Experiment für sichere Böschungen : Crashtest für neue Stützwand an B6n
In Bernburg ist am Donnerstag eine neuartige Stützwand getestet worden, die an Straßenböschungen für mehr Sicherheit sorgen soll. Um das Aufprallverhalten zu untersuchen, fuhr ein Auto mit hohem Tempo gegen das Bauwerk. Der Crashtest wurde von der Bundesanstalt für Straßenwesen geleitet und fand auf einem Versuchsfeld an der neuen Bundesstraße 6 statt.
Nicht Stahl oder Beton - sondern Erde und Kunststoff
Künftig sollen mehr von diesen speziellen Stützwänden eingesetzt werden, damit bei Unfällen der Aufprall von Autos besser gedämpft wird. Denn: Normalerweise bestehen Stützmauern aus Stahl oder Beton. Bei dem am Donnerstag getesteten Bauwerk kommt jedoch Erde zum Einsatz, die von einem Kunststoffgitter umnetzt ist. Wie der Präsident der Landestraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, Uwe Langkammer, mitteilte, kostet eine solche Wand zudem 30 bis 40 Prozent weniger als eine Betonkonstruktion. Daher sei an der B6n bei Bernburg bereits eine erste solche Stützmauer gebaut worden.
Stützwände sind wichtig, da sie Böschungen stabilisieren. Wenn deren Standfestigkeit bedroht ist, kann es zu Gefahren und Behinderungen im Straßenverkehr kommen. So musste erst im Juni dieses Jahres nördlich von Halle die Autobahn 14 für mehrere Tage voll gesperrt werden. Dort hatte sich eine Böschung bewegt und eine Brücke drohte abzurutschen.



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