Region Stendal

Repräsentative Umfrage für Ministerium : Große Zustimmung zum A14-Ausbau

Vor dem ersten Spatenstich für den Ausbau der Autobahn 14 von Magdeburg nach Schwerin stößt das Milliardenprojekt in Sachsen-Anhalt offenbar auf breite Zustimmung. Wie das Verkehrsministerium des Landes am Sonntag unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage mitteilte, befürworten 89 Prozent der Sachsen-Anhalter den Bau der 155 Kilometer langen und 1,25 Milliarden Euro teuren Trasse.

Nur sieben Prozent gegen Projekt

  Zäh fließt der Verkehr auf der Bundesautobahn 14 zwischen Bernburg und Plötzkau
Bisher endet die A14 bei Magdeburg. Das wird sich nun ändern.

Laut einer vom Verkehrsministerium finanzierten Umfrage des Info-Forschungsinstituts lehnen nur sieben Prozent von 1.000 Befragten das Projekt ausdrücklich ab. Mehr als 90 Prozent erwarten von der neuen Autobahn eine positive wirtschaftliche Entwicklung, eine verbesserte Mobilität der Bewohner und eine bessere Erreichbarkeit der Region für den Tourismus. Dennoch ist das Projekt umstritten. Umweltschützer halten den Bau der A14-Nordverlängerung für überflüssig und fordern stattdessen einen Ausbau des Schienengüterverkehrs. Auch von betroffenen Landwirten gab es Widerstand.

Erster Spatenstich mit viel Prominenz

Am Mittwoch ist für das erste Teilstück der A14 bei Colbitz im Bördekreis der erste Spatenstich geplant. Dazu werden Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und sein sachsen-anhaltischer Amtskollege Thomas Webel erwartet. Der erste Abschnitt der A14 soll zunächst als Ortsumfahrung nutzbar sein. Er geht nördlich von Wolmirstedt von der Bundesstraße 189 ab, führt westlich an Colbitz vorbei und führt nördlich der Stadt zurück auf die Bundesstraße. Für das Teilstück müssen sechs Brücken gebaut werden.

Zustimmung quer durch alle Lager

Der Umfrage zufolge geht die Zustimmung zum A14-Ausbau quer durch alle politischen Lager. So halte auch die Mehrheit der Grünen-Wähler (88 Prozent) und der Linken-Wähler (81 Prozent) das Projekt für notwendig, teilte das Verkehrsministerium mit. Bei den CDU- und SPD-Anhängern liegt die Zustimmung jeweils bei knapp über 90 Prozent. Die Umweltauflagen wie etwa besondere Schutzmaßnahmen für Tiere hält mehr als die Hälfte (57 Prozent) für angemessen. Fast ein Drittel (32 Prozent) empfindet die Auflagen dagegen als zu streng.

Geplante Nordverlängerung der A 14 Magdeburg - Schwerin

Zuletzt aktualisiert: 27. November 2011, 18:13 Uhr

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A14-Nord

Die Nordverlängerung der A14 verläuft von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin. Von den 155 Kilometern der Trasse entfällt mit 97 Kilometern der größte Abschnitt auf Sachsen-Anhalt. Durch Brandenburg verlaufen 32 Kilometer, 26 Kilometer führen durch Mecklenburg-Vorpommern. Für das Projekt sind Kosten von 1,25 Milliarden Euro veranschlagt.

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