Regionalstudio Stendal - Nachrichten um 21:30 Uhr


Waldverkauf zum Schnäppchenpreis

Nach der Buchhorst soll nun auch das komplette Bürgerholz an einen Käufer aus Nordrhein-Westfalen veräußert werden. Bei der Ausschreibung zum Höchstgebot vergangenen Herbst hatte sich kein Interessent für das knapp 400 Hektar große Bürgerholz gemeldet. Nun soll der Wald für rund 50 Cent pro Quadratmeter verkauft werden, die Rede ist von insgesamt 2 Millionen Euro. Für ihre Haushaltskonsolidierung hatte die Hansestadt fast doppelt so viel eingeplant. Salzwedel hatte das Bürgerholz für den zweiten Anlauf nicht erneut ausgeschrieben. Nach Informationen des mdr wurden Kaufinteressenten an anderen städtischen Waldflächen explizit auf das Bürgerholz hingewiesen. Durch dieses Verfahren blieben alledings andere potentielle Käufer außen vor. Grünen-Stadtrat Christian Franke hat unterdessen angekündigt, die erneute Ausschreibung des Bürgerholzes bei der nächsten Stadtratssitzung am Mittwoch kommender Woche zu beantragen. Und Umwelt-Staatssekretär Rehda sagte, er wird ganz genau hinschauen, wie der künftige Besitzer von Buchhorst und Bürgerholz die hohen Naturschutz-Richtlinien erfüllt. Das Ministerium war selbst an 300 Hektar Feuchtwald interessiert, dennoch hatte die Stadt die gesamte Fläche an den Meistbietenden verkauft. Das sei schade, so Rehda, aber nicht zu ändern.


"Denken ohne Geländer" erinnert an Naziverbrechen

"Denken ohne Geländer" ist eine Themenwoche überschrieben, die seit Montag in Stendal und in anderen Orten der Altmark stattfindet. Anlaß ist der Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Zur Eröffnung der Woche "Denken ohne Geländer" wurde im Stendaler Stadtarchiv an jüdisches Leben in der Altmark erinnert. Auf dem weiteren Programm steht unter anderem eine szenische Lesung zur Rolle der SS-Frauen.


3. Prozesstag im Wahlfälschungsprozess Stendal

Im Prozess um die Stendaler Briefwahlaffäre vernimmt das Landgericht am Mittwoch weitere Zeugen. Geladen sind vor allem Bevollmächtigte, die für den angeklagten frühreren Stadtrat Holger Gebhardt Briefwahlunterlagen mit gefälschten Vollmachten abgeholt hatten. Der ehemalige CDU-Politiker muss sich wegen Urkunden- und Wahlfälschung in großem Stil verantworten. Er soll bei der Kommunalwahl 2014 nicht nur Vollmachten gefälscht, sondern auch fremde Wahlunterlagen selbst ausgefüllt haben. Das Vorgehen war aufgeflogen, weil mehrere Stendaler im Wahllokal gesagt bekamen, sie hätten bereits per Briefwahl abgestimmt.


Gardelegen investiert in Museum

Das Gardelegener Stadtmuseum soll in den kommenden Jahren saniert und umgebaut werden. Noch in diesem Jahr müssten die massiven Feuchtigkeits-Schäden beseitigt werden, sagte der städtische Bauamtsleiter während der jüngsten Sitzung des Fachausschusses. Die Kosten dafür und die Planungen für den Umbau betragen 50 000 Euro. Bei den Umbauarbeiten, die ab 2018 starten sollen, geht es unter anderem darum, dass das historische Gebäude einen barrierefreien Zugang bekommt und mehr Platz geschaffen wird. Die Stadt hofft für das Projekt auf Fördermittel.


Reifen wie Prasselkuchen - Traktor gestoppt

Polizisten haben ein altersschwaches Traktorgespann auf der B 188 bei Stendal entdeckt und vorsorglich auf die Nebenstraße nach Miltern abgeleitet. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 54 Jahre alte Traktor seit vier Jahren keine Hauptuntersuchung mehr erlebt hat. Die Lichtanlage des Gespanns war kaputt, die Reifen zerbröselten wie ein Prassselkuchen. Gegen den 66-jährigen Traktoristen wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.


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Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2017, 21:47 Uhr

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