Köthen : Tod eines Studenten gibt weiter Rätsel auf
Der Fall um den mutmaßlichen Studentenmord in Köthen gibt den Ermittlern weiter Rätsel auf. Ein Gewaltverbrechen kann noch immer nicht ausgeschlossen werden. Wie Frank Pieper von der Dessauer Staatsanwaltschaft dem MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag sagte, wird weiter in alle Richtungen ermittelt.
Zeitungsberichte von Staatsanwaltschaft nicht bestätigt
Zeitungsberichte, wonach der 17-Jährige sich selbst die tödlichen Messerstiche zugefügt hat, wollte Pieper nicht bestätigen. Zwar seien die Fingerabdrücke des Opfers auf der Tatwaffe gefunden worden, aber beim Auffinden der Leiche war das Messer nicht in der Hand des Toten.
Pieper zufolge konnte die Obduktion bisher nicht eindeutig klären, ob sich der Student selbst getötet hat oder ob er einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Das abschließende Ergebnis der toxikologischen Untersuchungen stehe ebenfalls noch aus. Diese sollten klären, ob der junge Mann an dem Abend Alkohol oder Drogen konsumiert hatte. Im Januar soll es laut Pieper weitere Zeugenbefragungen geben.
Geburtstagsfeier mit jähem Ende
Der aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld stammende junge Mann war vor drei Wochen bei einer Geburtstagsfeier in einer Studenten-WG ums Leben gekommen. Partygäste hatten den Studenten blutüberströmt im Flur der Wohnung entdeckt. Eine alarmierte Notärztin konnte den 17-Jährigen nicht mehr retten, sondern nur noch seinen Tod feststellen. Auf der Feier waren der Polizei zufolge Studenten im Alter zwischen 17 und 28 Jahren.



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