem 22 Jahre alten dritten Torhüter des Klubs, der aufgrund der Verletzungen von Jan Glinker und Alexander Brunst halten durfte und eine prima Leistung bot. Sowislo aber fiel besonders auf. Gerade in der ersten Halbzeit. Wie ein Jungspund wuselte der Mann, der im November dieses Jahres seinen 35. Geburstag feiern wird, durch das Mittelfeld. Sowislo eroberte Bälle, verteilte sie, zog seine Mitspieler mit. "Ich hatte richtig Lust auf dieses Spiel und wollte dem Trainer das Vertrauen zurückzahlen, das er in mich gesetzt hat", sagte er später.

Doch so mancher im Stadion bekam es irgendwann mit der Angst zu tun. Davor, dass der FCM sein hohes Tempo kaum würde halten können. Der Klub passte sein Spiel nicht etwa dem des Bundesligisten an. Nein: Der Drittligist zwang dem Favoriten sein Spiel auf. Früh anlaufen. Ständig stören. Auf zweite Bälle lauern. Ein Mix aus neuer Spielkultur und altbewährtem langem Hafer. "Wenn du da zu viel Gas gibst, kann hinten raus auch die Luft fehlen", sagte Marius Sowislo. Doch dem war nicht so. Denn: "Wir haben es halt drauf. Wir wissen, wofür wir in der Vorbereitung so hart gearbeitet haben. Wir können dieses Tempo über eine längere Distanz gehen. Wir haben ihnen unsere Art und Weise vom Fußball aufgezwungen."

Härtel: "Wir haben das perfekt umgesetzt"

Das meinte auch Jens Härtel bei seiner Spielanalyse, als er sagte: "Wir haben das, was wir uns vorgenommen hatten, perfekt umgesetzt. Wir sind sehr mutig angelaufen, haben früh gestört. Wichtig war, dass sie nicht in Ruhe Ballbesitzfußball spielen konnten, sondern, dass wir sie in Zweikämpfe verwickeln und das haben wir über die gesamte Spielzeit gut gemacht." Der FCM-Trainer gab zu: "Wir hätten nicht gedacht, dass es physisch so lange geht auf dem Niveau dagegenzuhalten. Da muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben ein richtiges Fußballfest gefeiert."

Fußball | DFB-Pokal Best of ... das war die heiße 1. Pokalrunde

Die erste Runde im DFB-Pokal ist Geschichte. Für das große Spektakel sorgte der 1. FC Magdeburg, der wie RB Leipzig und Dynamo weiter mitmischen darf. Andere blieben stecken. Wir haben die wichtigsten Szenen für Sie!

