Sachsen-Anhalt

Treibjagd im Stadtpark : Wildschweine raus aus der Stadt

In Magdeburg ist am Dienstagmorgen zur Jagd auf Wildschweine geblasen worden. Wie die Stadt mitteilte, wurde ein Tier geschossen. Dies sei zwar nicht das Ziel, aber unumgänglich gewesen, um den Rest der Horde zu verscheuchen. Der Beigeordnete für Umwelt, Holger Platz, ist sich allerdings nicht sicher, ob die Rotte nachhaltig verschreckt wurde. Wenn die Tiere zurückkommen, müsse erneut zur Jagd gerufen werden. Dauerhaft fernhalten lassen sich die Tiere vermutlich nicht, sagt Platz.

Seit einigen Jahren werden immer wieder Wildschweine im Magdeburger Stadtgebiet gesichtet. Aktuell wird die Rotte auf 60 bis 80 Tiere geschätzt. Die Schäden, die die Tiere anrichten, beliefen sich allein in den beiden zurückliegenden Jahren auf etwa 250.000 Euro. Auch andere Städte bundesweit blasen zur Jagd auf Wildtiere. In Stahnsdorf bei Potsdam etwa werden auf einem Waldfriedhof Rehe und Wildschweine gejagt.

Ein Wildschwein steht im Schnee
Die Wildschweine passen nicht ins Stadtbild und sollen verjagt werden. In Magdeburg suhlen sich 60 bis 80 Tiere in den Stadtparkwiesen.

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2013, 17:00 Uhr

1. Doch Egal:
Wenn die Tiere durch die ganzen Freizeitschießer in den Wäldern keine Ruhe mehr finden, muss man sich nicht wundern, wenn sie an die Dörfer und Städte kommen, wo die Jäger nur mit Sondererlaubnis schießen dürfen. Die Wälder sind zu einem Open-Air Zucht und Schlachtbetrieb verkommen.
31.01.2013
16:54 Uhr

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