Region Stendal

Colbitz-Letzlinger Heide : Grüne EU-Beschwerde gegen Schnöggersburg

Sachsen-Anhalts Grüne haben bei der EU-Kommission Beschwerde gegen den Bau der Truppenübungsstadt "Schnöggersburg" eingelegt. Umweltexperte Dietmar Weihrich sagte am Sonntag in Magdeburg, dass das betroffene Gebiet in der Colbitz-Letzlinger Heide als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen sei. Das Projekt widerspreche darum dem EU-Recht.

EU-Beschwerde als einzige Möglichkeit gegen "Schnöggersburg"

Dietmar Weihrich, MdL Sachsen-Anhalt, Bündnis90/Die Grünen
Dietmar Weihrich

Weihrich sagte weiter, "wer die Rechtsprechung mit den Bedingungen vor Ort vergleicht, bemerkt sofort den Verstoß gegen das Europarecht". Auch die Bundeswehr müsse sich an die Vorgaben der EU-Naturschutzrichtlinien halten.

Weil die Grünen-Fraktion kein Klagerecht gegen den Bau von Schnöggersburg hat, ist die Beschwerde nach derzeitiger Einschätzung der Rechtslage die einzige Möglichkeit für seine Fraktion, gegen die Pläne vorzugehen.

Geplante Kampfstadt in der Heide

Die Bundeswehr hatte im November mit dem umstrittenen Bau der 6,25 Quadratkilometer großen Übungsstadt "Schnöggersburg" in der Colbitz-Letzlinger Heide begonnen. Bis zu 1.500 Soldaten sollen in "Schnöggersburg" künftig gleichzeitig den Einsatz in Krisengebieten trainieren können. Laut Bundeswehr bildet der Übungsplatz einen "kompletten urbanen Ballungsraum" nach.

Rückblick: Nachrichten zur militärischen Nutzung der Colbitz-Letzlinger-Heide

Die Colbitz-Letzlinger-Heide ist seit mehr als 100 Jahren eng mit dem Militär verknüpft. In Zukunft soll dort eine riesige Kampfstadt der Bundeswehr entstehen, was Proteste von Bürgern und Politik hervorruft. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2013, 14:15 Uhr

4. Thomas Sieber:
Lieber Eberhardt Cohrs! Da oben! Ich nehme meinen Kommentar von 14:02 Uhr in Teilen zurück-betreffs der Falschangabe Ihres Vornamens! Der Rest ist uneingeschränkt so korrekt. Viel Spaß! Da oben bei Ihnen! Weiterhin. Beim Ablachen und Kopfschütteln über uns deutsche Schlafmichel!
06.01.2013
22:03 Uhr
3. Zaphod Beeblebrox:
Zitat: "Diskussion über Rundfunkgebühren gelöscht - MDR.DE-Redaktion" ROTFL - ich kriege mich nicht mehr ein: Eine Zensur findet nicht statt! Der Zensor. EH hätte seine helle Freude an dieser Sendeanstalt des öffentlichen Rechts gehabt...
06.01.2013
19:56 Uhr
2. Steffen:
Ja 1. Thomas Sieber, genau meine Meinung! Das ganze Projekt ist mir von Anfang an suspekt. Hier wird das Geld verpulvert, was wir in Infrastruktur und Schulen/KiTas dringend bräuchten und seit eingter Zeit darf die Bundeswehr auch im Inneren eingesetzt werden. [...]* * Diskussion über Rundfunkgebühren gelöscht - MDR.DE-Redaktion
06.01.2013
16:47 Uhr
1. Thomas Sieber:
Ist schon lustig, daß man eine deutsche Stadt mit klassisch deutschem Kunstnamen nachbaut für 100Mio.€!!!!!, um angeblich Einsätze in Krisengebieten zu üben! Ha,ha- vor ein paar Monaten hieß es noch, für Auslandseinsätze! Ja, was denn nun? Bereitet sich die BW etwa schon auf Kriseneinsätze im Inland vor? Bürgerkrieg nach dem €-Crash? Die sozial.Einheitsparteien im BuTag haben ja schon mal den Fuß in die GG-Tür gesetzt dafür. Für wie blöd halten uns die Politiker eigentlich? Lieber MDR! Falls Sie mal einen Quotenbrecher brauchen (neben H.Cohrs am Sa.abend!): DAS wäre doch mal ein Thema um Ihren AUFTRAG auf Basis der "Demokratie"-Zwang-Abgabe mal endlich nachzukommen!!!
06.01.2013
14:02 Uhr

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Truppenübungsplatz "Altmark"

Der 40 Kilometer nördlich von Magdeburg gelegene Truppenübungsplatz Altmark ist mit seinen 232 Quadratkilometern nach dem niedersächsischen Bergen und dem bayerischen Grafenwöhr der drittgrößte Truppenübungsplatz Deutschlands. Auf ihm befindet sich mit dem Gefechtsübungszentrum des Heeres das modernste Trainingszentrum seiner Art in Europa. Hier können Soldaten unter realistischen Bedingungen das sogenannte Gefecht der verbundenen Waffen, sprich den kombinierten Einsatz verschiedener Waffengattungen wie Infanterie, Panzer und Artillerie, erproben. Um möglichst realitätsnah zu trainieren, kommt modernste Simulationstechnik zum Einsatz. Die Soldaten üben mit ihren Waffen, aber ohne scharfe Munition. Treffer werden mittels modernster Lasertechnik registriert. Das Gefechtsübungszentrum wird sowohl von der Bundeswehr wie auch von befreundeten Armeen zur Vorbereitung auf Auslandseinsätze genutzt. An 250 Tagen im Jahr herrscht hier Hochbetrieb.

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