Torschütze Christian Beck (1. FC Magdeburg) trifft zum 1-0
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 3. Liga schlägt Bundesliga. Passiert ist es in Magdeburg. Und das ist der Moment, der alle Dämme brechen ließ: Christian Beck (Nr. 11) ist wie schon vor zwei Jahren der Dosenöffner und trifft zur 1:0-Führung gegen den FC Augsburg. Bildrechte: IMAGO
Torschütze Christian Beck (1. FC Magdeburg) trifft zum 1-0
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 3. Liga schlägt Bundesliga. Passiert ist es in Magdeburg. Und das ist der Moment, der alle Dämme brechen ließ: Christian Beck (Nr. 11) ist wie schon vor zwei Jahren der Dosenöffner und trifft zur 1:0-Führung gegen den FC Augsburg. Bildrechte: IMAGO
Torschütze Christian Beck (1. FC Magdeburg) trifft zum 1-0
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 Danach gab es kein Halten mehr. Beck auf Jubel-Tour, die mehr als 20.000 Fans, die ihre Mannschaft frenetisch unterstützten, flippen mit aus. Bildrechte: IMAGO
Jubel nach Spielschluss - Christian Beck (li.) und Torwart Mario Seidel (1. FC Magdeburg)
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 Und das waren die Matchwinner: Christian Beck und Torwart Mario Seidel. Seidel ist eigentlich die Nummer 3, weil sich die Nummer 1und die Nummer 2 verletzten, erfuhr er kurz vor dem Anpfiff von seinem großen Glück und wuchs über sich hinaus. Bildrechte: IMAGO
Jubel - Trainer Jens Härtel (1. FC Magdeburg) jubelt über das 2-0 von Tobias Schwede (1. FC Magdeburg)
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 Am Seitenrand tanzt Trainer Jens Härtel wie ein Rumpelstilzchen. Sein Matchplan ging zu 100 Prozent auf. Bildrechte: IMAGO
Torjubel nach dem Tor zum 1:1 durch Erich Berko (SG Dynamo Dresden).
TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 Die SG Dynamo Dresden war am Freitag als Erstes der 32 Teams in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Fans erlebten beim 3:2 beim Regionalligisten TuS Koblenz allerdings eine mächtige Zitterpartie. Der Außenseiter durfte bis zum Schluss hoffen ... Bildrechte: IMAGO
Dresdens Markus Schubert hält einen Elfmeter
TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 ... und die Dynamos durften sich bei ihrem 19-jährigen Torwarttalent Markus Schubert bedanken. Der hielt in der 85. Minute beim Stand von 3:2 einen Elfmeter und bewahrte sein Team so vor der Verlängerung. Bildrechte: IMAGO
Dynamos Torwart Markus Schubert jubelt nach seinem parierten Elfmeter und dem Sieg mit der Mannschaft.
TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 Kein Wunder, dass der "Man of the Match" danach zum Feiern in die Kurve "musste". Zunächst etwas schüchtern, später ließ er sich euphorisch feiern. Bildrechte: IMAGO
Franck Ribery streicht Kevin Kunz über die Haare.
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Beim Duell zwischen dem Chemnitzer FC und den Stars des FC Bayern München stand auch ein Torwart im Blickpunkt. Kevin Kunz hielt einen Volleykracher von Franck Ribery riesig und bekam eine Extra-Streicheleinheit vom gut aufgelegten Franzosen. Bildrechte: IMAGO
Daniel Frahn und Torhüter Kevin Kunz können dem Ball nach dem abgefälschten Freistoߟ von Robert Lewandowski zum 0:1 nur nachschauen.
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Die "Himmelblauen" hatten nicht den Hauch einer Chance, hielten das Spiel aber in der ersten Halbzeit ergebnistechnisch offen. Nur als Daniel Frahn einen Freistoߟ von Robert Lewandowski abfälschte, musste Kunz hinter sich greifen. Bildrechte: IMAGO
Im Bild v.l.: Joshua Kimmich (Bayern) gegen Daniel Frahn (Chemnitz) und Okan Aydin (Chemnitz).
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Nach dem Wechsel waren die ballsicheren Münchner nicht mehr zu stoppen. Joshua Kimmich beschäftigt Kumpel Daniel Frahn und Okan Aydin. Bildrechte: imago/Picture Point LE
Joshua Kimmich begrüߟt Daniel Frahn vor dem Spiel.
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Freunde bleiben Joshua Kimmich und Daniel Frahn trotzdem. Und irgendwie war Bayern-Fan Frahn sicher auch froh. Im Falle eines Sieges hätte er nackig durch das Stadion laufen müssen ... Bildrechte: Picture Point
Philipp Klewin (FC Rot-Weiss Erfurt)
Rot-Weiß Erfurt - TSG Hoffenheim 0:1 In der Meisterschaft hat sich Rot-Weiß Erfurt noch nicht mit Ruhm bekleckert, aber im DFB-Pokal heimsten Philipp Klewin und Co. am Sonnabend gegen den Champions-League-Aspiranten TSG Hoffenheim Sympathie-Punkte. Bildrechte: IMAGO
v.l. Samir Benamar (FC Rot-Weiss Erfurt), Sandro Wagner (TSG 1899 Hoffenheim)
Rot-Weiß Erfurt - TSG Hoffenheim 0:1 Hoffenheim musste sich mächtig strecken, um den knappen 1:0-Sieg über die Zeit zu bringen. Kämpferisches Vorbild war Sandro Wagner, der hier unsanft auf Samir Benamar landet und mit seinem Team nur knapp einen Sturzflug verhinderte. Bildrechte: IMAGO
Erfurt - Hoffenheim - Torjubel Nadiem Amiri (Hoffenheim) nach dem Tor zum 0:1
Rot-Weiß Erfurt - TSG Hoffenheim 0:1 Held des Abends in Erfurt war Nadiem Amiri. Sein genialer Moment reichte dem Bundesligisten gegen tapfere Thüringer. Bildrechte: Karina Hessland-Wissel
Nils Petersen und Vater Andreas Petersen klatschen nach dem Spiel ab.
Germania Halberstadt - SC Freiburg 1:2 In Halberstadt drehte sich vor dem Spiel gegen den SC Freiburg alles um das Familienduell: Vater und Trainer Andreas gegen Sohn und Stürmer Nils. Bildrechte: IMAGO
Torjubel beim SC Freiburg
Germania Halberstadt - SC Freiburg 1:2 Und besser hätte es in keinen Drehbuch stehen können: Sohn Nils traf - natürlich! Er jubelte in seiner alten Heimat (2001-2004 für Germania am Ball) verhalten. Bildrechte: IMAGO
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Mit was für einer Selbstverständlichkeit das geschah, war beeindruckend. Und Ausdruck dessen, dass diese Mannschaft aus voller Überzeugung daran glaubt, im eigenen Stadion, in einem Heimspiel jede Mannschaft der Welt besiegen zu können. Das sagen zwar viele Underdogs. Doch oft sind das nur Floskeln. Wie aber Philip Türpitz seine Gegenspieler austänzelte, wie Mario Seidel abgeklärt im Kasten stand, wie Nico Hammann das Spiel eröffnete, wie die Außen Tobias Schwede und Michel Niemeyer immer wieder Gefahr ausstrahlten, wie Christian Beck die Bälle festmachte, wie alle anderen rackerten und ackerten, war großes Pokal-Kino. Die FCM-Anhänger besangen nach dem Schlusspfiff nicht ohne Grund den "Magdeburger Größenwahn".

