Regionalstudio Stendal - Nachrichten um 7:00 Uhr


Feuerwehren im Unwetter-Dauereinsatz

Gewitter und Regenfälle haben auch in der Altmark für Chaos gesorgt und Schäden angerichtet. Die Feuerwehren hatten bis weit in die Nacht zu tun. Sie mussten allein im Landkreis Stendal zu 48 Einsätzen ausrücken. Etliche umgestürzte Bäume mussten in beiden Altmark-Landkreises von Straßen und Grundstücken geborgen werden. In Salzwedel waren am Donnerstag auf dem Gelände einer Kindertagesstätte acht Bäume umgefallen - zum Glück nicht auf das Gebäude. In einigen Orten gab es Stromausfälle. Wie Max Niegisch von der Leitstelle MDR Sachsen-Anhalt sagte, mussten die Feuerwehren in der Nacht zum Freitag vor allem Keller leerpumpen. Es habe auch einige überflutete Straßen gegeben.


Erste Zeugen sind geladen

Im Fall der Stendaler Wahlaffäre lädt der eigens eingerichtete Untersuchungsausschuß des sachsen-anhaltischen Landtags am Freitag die ersten Zeugen. Sie alle waren Mitglieder des Wahlausschusses im Stendaler Rathaus. Der Ausschuß will aufklären, wie die Manipulationen bei der Wahl 2014 im Detail möglich waren. Ausschussmitglied Sebastian Striegel von den Grünen, drückte gegenüber dem MDR Sachsen-Anhalt sein Bedauern darüber aus, dass bereits heute die ersten Zeugen gehört werden. Dies sei vor allem auf Wunsch der AfD und der Linkspartei geschehen. Man wolle schnelle Ergebnisse sehen. Problematisch sei dies, weil noch nicht alle angeforderten Prozessakten eingetroffen seien. Ausschussvorsitzender Matthias Lieschka, AfD, sagte dem MDR Sachsen-Anhalt, man fahre eine doppelte Strategie - Zeugen befragen einerseits, Akten wälzen andererseits - um schnellstmöglich prägnante Ergebnisse zu erzielen. Ob auch die Wahl 2012 thematisiert wird, hänge davon ab, welche Erkenntnisse die bisher noch nicht eingetroffenen umfangreichen Akten zu den Fällen ergeben, so der Grünen-Abgeordnete Sebastian Striegel. Er ist ebenfalls Mitglied des Ausschusses.


Diebe stehlen Schmuck und Bargeld

Im Landkreis Stendal wurde in zwei Einfamilienhäuser eingebrochen. In einem weiteren Fall blieb es bei einem Einbruchs-Versuch. Wie die Polizei Stendal mitteilt, kamen in Kläden unbekannte Täter am frühen Mittwochnachmittag durch ein Fenster ins Einfamilienhauses. Gestohlen wurden Bargeld und Schmuck. Am gleichen Tag wurde zwischen 14 und 19 Uhr in Schönhausen-Damm eingebrochen. Hier wurde die Hauseingangstür aufgebrochen und ebenfalls Schmuck sowie Bargeld entwendet. In Erxleben gingen die Diebe leer aus. Hier waren zwei Frauen beobachtet worden, die sich an den Rollläden eines Einfamilienhauses zu schaffen machten. Als die Frauen die Beobachtung bemerkten, flüchteten sie. Die Kripo untersuchte alle Tatorte und sicherte erste Spuren. Es gibt Hinweise darauf, dass die Täter vor den Einbrüchen an den Häusern regelrecht Sturm klingeln, um zu sehen, ob jemand zu Hause ist. Wem etwas aufgefallen ist, der sollte sich bei der Polizei melden.


