Regionalstudio Stendal - Nachrichten um 6:00 Uhr


Fricopan: Produktion endet schon heute abend

Schon heute Abend wird am Standort Immekath die Produktion eingestellt. Punkt 22 Uhr heute Abend läuft die letzte Schicht aus. Das hat Betriebsratschefin Gerda Hentschel mitgeteilt. Beim Hersteller von Tiefkühl-Backwaren waren bis zuletzt einige Anlagen in vollen Schichten gefahren worden. Heute Abend nun endet dort die Produktion, nach immerhin 20 Jahren. Weite Teile werden ins Klemme-Werk nach Eisleben verlagert. Es gehört wie Fricopan zum Schweizer Konzern Aryzta. Am Mittwoch schließt das Werk in Immekath. Anschließend werden nach Angaben eines Konzernsprechers die Anlagen allmählich runtergefahren, das Lager schrittweise bis Oktober geleert. 500 Menschen verlieren durch das Aus von Fricopan ihre Jobs. Anfang Mai hatte Aryzta verkündet, Fricopan in Immekath zu schließen. Begründet wurde dieser Schritt mit unzureichender Auslastung und schlechter Anbindung. Auf der Suche nach einem potentiellen Investor für den Standort sollen bereits konkrete Verhandlungen laufen.


Linke fordert Schließung der Truppenübungsplätze

Die Landtagsfraktion Die Linke fordert die Schließung der Bundeswehr-Übungsplätze in Sachsen-Anhalt. Die Plätze Altmark, Klietz und Altengrabow sollen nach dem Willen der Linken für den Tourismus erschlossen werden. In einem Antrag an das Parlament heißt es, die Landesregierung solle ein Konzept für die Schließung der Übungsplätze erarbeiten. Die Nato dürfe nicht länger aufrüsten. Stattdessen seien Dialog und Kooperation, insbesondere mit Rußland, gefragt. Der Sandauer CDU-Landtagsabgeordnete Chris Schulenburg wies den Antrag der Linken zurück. Er erklärte, die Schließung der Bundeswehr-Übungsplätze würde den ländlichen Raum noch stärker schwächen. So hingen am traditionsreichen Bundeswehrstandort Klietz viele Arbeitsplätze und eine enorme Wirtschaftskraft.


Grabeneinfassung stammt aus dem Jahr 1218

Bei den archäologischen Grabungen im Vorfeld der Sanierung des Stendaler Marktes ist vergangene Woche ein ausladendes Holzgeflecht entdeckt worden. Archäologe Manfred Böhme hat es jetzt als Einfassung eines Entwässerungsgrabens bestimmt und auch zeitlich eingeordnet. Um das Jahr 1218 soll der Graben ausgehoben worden sein. Das schließt der Fachmann daraus, dass unweit am Kornmarkt ein "baugleicher" Graben gefunden wurde, der schon genau auf jenes Jahr bestimmt werden konnte. Der gute Erhaltungszustand des Geflechtes von Birken- und Erlenzweigen um Eichenbalken erklärt sich daraus, dass der Graben schon nach wenigen Jahrzehnten verfüllt war und mit wenig luftdurchlässigen Schichten überdeckt wurde. Unweit des Grabens, eines von mehreren im Bereich des Marktes, wurde im Jahre 1179 mit dem Bau des mittelalterlichen Kaufhauses begonnen, von dem bereits Reste entdeckt wurden. Nach Stand der Forschung hatte jenes für seine Zeit ausladende Haus von rund 50 Metern Länge nicht allzu lange Bestand. Anfang des 14. Jahrhunderts bereits wurde in direkter Nachbarschaft eine ähnlich große Markthalle errichtet. In dem jetzt genauer bestimmten Graben gefundene Knochen lassen den Schluß zu, dass an ihm einst Knochenschnitzer bei Jahrmärkten ihre Stände hatten. Genauere Aufschlüsse sollen die Untersuchungen der zahlreichen Funde erbringen.


Grundstücke im Altmarkkreis am preiswertesten

Unbebaute aber baureife Grundstücke sind im Altmarkkreis Salzwedel im vergangenen Jahr mit etwas über 18 Euro je Quadratmeter am billigsten im Land Sachsen-Anhalt gewesen. Im Landesschnitt wurden 38 Euro verlangt. Grundstücke in der Hauptstadt Magdeburg waren hingegen mit 77 Euro je Quadratmeter am teuersten. Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt zog diese Daten aus landesweit 2 597 Verkäufen von unbebauten Grundstücken im vergangenen Jahr. Dabei wechselte eine Fläche von fast fünf Millionen Quadratmetern den Eigentümer.


Freibad Kalbe schließt schon am Sonntag, Salzwedel verlängert

In Kalbe/Milde endet bereits am Sonntag die Freibadesaison. Trotz oder wegen der aktuellen Hitze. Denn die hat sich auf die Wasserqualität negativ ausgewirkt. Ohnehin war das Ende der Saison für den 31. August vorgesehen. In Salzwedel hingegen wird wegen des heißen Wetters die Freibadesaison, die eigentlich am Sonntag enden sollte, um eine Woche verlängert.


Bands wetteifern am Stadtsee

Am Stendaler Stadtsee wird es heute abend laut: Sechs Bands von der Altmark bis runter in den Südharz wetteifern im Regionalausscheid des Wettbewerbs "local Heroes" um die Gunst des Publikums und der Jury. Gegen 18:30 Uhr geht es los, jede Band spielt 30 Minuten gegen Mitternacht wird der Sieger bekanntgegeben, der ins Landesfinale Mitte September in Magdeburg einzieht. Der Eintritt heute abend am Stendaler Stadtsee ist frei. Besucher können mit 50-Cent-Münzen für eine Band votieren, das Geld geht an eine gemeinnützige Einrichtung.


Stendal: Straßen-Sanierung dauert länger

Die Bauarbeiten am Kreisverkehr nahe des Uenglinger Tors in Stendal verzögern sich. Voraussichtlich erst am 6. September kann dort der Verkehr wieder rollen. Grund sind nach Angaben der Straßenbaubehörde unerwartete Probleme im vorhandenen Straßenkörper. Der sollte ursprünglich für die neue Konstruktion genutzt werden, hieß es. Nach genauer Untersuchung sei das allerdings nicht möglich. Demzufolge dauern auch die Arbeiten im Alten Dorf und in der Bismarck-Straße länger - die Freigabe ist nun für den 7. Oktober geplant.


B 248: Umleitungen bleiben bis 8. September

Auch die Straßenbauarbeiten an der B 248 im Altmarkkreis Salzwedel verzögern sich: Wegen bautechnischer Probleme kann der Verkehr zwischen Siedenlangenbeck und Vitzke voraussichtlich erst am 9. September wieder rollen. Die empfohlenen Umleitungen über die Landesstraße 11 bleiben bestehen.


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Zuletzt aktualisiert: 27. August 2016, 06:17 Uhr