Der wird in Runde zwei gegen den nächsten großen Gegner weitergelebt? Und am Saisonende fährt der FCM, so wie es sich seine Fans bereits am Sonntagabend wünschten, zum DFB-Pokalfinale nach Berlin? Marius Sowislo lachte. "Wir wollen jetzt erstmal nach Münster!", sagte der Kapitän. Denn dort steht am Sonnabend das nächste Drittligaspiel auf dem Programm. Und das will der FCM auch gewinnen – selbstverständlich.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 14.08.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/dg/jw

Zuletzt aktualisiert: 13. August 2017, 23:13 Uhr

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13 Kommentare

15.08.2017 23:50 Andreas 13

Oh Osnabrück gegen HSV. Eigentlich ist das keine Überraschung mehr. War auch mein Wunschgegner für Magdeburg. Großer Name und können nichts. Die wären wohl überall Rausgeflogen. Also vor HSV Amateure hätte ich mehr Angst gehabt.
Gute Leistung in Osnabrück und in Magdeburg.

15.08.2017 16:44 HaRT 12

@Der Block steht!:
Welches Problem hast du denn? Du bist Osnabrück-Fan - alles in Ordnung, Osnabrück ist eine tolle Mannschaft, die einen Erstligisten aus dem Pokal gehauen hat! Aber warum musst du das in diesem Thema hier so deplatziert reinwürgen? Das hier ist der MDR ... und der ist natürlicherweise von der hier betreffenden Heimmannschaft angetan ...
Außerdem: Hast du das FCM-Spiel gesehen? Das war einfach ganz großes Fußballkino mit unerwartbar hohem Niveau. Die diesbezügliche Begeisterung ist völlig berechtigt.
BWG

