Hygienemängel : Wiesenhof-Schlachterei in Möckern dicht
Der Schlachthof des Geflügelproduzenten Wiesenhof in Möckern im Jerichower Land ist stillgelegt worden. Wie der Landkreis bestätigte, hat die zuständige Behörde untersagt, weiter Geflügel zu schlachten. Außerdem dürfe kein Geflügel mehr verkauft werden, das nach dem 28. Februar geschlachtet wurde. Bei Umbauten sei es zu Beanstandungen und Mängeln gekommen. Wie das Landratsamt MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT allerdings bestätigte, hat eine Begehung des Betriebes am Dienstag keine Beanstandungen mehr ergeben. Möglicherweise wird deshalb das Schlacht- und Auslieferungsverbot bald wieder aufgehoben.
Schon früher Vorwürfe gegen Wiesenhof
Wiesenhof war bereits mehrfach wegen schlechter Hygiene-Standards in der Kritik. Unter anderem hatte das Magazin "Stern" im vergangenen Jahr von Schwarzschimmelbefall an Wand und Decke in Möckern berichtet. Wiesenhof erklärte dazu, das Problem sei beseitigt worden. Außerdem wurde Wiesenhof vorgeworfen, in Möckern bei der Fleischbeschau und bei der Kühlung gegen geltende Standards verstoßen zu haben. Wiesenhof erklärte dazu, Auflagen der Behörden seien immer erfüllt worden. Wiesenhof zählt im Jerichower Land zu den wichtigsten Arbeitgebern.
Das Unternehmen ist Marktführer bei Geflügelfleisch in Deutschland mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. In den insgesamt 24 Betrieben sind rund 2.800 Mitarbeiter beschäftigt. In Möckern arbeiten etwa 450 Beschäftigte, dort werden täglich über 100.000 Hühner geschlachtet.
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