Regionalstudio Stendal - Nachrichten um 23:30 Uhr


Einigung bei Fricopan

Einigung bei Fricopan in Immekath: Gestern haben sich Betriebsrat und Geschäftsführung auf einen Interessensausgleich und Sozialplan verständigt. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen beide Seiten von einer "sozialverträgtlichen Lösung" für die rund 500 Mitarbeiter, die von der Schließung des Werks Ende August betroffen sind. Betriebsratschefin Gerda Hentschel sagte im Anschluss, mehr sei für die Mitarbeiter nicht drin gewesen. Zu den Vereinbarungen gehöre, dass jeder Beschäftigte als Abfindung ein Brutto-Arbeitsgehalt pro Beschäftigungsjahr erhalten. Zudem gibt es laut Hentschel Zuschläge für Mitarbeiter mit Kindern und Schwerbehinderte, würden Auszubildende auf andere Betriebsteile verteilt und mit einer finanzielle Beihilfe unterstützt. Am 2. August ist in Klötze eine Mitarbeiterversammlung geplant.


Vertuschungsversuche im Stendaler Wahlskandal?

Neue Dimension im Stendaler Wahlskandal: Wie die Volksstimme berichtet, sollen führende CDU-Politiker aus Stadt, Kreis und Land versucht haben, den Betrug um gefälschte Briefwahl-Vollmachten bei der Kommunalwahl 2014 zu vertuschen und damit den Hauptbeschuldigten - das damalige CDU-Mitglied Holger Gebhardt - zu schützen. Die Zeitung zitiert aus einem internen E-Mail-Verkehr zwischen dem CDU-Stadtverbandschef und heutigen Landtagspräsident Hardy Peter Güssau und CDU-Kreischef Wolfgang Kühnel. Die Unterlagen seien Bestandteil der Ermittlungsakten. Gebhardt hatte 2014 ein Wahlergebnis mit einem exorbitant hohen Briefwahl-Stimmen-Anteil von über 80 Prozent erlangt. Bei einer internen Untersuchung in der Stadtverwaltung stellte sich heraus, dass bei der Wahl 189 Vollmachten an zwölf Personen herausgegeben wurden, obwohl nur vier Vollmachten pro Person zulässig sind. Die Staatsanwaltschaft geht unterdessen davon aus, dass 178 dieser Vollmachten gefälscht sind.


B 188n wird immer unwahrscheinlicher

Der Bau der B188n - das ist die Ortsumgehung für Hottendorf, Jävenitz und Kloster Neuendorf - ist ab sofort kein "vordringlicher Bedarf" mehr im Bundesverkehrswegeplan 2030. Gegen diese Herabstufung will auch die Landesregierung nicht vorgehen. Der Bau der sich seit 12 Jahren in Planung befindende Bundesstraße wird damit immer unwahrscheinlicher. Wie Peter Mennicke, Pressesprecher im Landesverkehrsministerium, MDR Sachsen-Anhalt sagte, ist das Projekt B188n damit langfristig auf Eis gelegt. Mennicke betonte indes, dass es nicht gänzlich aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen - und damit weiterhin als wichtiges Projekt anerkannt sei. Die aktuelle Prioritätenverschiebung helfe den Betroffenen zwar nichts, zumindest aber sei ab 2030, wieder alles neu verhandelbar. Die Stadt Gardelegen hat laut Bürgermeisterin Mandy Zepig gegen die Entscheidung bereits Einwendung eingelegt. Eine Antwort steht noch aus.


Elb-Havel-Winkel: Fotos für Kalender gesucht

Im Elb-Havel-Winkel werden schönsten Fotos mit Ansichten der Region für einen neuen Jahreskalender gesucht. Von Rathenow bis Havelberg und Tangermünde - Jenny Freier, die Tourismusmanagerin der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land ist sich sicher, dass es viele wunderbare Bilder aus dem Dreieck zwischen den Flüssen gibt. Sie denkt an die Naturlandschaften mit Wald und Wasser, an Freizeitkapitäne auf den Flüssen, an Reiter und Radler sowie an Kirchen und romantische Winkel. Eine Jury wird für jeden Monat ein Motiv auswählen. Für die besten gibt es attraktive Preise, darunter Menüs in Restaurants der Region, Floßfahrten, Eintrittskarten und Massage-Gutscheine. Die Fotos sind der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land zu übermitteln. Auf deren Internetseite gibt es weitere Informationen. Einsendeschluss ist der 30.September.


Premiere: Cyrano in Apenburg

Das Theater der Altmark Stendal spielt morgen um 15 Uhr zum ersten Mal auf dem Gelände der Alten Burg in Apenburg: Cyrano de Bergerac wird die Burg erobern. Organisiert hat das Freiluft-Theaterstück Andreas Schwieger. Seinen Angaben zufolge wird die Aufführung des Volksstücks ein schnörkelloser Spaß für alle. Schwieger sorgt sogar für französisches Flair an diesem Nachmittag: Es gibt Wein und selbstgebackene Madeleines - ein Nationalgebäck der Franzosen.


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Informationen aus dem Studio Stendal hören Sie täglich um 6.30 Uhr, 7.30 Uhr, 8.30 Uhr, 9.30 Uhr sowie um 12.30 Uhr, um 16.30 Uhr und 17.30 Uhr. Sonnabends senden wir um 7.30 Uhr, 8.30 Uhr und 9.30 Uhr. Die UKW-Frequenz für die Neuigkeiten aus dem Norden Sachsen-Anhalts ist 94,9 MHz. Sie erreichen unsere Redaktion per Mail über studio-stendal@mdr.de.

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2016, 23:47 Uhr