Stendals Ex-Sparkassen-Vorstand akzeptiert Urteil

Stendals Ex-Sparkassen-Chef Burmeister akzeptiert seine fristlose Kündigung und auch die Zahlung zweier Gutachten in Höhe von insgesamt knapp 230 Tausend Euro. Laut Volksstimme hat er seine Berufung gegen das Urteil des Stendaler Landgerichts vom vorigen August beim Oberlandesgericht zurückgezogen. Die Sparkasse sei unterdessen mit ihrer Berufung vor dem OLG gescheitert - sie wollte die Bumeister vom Landgericht Stendal zugestandenen Pensionsbezüge zumindest in Teilen einbehalten. Damit ist die juristische Aufarbeitung des Sparkassenskandals noch nicht beendet - kommenden Montag geht es um Schadensersatzforderungen der KSK gegen ihren einstigen Vorstandsvorsitzenden wegen unkontrollierter Bauvergaben, dem überdimensionierten Fuhrpark und dem Weinkeller in der Sparkassen-Zentrale.


Unternehmerin Antje M. erhebt Einspruch gegen Strafbefehl

Die Nachwehen um die Stendaler Briefwahlaffäre hören nicht auf. Nun trifft es die im Prozess bereits als Zeugin aufgetretene Unternehmerin Antje M. aus Kläden. Wegen einer möglichen Anstiftung zur Falschaussage soll sie 10.800 Euro Strafe zahlen. Sie soll versucht haben, eine ihrer Mitarbeiterinnen am Tag vor deren Aussage beim Wahlfälschungsprozess gegen Holger Gebhardt vor Gericht zu einer Falschaussage zu bewegen. Wie Gerichtssprecher Dr. Michael Steenbuck dem MDR Sachsen-Anhalt sagte, ist der Einspruch beim Amtsgericht Stendal heute eingegangen. Er wird nun vom Vorsitzenden Richter Thomas Schulz geprüft. In den kommenden Tagen wird über einen möglichen Prozess entschieden. Doch auch wenn das Gericht den Einspruch aktzeptieren sollte, bedeutet das für Antje M. zunächst keine Erleichterung. In dem für sie ungünstigsten Falle könnte die Strafe sogar noch deutlich höher ausfallen. Bereits 2014 musste Antje M. 1000 Euro an den Stendaler Kinderschutzbund zahlen - weil sie eine andere Mitarbeiterin zu einer Falschaussage gegenüber dem damaligen Wahlleiter Axel Kleefeldt veranlasst haben soll.


Klietz: Bundeswehr baut Anlage für Sprengungen

Die Bundeswehr hat eine Großinvestition auf dem Truppenübungsplatz Klietz gestartet. In dem weitläufigen Gelände entsteht eine in Deutschland einmalige Anlage, auf der Pioniersoldaten Sprengungen üben können. Die sogenannte Breaching-Anlage wird 3,4 Millionen Euro kosten. Wie das Bundesamt für Infrastruktur der Bundeswehr mitteilte, werden dort Spezialkräfte realitätsnah trainieren, sich durch Sprengungen Zugang zu Bauwerken zu schaffen. Dafür stehen Übungssegmente und geschützte Beobachtungsstände zur Verfügung. Die Anlage soll im Juni 2019 fertig sein.


Klietzer See bekommt Riesenfilter

Zum Schutz des Klietzer Sees wurde am Donnerstag ein riesiger Filter in der angrenzenden Wohnsiedlung montiert. Ein Kran hat den Sedimentationsschacht im Boden versenken. Die Baustelle gehört zur Beseitigung von Hochwasserschäden in der Klietzer Seesiedlung. Dort wurde zunächst das Netz für die Abwässer aus den Häusern erneuert. Nun baut die Kommune das System fürs Regenwasser neu auf. Ulf Wabbel von der Verbandsgemeinde sagte, der Filter werde der Wasserqualität des Ses zugute kommen. Einschließlich der Straßensanierung koste das alles nochmals 1,6 Millionen Euro. Wegen der beschränkten Verkehrsführung am See sei das Vorhaben für die Anwohner eine Herausforderung. Die Arbeiten an Regenkanal und Straßen am Klietzer See werden in der ersten Hälfte des kommenden Jahrees abgeschlossen. Am anderen Ende des Ortes investiert derzeit außerdem der Wasser- und Abwsserverband Havelberg rund zwei Millionen Euro in sein Klärwerk.


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Zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2017, 07:15 Uhr

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