15.08.2017 13:36 Der Block steht! 11

@mdr.. Nicht weiter schwierig..,der Autor meldet (feiert) den md-sieg als DIE Überraschung des Pokaltages.
Das auch 3.Ligist Osnabrück gg Bundesligist HSV in Unterzahl 70min lang sogar mit 3Tore zeitweise Vorsprung "zählt nur halb,wenn überhaupt" laut Verfasser. Er schreibt wie immer zu parteiisch,da hilft sein "im Ernst" auch nicht weiter..weil es nur vorgeschobener "Spaß",er meint es wirklich so md-afin & das merkt man.
Allein die Aufzählung welcher Spieler sich wie hervortat klingt nach Fanboybrille..!?
Wenn man das logische Kontertor zum 2:0 ausklammert hat der Fcm auch "nur knapp 1:0" gewonnen.
Das steht aber nirgends,im Gegenteil..alle anderen Ostteams gewannen "nur knapp" oä.."die Gala" fand nur in md statt?!
Hä,mal ehrlich..das erkennt man dann doch & weiß das es nichs mit journalistischer Distanz zu tun hat.
Eher jugendlicher Facebook-Eintrag von 'nem Fan der es hier über die Öffentlichen "getarnt verbreitet.
Nicht das erste Mal.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Wir danke für die Erläuterung.

15.08.2017 11:25 Gittan Schilling 10

@MDR Sachsen-Anhalt. Ihre Anmerkung zu meiner Wortmeldung.

Sie können davon ausgehen, dass ich durchaus imstande bin, einen Text zu lesen und im genannten Fall auch herauszufinden, wer der Hweld und wer die Helfer sind. Zu den von mir genannten Spielern fallen mir in der Erinnerung an das Spiel Dutzende guter Szenen ein, zu Marius Sowislo ist mir in Erinnerung, dass er sich redlich bemühte aber zahlreiche ungenaue Pässe spielte, die direkt oder indirekt zu Ballverlusten führten.
Übrigens bin ich kein Sowislo-Gegner. Vielmehr habe ich Hochachtung vor seiner Laufbahn. Und gerade deshalb verdient er es, fair behandelt zu werden.

14.08.2017 00:25 Der Block steht! 9

@6..würde hier mal den Vfl Osnabrück als 3.Ligist anbieten,denn der hatte in Unterzahl gegen den HSV gewonnen.
Im Umkehrschluss wäre "ein 4.Ligist" noch unterstreichender der guten Leistung wegen die der Autor hier versucht runterzuspielen..
War demnach der Vfl-Sieg überraschender um auf Kosten von Lokalkolorithascherei ins Abseits gestellt zu werden.
Wie gesagt,schlechte Schreibe.
Ohne Frage. Alles andere wäre Betrug an unparteiischer Berichterstattung.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Wir können Ihnen nicht so recht folgen. Was meinen Sie konkret?

14.08.2017 20:07 Norbert 8

14.08.2017 12:58 Der Block steht!
Der andere Drittligist ist ein Viertligist!

14.08.2017 19:52 Florian SK 7

@2
Auch wir in Halle wissen gut sportliche Leistungen zu schätzen.
Auch wenn sie von Bauern vollbracht wurden. :-)

14.08.2017 15:05 Florian SK 6

Sportlich und vom Support eine ganz starke Leistung der Bauern. Glückwunsch in die Landeshauptstadt und RWG

14.08.2017 12:58 Der Block steht! 5

Der andere 3.Ligist spielt 70min in Unterzahl und macht während dieser Zeit 3Tore (!) gegen Bundesligisten..und als Abwertung kommt hier vom Autor "zählt nicht,ist nur der HSV"?!
Der HSV hat noch mehr Spieleretat vorzuweisen als Augsburg,nur nebenbei..
Bleibe weiterhin dabei,der Verfasser berichtet sehr md-afin & trägt zur marktschreirischen Meinungsmache bewusst bei.
(die "Follower" die dann proletisch die Beschreibung "kleiner/großer" verwenden folgen wie gerufen sofort). LEIDER

