Nahverkehr in Sachsen-Anhalt : Tarifgespräche möglicherweise vor Durchbruch
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Sachsen-Anhalt befinden sich in der möglicherweise entscheidenden Runde. Die Gewerkschaft ver.di erwartet bei den Gesprächen in Dessau-Roßlau ein Angebot der Arbeitgeber und hofft nach eigenen Angaben sogar auf eine Einigung. Allerdings geht ver.di von langen Verhandlung bis in die Nacht aus. Bis Redaktionsschluss lag noch kein Ergebnis vor.
Warnstreik zeigt Wirkung
Vor gut einer Woche hatte ein nahezu flächendeckender Streik den Bus- und Straßenbahnverkehr in weiten Teilen Sachsen-Anhalts lahmgelegt. Das zeigte Wirkung bei den Arbeitgebern. Der Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Detlev Lehmann, sagte, der Verband habe sich auf Eckpunkte eines Angebots verständigt. Es konzentriere sich auf die Themen Arbeitszeit, Lohnerhöhung und die Länge der Dienstschichten. Weitere Details nannte Lehmann nicht.
Bei den Tarifverhandlungen geht es um Einkommen und Arbeitsbedingungen der rund 1.800 Beschäftigten von Verkehrsbetrieben. Die Gewerkschaft will ein Lohnplus von 350 Euro brutto. Die Wochenarbeitszeit soll von 40 auf 38 Stunden verkürzt, die Schichtpläne sollen verändert werden. Bisher hatten die Arbeitgeber diese Forderungen als unrealistisch abgelehnt.



Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.