Region Stendal

Einsatz in der Türkei : Havelberger Soldaten sollen Handynetz aufbauen

In der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg sind am Donnerstag 19 Soldaten zum Türkei-Einsatz der Bundeswehr verabschiedet worden. Sie werden beim deutschen "Patriot"-Einsatz zum Schutz vor Angriffen aus Syrien mithelfen. Die Soldaten des Führungsunterstützungsbatallions 382 sollen die strategische Fernmeldeanbindung sicherstellen.

Soldaten in der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg
MDR SACHSEN-ANHALT

"Telekom der Bundeswehr" verabschiedet

10.01.2013, 17:00 Uhr | 01:35 min

Ein Bundeswehrsprecher sagte, die Havelberger würden Mitte Januar in der Türkei reisen und dort vier Monate bleiben. Zu den Aufgaben in der Türkei zähle unter anderem der Aufbau der satellitengestützte Kommunikation nach Deutschland sowie der Aufbau eines regionalen Handynetzes für die Soldaten im Einsatz.

Am Dienstag hatte die Bundeswehr mit der Verlegung von zwei "Patriot"-Raketenstaffeln in die Türkei begonnen. Bis zu 350 deutsche Soldaten sollen dem NATO-Bündnispartner beim Schutz vor möglichen Angriffen aus Syrien helfen. Neben Deutschland schicken auch die USA und die Niederlande hochmoderne Raketenabwehrsysteme in die Türkei. Das "Patriot"-Flugabwehrsystem ist in der Lage, auch ballistische Raketen abzufangen.

Soldaten der Bundeswehr
SACHSEN-ANHALT HEUTE

19 Soldaten in die Türkei verabschiedet

19 Bundeswehrsoldaten wurden mit einem feierlichen Appell in Havelberg zum Patriot-Einsatz in die Türkei entsandt. Sie sollen dort die strategische Fernmeldeanbindung sichern.

10.01.2013, 19:00 Uhr | 02:22 min

Kahramanmaras im Süden der Türkei.
Einsatzgebiet deutscher Bundeswehrsoldaten in der Türkei.

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2013, 14:32 Uhr

1. frank:
wie kann mann denn diese pfeife interviewen. der macht eh die ganze zeit dann krank da unten...
11.01.2013
00:15 Uhr

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NATO-Bündnisfall

Fühlt sich ein Bündnisland bedroht, kann es Beratungen nach Artikel 4 des NATO-Vertrags veranlassen - ohne einen Bündnisfall zu beantragen. Das gab es bislang dreimal, stets auf Betreiben der Türkei: 2003 während des Irak-Kriegs, im Juni 2012 nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets durch Syrien und nun nach dem tödlichen Granatenbeschuss aus Syrien.

Artikel 5 legt fest, dass ein bewaffneter Angriff gegen ein NATO-Mitglied oder mehrere als Angriff gegen alle angesehen wird. Dann leisten die Bündnispartner Beistand. Die Maßnahmen enden, sobald der UN-Sicherheitsrat Schritte unternommen hat, um den internationalen Frieden wiederherzustellen.

Bislang wurde der Bündnisfall erst einmal erklärt - drei Wochen nach den Anschlägen in den USA am 11. September 2011. Dies gilt bis heute als Grundlage des Anti-Terror-Krieges.

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