Roland Hebestreit
Bildrechte: IMAGO

HFC trauert um Vereins-Urgestein Mach's gut, Roland Hebestreit

Am Freitag ist HFC-Urgestein Roland Hebestreit im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Er war Fotograf, Autor und Chef-Statistiker des Halleschen FC. Und vor allem war er die gute Seele des Vereins im Presseraum. MDR-SACHSEN-ANHALT-Reporter Oliver Leiste nimmt Abschied von einem Kollegen, der ihm bei seinen ersten journalistischen Schritten maßgeblich begleitet hat.

von MDR-SACHSEN-ANHALT-Reporter Oliver Leiste

Roland Hebestreit
Bildrechte: IMAGO

Mit großer Bestürzung habe ich erfahren, dass Roland Hebestreit verstorben ist. Vor 14 Tagen hatte der 63-Jährige einen schweren Herzinfarkt erlitten und lag seit dem mit einer Hirnschädigung im Koma. Davon erfuhr ich von Freunden, und hoffte inständig, dass das HFC-Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt Ende Januar nicht unser letztes gemeinsames Spiel gewesen sein möge. Doch leider sollte kein weiteres dazu kommen.

Als ich 2007 das erste Mal als sehr junger Journalist zum HFC kam, war Roland schon lange da. So wie mir ging es sicher zahlreichen Kollegen, denn Roland war schon "immer" da. Seit der Gründung folgte er seinem Club, dem Halleschen FC, fast überall hin. Er war Autor der Stadionzeitschrift "Chemiker" und mehrerer Bücher. Auch schrieb er für die Mitteldeutsche Zeitung, den Kicker und zehn Jahre lang als Zulieferer für den MDR über den Verein. Zudem fotografierte er selbst bei Freundschaftsspielen gegen die kleinsten Dorfmannschaften für den HFC. Und selbst in den dunklen Verbands- und Oberligajahren, als fast niemand mehr zum HFC ging, war Roland Hebestreit da.

Für mich war Roland zunächst so etwas wie die graue Eminenz im Presseraum. Doch schnell lernte ich einen Mann kennen, der immer hilfsbereit und immer freundlich war. Der mir Jungspund gerne die alten Geschichten erzählte und mir half, mich als Fußballreporter zurecht zu finden. 2013 begleiteten wir den HFC gemeinsam auf der Bayertour nach Unterhaching und Regensburg. Spätestens seit dem wusste ich, wenn ich zum HFC irgendetwas wissen möchte, kann ich Roland fragen. Egal ob es die Namen aller Trainer waren oder wann "Chemie" das letzte Mal in Rostock gewinnen konnte. Auch wenn ich mal für ein Projekt oder nach einem Auswärtsspiel Fotos brauchte, half er unkompliziert.

Künftig wird mir nicht nur seine Hilfe beim HFC fehlen, sondern vor allem ein großartiger Mensch. Doch vielleicht erfüllt ihm die Mannschaft noch seinen sehnlichsten Wunsch und schafft im Mai den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Roland, mach's gut. Danke für alles!

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2017, 09:27 Uhr

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9 Kommentare

18.02.2017 19:40 Unioner 9

Ein Leben für den HFC!
RIP!

17.02.2017 19:30 Petr Riesler 8

Roheb, so stand es meistens darunter.

Manchmal hat man sich darunter nichts vorstellen können.

Ein rot-weißes Herz, eine rot-weiße Seele.

Unser tief empfundenes Mitgefühl seinen Lieben. Warum gehen die Besten oft zuerst?

17.02.2017 18:55 Rene80 7

RIP. Danke für dein Lebenswerk.

17.02.2017 18:18 gustav 6

RIP Roland.
Du warst auch ein guter Trainer .

17.02.2017 17:45 FSV Doc 5

Ruhe in Frieden.

17.02.2017 16:52 MDer 4

Herzliches Beileid an Familie, Freunde und Bekannte.

17.02.2017 16:02 Reinhardt Cornelius-Hahn 3

Roland war umsichtig und verständnisvoll. Er hatte alles begriffen, was mit ihm und uns passiert war, denke ich an die Zeit von vor 1989 zurück. Einer, der gerecht mit sich und anderen Menschen war und - es war ihm nicht leicht gefallen, einen neuen Beginn zu finden. Gemeinsam haben wir in den 90-Zigern ein erstes, richtig gutes Buch über den Verein HFC gemacht. Meine Hilfe hatte er. Durch ihn habe aber auch ich gelernt. Mein Beileid seiner Familie. Da ist ein guter Mensch von uns gegangen.

17.02.2017 15:58 Ich 2

RIP ROLAND.

17.02.2017 15:34 Uralt-HFC-Chemie-Fan 1

Ruhe in Frieden,Roland !