14.08.2017 12:05 Gittan Schilling 4

Sehr schöne Nachbetrachtung. Aber eines reizt zum Widerspruch: Wer Sowislo zum Helden des Spiels erklärt, fügt Beck, der wirklich hinten und vorne wuselte und außerdem noch traf, dem Wahnsinnskämpfer Schiller, dem stand- und passsicheren Hammann, den beiden Wirbelwinden Türpitz und Niemeyer und dem sehr abgeklärten Rother Unrecht zu. Wer falsches Lob spendet, fordert Widerspruch heraus und erreicht so meist das Gegenteil. Er fordert Kritik heraus. Und das nun wiederum ist schade für Sowislo, der sich redlich Mühe gab.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:

Es sei folgende Textpassage empfohlen: "Wie aber Philip Türpitz seine Gegenspieler austänzelte, wie Mario Seidel abgeklärt im Kasten stand, wie Nico Hammann das Spiel eröffnete, wie die Außen Tobias Schwede und Michel Niemeyer immer wieder Gefahr ausstrahlten, wie Christian Beck die Bälle festmachte, wie alle anderen rackerten und ackerten, war großes Pokal-Kino."

Hintergrund

Fußball | DFB-Pokal Best of ... das war die heiße 1. Pokalrunde

Die erste Runde im DFB-Pokal ist Geschichte. Für das große Spektakel sorgte der 1. FC Magdeburg, der wie RB Leipzig und Dynamo weiter mitmischen darf. Andere blieben stecken. Wir haben die wichtigsten Szenen für Sie!

