Straße mit Backsteinkirche in Osterburg.
Bildrechte: MDR/Kathrin Heyer

Ärzte für das Land gesucht Osterburg unterstützt Medizinstudenten

Osterburg in der Altmark vergibt künftig Stipendien an Medizinstudenten. Bis zu 50.000 Euro sollen die jungen Menschen während ihres Studiums bekommen. Doch die Stadt stellt auch eine Bedingung.

Straße mit Backsteinkirche in Osterburg.
Bildrechte: MDR/Kathrin Heyer

Seit Jahren haben kleine Gemeinden auf dem Land mit Ärztemangel zu kämpfen. Die Älteren schließen irgendwann ihre Praxen. Die Jungen haben oft keine Lust, in Dörfern oder Kleinstädten zu leben. Zurück bleibt eine immer älter werdende Bevölkerung, die dann weite Wege zum Arzt zurücklegen muss.

In Osterburg gibt es nun eine Idee, um das Problem zu lösen. Als erste Stadt in Sachsen-Anhalt plant sie ein Stipendium für Nachwuchsmediziner. 700 Euro bekommt jeder Stipendiat pro Monat für die Dauer der Regelstudienzeit. Im Gegenzug muss er sich verpflichten, nach dem Studium eine Arztpraxis in Osterburg zu übernehmen. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend zugestimmt.

50.000 Euro für zwölf Semester

Für die Dauer eines Studiums über zwölf Semester kommen so 50.000 Euro zusammen. Zunächst sollen drei Stipendien vergeben werden, 150.000 Euro kostet das insgesamt. Es gibt zwei Geldgeber: 350 Euro zahlt jeden Monat die Stadt Osterburg. 350 Euro übernimmt die Kassenärztliche Vereinigung.

Die Stipendien sollen vor allem an Einheimische vergeben werden, bei denen man schon abschätzen könne, ob sie wirklich wiederkommen wollen. Entscheiden sich die die jungen Mediziner nach ihrem Studium anders und ziehen doch woanders hin, müssen sie das Stipendium zurückzahlen.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 20.05.2017 | 08:40 Uhr

Quelle: MDR/olei

Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2017, 14:38 Uhr

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