Besorgte Landwirte Mahnfeuer gegen Wölfe

Etwa 100 Landwirte, Schäfer und Jäger aus der Altmark haben Mahnfeuer gezündet. Sie warnten damit am Freitagabend vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Wolfs. Die Mahnfeuer wurden in Kläden bei Bismark und zwischen Schollene und Molkenberg entzündet. In Bismark werden fast täglich Wölfe gesichtet. Landesweit wurden bereits mehrfach Nutztiere angegriffen. Im vergangenen Jahr hatten Wölfe in Sachsen-Anhalt rund 70 Schafe getötet.

Laut Veranstalter soll die Aktion Politiker und Bürger auf die Gefahren aufmerksam machen, die von den Tieren ausgehen. Betroffene diskutierten am Feuer über die Wölfe in der Altmark und damit verbundene Probleme für Landwirte. Grundtenor: Man wolle den Wolf nicht ausrotten, sondern vielmehr den Bestand auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Initiiert hatte die Mahnfeuer der Schäfer Ronald Gerecke aus Badingen. Veranstaltet wurde das Treffen von der Bürgermeisterin Annegret Schwarz der Einheitsgemeinde Stadt Bismark. Auch in mehreren europäischen Ländern brannten am Freitag Mahnfeuer gegen die Wolfsausbreitung – allein in Deutschland 50. Derzeit soll es bundesweit 45 Wolfsrudel geben.

. Brennende Pfähle auf dem Hof der Feuerwehr Kläden. Im Hintergrund stehen mehrere Menschen.
Etwa 100 Menschen demonstrierten mit Mahnfeuern gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Wolfs. Bildrechte: MDR/Reinhard Stremmler

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | Studio Stendal | 15.09.2017 | 17:30 Uhr

Quelle: MDR/mh

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2017, 16:34 Uhr

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10 Kommentare

18.09.2017 16:22 Paul 10

Wölfe sind menschenscheu und stark nachtaktiv. Daher sind sie nur für Nutztierhalter ein lösbares Problem. Durch Herdenschutzhunde und unter Strom stehende Zäune lassen sich Wölfe effektiv von den Nutztieren vertreiben. Ansonsten stellt er für Menschen keine Gefahr dar. Die Mahnwachen beziehen sich also nur auf Risse von Nutztieren durch Wölfe und sonst nichts.
LG
Paul

18.09.2017 12:43 Frauke Garstig 9

Hat die CDU im Landkreis Stendal keine anderen Baustellen? Will man nun mit stumpfen Aktionsmus gegen den Wolf um das verlorengegange Vertrauen der landlichen Wählerklientel durch Wahlbetrug werben! Natürlich haben Jäger, Förster und Landwirte jeden Tag Wolfssichtungen, die hocken berufs-und freizeitbedingt auch den ganzen Tag draussen herum! Wieviele von denen wurde den schon von einen Wolf angegriffen - bestimmt von keinem, oder?!

18.09.2017 09:53 maria 8

@ kein Stadtmensch
"denn jagd ist mord als Hobby", dann hoffe ich mal für Sie, dass Sie reiner Veganer sind und Ihr "Gemüse" auch alles selbst anbauen, denn sonst sollte sich Ihre Aussage schnell erledigt haben. haben Sie schonmal Massentierhaltung erlebt? Das sind die armen Viecher, welche später für 50 Cent angeboten werden......schonmal eingekauft ja?!
Dann kümmern Sie sich besser um Sachen von denen Sie Ahnung haben und verbreiten hier nicht so ein gefährliches Halbwissen...

17.09.2017 22:42 kein stadtmensch 7

diese ganze diskussion schreit nach lobbyismus in reinkultur. das jäger und viehzüchter ( zumeist die selben menschen) gegen einen weiteren beutegreifer neben sich slebst sind ist ja nur logisch. sich selbst an neue situationen anzupassen fällt je nach iq dem einem mehr und dem anderen weniger schwer. offensichtlich tun sich hier mordlustige landwirte und jäger besonders schwer (ein schelm wer jetzt schlechtes denkt). in was für einer (land)wirtschaft leben wir denn bitte wo 400 wölfe einen ganzen Wirtschaftszweig zerstören können...

fazit: lobbyismus der einzelnen schreihälse die leider auch noch gehör finden. wölfe fallen keine jogger in stadtparks und auch keine menschen an. wölfe dezimieren im gesamten kranke wildbestände und entziehen jägern ihrem hobby die existenzgrundlage. und das ist gut so. denn jagd ist mord als hobby. und alle viehzüchter sollten durch geeignete maßnahmen (siehe nachbarländer) einfach ihr vieh schützen und sich über die natur freuen.

und nun viel spaß!!

17.09.2017 10:28 jackblack 6

Toll, und wieviel Schafe wurden von Menschen gegessen ? Früher waren übrigens die Schäfer auch nachts bei den Herden und konnten diese schützen.

17.09.2017 08:29 Wolfgang 5

Bei insgesamt 400 Tieren in der gesamten Bundesrepublik davon zu sprechen, Diese auf ein " erträgliches Maß " zu reduzieren spricht nicht für ein Wissen sondern eher von Lobbyismus. Der Wolf ist ein scheues Tier das den Menschen ( da schlau) meidet und im Allgeinen auf Wild geht. Wir sollten, bei allen Artensterben, froh sein das er sich wieder ansiedelt.

16.09.2017 22:15 part 4

...einfach mal in andere Länder schauen, wie die machen statt Scheitehaufen zum Mut machen entzünden...einfach einen Esel oder ein paar Lamas mit in die Herde tun und der Wolf hat keine Chanche...

16.09.2017 19:26 Lorenz 3

Die Befürworter der Wiederkehr der Wölfe sind m.E. Städter die keine Ahnung haben. Wenn der erste Wolf einem Jogger im Stadtpark gegenüber steht wird sich die Meinung ändern.

16.09.2017 19:21 fert 2

der normale Landwirt und Verkehrsteilnehmer sollte Mahnfeuer gegen die überhand nehmende Wildpopulation anzünden, etwa 300000 gemeldete Wildunfälle p.A in Deutschland, Millionenschäden allein in der S-A Landwirtschaft durch Wild und als Waldspaziergänger und Pilzsucher hab ich wohl zu Recht mehr Respekt vor Wildschweinen und vierbeinigen Rindviechern...der Wolf, ausserhalb von Medien und gedanklichen Blasen völlig unwichtig.

16.09.2017 18:25 andreas 1

Unsere Väter und Urgroßväter haben ihn nicht umsonst vertrieben!
Auch sie wussten schon was sie taten. Aber die modernen Jungingenieuer in Spitzenpositionen wissen es eben nicht....