Sachsen-Anhalt

Grünes Licht für Stark III : 600 Millionen Euro für Kitas und Schulen

Die kommunalen Kindergärten und Schulen im Land können saniert werden. Wie das Finanzministerium mitteilte, ist das Programm Stark III endgültig von der EU genehmigt worden. Die Zusage der kompletten Fördermittel aus Brüssel stand bislang noch aus.

Lehrerin steht an der Tafel vor einer Klasse.
In Sachsen-Anhalts Klassenzimmern sollen künftig mehr moderne Lehrmaterialien zum Einsatz kommen.

Bis 2019 sollen die Kitas und Schulen modernisiert werden. Vorgesehen sind neue Heizungen, Fenster, Dächer oder Toiletten. Auch die Lehrmaterialien sollen mit digitalen Tafeln in den Klassenräumen oder Notebooks in den Schreibtischen auf den neuesten Stand gebracht werden. Rund 600 Millionen Euro stehen dafür bereit. Damit handelt es sich nach Ministeriumsangaben um das größte Investitionsprogramm der Landesregierung in dieser Legislaturperiode. Sachsen-Anhalts Finanzstaatssekretär Heiko Geue sagte, man sei froh, nun mit voller Kraft loslegen zu können. In der ersten Phase bis 2013 sollen mehr als 100 Millionen Euro fließen.

Geld nur für Schulen mit Bestandsgarantie

Derzeit gibt es knapp 1.000 Schulen in Sachsen-Anhalt. Das Finanzministerium hatte jedoch bereits im Vorfeld klargestellt, dass vor den Investitionen ausgerechnet werden müsse, welche Schulen künftig überhaupt noch gebraucht würden. Denn ab 2017 werde die Schülerzahl sinken. Bisher haben die Landkreise und kreisfreien Städte fast 500 Anträge beim Finanzministerium eingereicht.

"Keine Schule wird saniert, wenn sie nicht nachweisen kann, dass sie Bestand hat."

Finanzminister Jens Bullerjahn

Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2012, 13:59 Uhr

1. Gabriele Strauß:
Sehr begrüßenswert ist es, wenn marode Einrichtungen wieder freundlich gestaltet werden. Aber was nutzt es, wenn man in den schönsten Räumen sitzt und keine Lehrer da sind. Mein Sohn besucht derzeit die 1. Klasse einer Magdeburger Grundschule und hat keinen Lehrer. Aushilfsweise wird mal hier und da eine Stunde unterrichtet, die restlichen 4 Stunden wird gespielt oder gegammelt, da beißen sich Schulpflicht und Recht auf Bildung gegenseitig in den Schwanz!!!
15.06.2012
11:28 Uhr

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