Jundlandwirt André Stallbaum aus Stendal an einem Obstbaum
André Stallbaum arbeitet im Stendaler Familienbetrieb. Bildrechte: Philipp Ledényi/dlz agrarmagazin

"CeresAward" Stendaler ist bester Junglandwirt 2017

Der beste Junglandwirt in Deutschland ist André Stallbaum aus Stendal. Der 28-Jährige wurde am Mittwochabend in Berlin mit dem Ceres-Award 2017 ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird vom Deutschen Landwirtschaftsverlag in mehreren Kategorien vergeben. 180 Landwirte hatten sich beworben.

Jundlandwirt André Stallbaum aus Stendal an einem Obstbaum
André Stallbaum arbeitet im Stendaler Familienbetrieb. Bildrechte: Philipp Ledényi/dlz agrarmagazin

Der beste Junglandwirt Deutschlands kommt aus Stendal. André Stallbaum vom Scheunenladen in Stendal ist am Mittwochabend in Berlin mit dem sogenannten CeresAward 2017 ausgezeichnet worden. Bei dem hohen Niveau seiner Konkurrenten sei er "mehr als überrascht gewesen, dass ich da das Rennen gemacht habe", sagte der Gewinner MDR SACHSEN-ANHALT.

Der Preis wurde dem jungen Landwirt von einer Jury zuerkannt. Diese hat den 28-Jährigen laut Angaben damit als dynamischen Macher gewürdigt, der das Familienunternehmen seit vier Jahren zielgerichtet ausbaut und dabei besonders auf Regionalität setzt.

Weltweit Ideen gesammelt

Jundlandwirt André Stallbaum aus Stendal vor zwei großen Kisten mit sauren Gurken.
Vor vier Jahren ist der Junglandwirt in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Bildrechte: Philipp Ledényi/dlz agrarmagazin

Der prämierte Junglandwirt ist 2014 mit 24 Jahren als Betriebsleiter in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Mittlerweile hat er mehr als 15 Mitarbeitern und damit auch Arbeitskräfte in der Region geschaffen. Den Erfolg möchte Stallbaum auch mit seinen Kollegen feiern. "Inwiefern und wie doll das passieren wird? Da habe ich noch keine Ahnung", sagte der Landwirt. Dafür sei der Sieg zu überraschend gekommen.

Zuvor hat er die Landwirtschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln kenngelernt. Als Praktikant, Erntehelfer oder Volontär – Stallbaum arbeitete auf Ackerbau- ebenso wie auf viehhaltenden Betrieben in ganz Deutschland. Auch Baumwollplantagen in Australien und Neuseeland hat er besucht. Denn er ist überzeugt:

Egal wo man hinkommt, man kann überall etwas lernen und Ideen für den eigenen Betrieb sammeln.

André Stallbaum

André Stallbaum sei ein Junglandwirt, der sich erst die Welt angeschaut habe und dann mit vielen Ideen zuhause eingestiegen sei, urteilte die Fachjury. "Unternehmerisch denkend und stets nahe am Kunden entwickelt er den Betrieb seither kontinuierlich fort."

Kurze Wege

Das Unternehmen der Stallbaums produziert neben Getreide auch Äpfel, Kirschen, sowie Spargel, Weihnachtsbäume und Sauerkraut. Angebaut wird auf Äckern am Ortsrand von Stendal. Ein Großteil der Produkte wird im hofeigenen Scheunenladen selbst vermarktet. Die Wege von der Plantage ins Regal sind entsprechend kurz. Ab 2018 wollen die Stallbaums den Angaben zufolge zudem einen Stand auf dem Stendaler Bauernmarkt eröffnen.

Der CeresAward wird vom Deutschen Landwirtschaftsverlag in insgesamt elf Kategorien vergeben. Insgesamt hatten sich 180 Landwirte beworben. Aus Sachsen-Anhalt hatte es neben Stallbaum auch Gerald Krämer aus Halle unter die 35 Finalisten geschafft. Er war in der Kategorie "Manager" nominiert.

Höchste landwirtschaftliche Auszeichnung

Der Preis wird von Branchenvertretern als "höchste landwirtschaftliche Auszeichnung" im gesamten deutschen Sprachraum eingestuft. Namenspatin für die Auszeichnung ist Ceres, die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit, des Wachsens und Gedeihens.

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Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 12. Oktober 2017 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2017, 08:53 Uhr

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