Torschütze Christian Beck (1. FC Magdeburg) trifft zum 1-0
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 3. Liga schlägt Bundesliga. Passiert ist es in Magdeburg. Und das ist der Moment, der alle Dämme brechen ließ: Christian Beck (Nr. 11) ist wie schon vor zwei Jahren der Dosenöffner und trifft zur 1:0-Führung gegen den FC Augsburg. Bildrechte: IMAGO
Torschütze Christian Beck (1. FC Magdeburg) trifft zum 1-0
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 3. Liga schlägt Bundesliga. Passiert ist es in Magdeburg. Und das ist der Moment, der alle Dämme brechen ließ: Christian Beck (Nr. 11) ist wie schon vor zwei Jahren der Dosenöffner und trifft zur 1:0-Führung gegen den FC Augsburg. Bildrechte: IMAGO
Torschütze Christian Beck (1. FC Magdeburg) trifft zum 1-0
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 Danach gab es kein Halten mehr. Beck auf Jubel-Tour, die mehr als 20.000 Fans, die ihre Mannschaft frenetisch unterstützten, flippen mit aus. Bildrechte: IMAGO
Jubel nach Spielschluss - Christian Beck (li.) und Torwart Mario Seidel (1. FC Magdeburg)
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 Und das waren die Matchwinner: Christian Beck und Torwart Mario Seidel. Seidel ist eigentlich die Nummer 3, weil sich die Nummer 1und die Nummer 2 verletzten, erfuhr er kurz vor dem Anpfiff von seinem großen Glück und wuchs über sich hinaus. Bildrechte: IMAGO
Jubel - Trainer Jens Härtel (1. FC Magdeburg) jubelt über das 2-0 von Tobias Schwede (1. FC Magdeburg)
1. FC Magdeburg - Augsburg 2:0 Am Seitenrand tanzt Trainer Jens Härtel wie ein Rumpelstilzchen. Sein Matchplan ging zu 100 Prozent auf. Bildrechte: IMAGO
Torjubel nach dem Tor zum 1:1 durch Erich Berko (SG Dynamo Dresden).
TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 Die SG Dynamo Dresden war am Freitag als Erstes der 32 Teams in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Fans erlebten beim 3:2 beim Regionalligisten TuS Koblenz allerdings eine mächtige Zitterpartie. Der Außenseiter durfte bis zum Schluss hoffen ... Bildrechte: IMAGO
Dresdens Markus Schubert hält einen Elfmeter
TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 ... und die Dynamos durften sich bei ihrem 19-jährigen Torwarttalent Markus Schubert bedanken. Der hielt in der 85. Minute beim Stand von 3:2 einen Elfmeter und bewahrte sein Team so vor der Verlängerung. Bildrechte: IMAGO
Dynamos Torwart Markus Schubert jubelt nach seinem parierten Elfmeter und dem Sieg mit der Mannschaft.
TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 Kein Wunder, dass der "Man of the Match" danach zum Feiern in die Kurve "musste". Zunächst etwas schüchtern, später ließ er sich euphorisch feiern. Bildrechte: IMAGO
Franck Ribery streicht Kevin Kunz über die Haare.
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Beim Duell zwischen dem Chemnitzer FC und den Stars des FC Bayern München stand auch ein Torwart im Blickpunkt. Kevin Kunz hielt einen Volleykracher von Franck Ribery riesig und bekam eine Extra-Streicheleinheit vom gut aufgelegten Franzosen. Bildrechte: IMAGO
Daniel Frahn und Torhüter Kevin Kunz können dem Ball nach dem abgefälschten Freistoߟ von Robert Lewandowski zum 0:1 nur nachschauen.
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Die "Himmelblauen" hatten nicht den Hauch einer Chance, hielten das Spiel aber in der ersten Halbzeit ergebnistechnisch offen. Nur als Daniel Frahn einen Freistoߟ von Robert Lewandowski abfälschte, musste Kunz hinter sich greifen. Bildrechte: IMAGO
Im Bild v.l.: Joshua Kimmich (Bayern) gegen Daniel Frahn (Chemnitz) und Okan Aydin (Chemnitz).
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Nach dem Wechsel waren die ballsicheren Münchner nicht mehr zu stoppen. Joshua Kimmich beschäftigt Kumpel Daniel Frahn und Okan Aydin. Bildrechte: imago/Picture Point LE
Joshua Kimmich begrüߟt Daniel Frahn vor dem Spiel.
Chemnitzer FC - Bayern München 0:5 Freunde bleiben Joshua Kimmich und Daniel Frahn trotzdem. Und irgendwie war Bayern-Fan Frahn sicher auch froh. Im Falle eines Sieges hätte er nackig durch das Stadion laufen müssen ... Bildrechte: Picture Point
Philipp Klewin (FC Rot-Weiss Erfurt)
Rot-Weiß Erfurt - TSG Hoffenheim 0:1 In der Meisterschaft hat sich Rot-Weiß Erfurt noch nicht mit Ruhm bekleckert, aber im DFB-Pokal heimsten Philipp Klewin und Co. am Sonnabend gegen den Champions-League-Aspiranten TSG Hoffenheim Sympathie-Punkte. Bildrechte: IMAGO
v.l. Samir Benamar (FC Rot-Weiss Erfurt), Sandro Wagner (TSG 1899 Hoffenheim)
Rot-Weiß Erfurt - TSG Hoffenheim 0:1 Hoffenheim musste sich mächtig strecken, um den knappen 1:0-Sieg über die Zeit zu bringen. Kämpferisches Vorbild war Sandro Wagner, der hier unsanft auf Samir Benamar landet und mit seinem Team nur knapp einen Sturzflug verhinderte. Bildrechte: IMAGO
Erfurt - Hoffenheim - Torjubel Nadiem Amiri (Hoffenheim) nach dem Tor zum 0:1
Rot-Weiß Erfurt - TSG Hoffenheim 0:1 Held des Abends in Erfurt war Nadiem Amiri. Sein genialer Moment reichte dem Bundesligisten gegen tapfere Thüringer. Bildrechte: Karina Hessland-Wissel
Nils Petersen und Vater Andreas Petersen klatschen nach dem Spiel ab.
Germania Halberstadt - SC Freiburg 1:2 In Halberstadt drehte sich vor dem Spiel gegen den SC Freiburg alles um das Familienduell: Vater und Trainer Andreas gegen Sohn und Stürmer Nils. Bildrechte: IMAGO
Torjubel beim SC Freiburg
Germania Halberstadt - SC Freiburg 1:2 Und besser hätte es in keinen Drehbuch stehen können: Sohn Nils traf - natürlich! Er jubelte in seiner alten Heimat (2001-2004 für Germania am Ball) verhalten. Bildrechte: IMAGO
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